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    9.2.2025AQ 2634
    »Was will dir das sagen?«
    0:007:07
    Was will dir das sagen? Ich sage es jetzt immer wieder vorweg: 99 % werden dieses Zitat nicht verstehen, weil sie entweder dafür oder dagegen sind. Beides ist eine Sackgasse. Meine Antwort auf die Frage im Zitat: "Einen alten Scheiß." Menschen im Widerstand werden jetzt jubilieren. Sie werden sich freuen. "Endlich sagt es mal jemand!" Andere sind jetzt beleidigt, denn ich habe ihnen ihre schöne Coachingfrage weggenommen. Was ich mit meiner Antwort sagen will, verstehen beide nicht. "Was will mir das sagen?" ist die falsche Frage. Und das aus einem ganz einfachen Grund. Die Antworten deines Lebens liegen nicht in den logischen, rationalen, psychologischen, philosophischen oder spirituellen Antworten auf deine Verstandesfragen. Die Frage "Was will mir das sagen?" wird von den meisten als Verstandesfrage verwendet. Und deshalb folgen auf diese Frage auch Verstandesantworten: "Aber Stefan, es hat doch was mit mir zu tun, wenn ich ein und dieselbe Situation wieder und wieder erlebe." Na klar, mit wem sonst? Ist noch jemand anders hier — außer dir? Du stellst dir die Frage doch nur, weil du die Situation loswerden willst. Und die Situation will gar nichts von dir — außer deine Aufmerksamkeit. Die Situation will dir nichts sagen. Sie ist auch keine Strafe. Sie ist auch nicht dein Karma und falls doch, ist es scheißegal, denn sie ist ja schon da und sie kommt immer wieder. Viele andere würden dir jetzt sagen: "Wenn Situationen immer wiederkommen und dich Menschen wieder und wieder herausfordern, musst du lernen, Grenzen zu ziehen und du musst endlich Neinsagen lernen." Und noch viel mehr von diesem Blödsinn. Wenn du dich an diese Anweisungen hältst, dann lehnst du wieder einmal diese Situation ab. Das ist für dich absolut nichts Neues. Das kennst du schon, denn das war schon immer so. Du willst das, was du jetzt gerade erlebst, nicht erleben. Das Ego schreit laut auf und sagt dir: "Nein, du musst dir nicht alles gefallen lassen. Was du schon alles hingenommen und runtergeschluckt hast! Irgendwann reicht's auch." Und genau das ist das Problem. Du hast es immer versucht zu verdrängen. Das hat übrigens auch Jesus gemeint, als er sagte: "Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin." Das ist keine Anleitung zum Masochismus. Das ist eine Anleitung, um in diesen Moment zurückzukommen. Wir verstehen diese Menschen, die uns helfen wollen, immer falsch. Denn wir interpretieren sie mit unserem Verstand. Und genau dort wollen sie uns rausholen. Die meisten Menschen reagieren auf diesen Versuch mit Ablehnung. Sie werden dann rational und finden Gründe, warum das alles nicht geht. Deshalb interpretieren sie auch jeden Hinweis rational und nicht so, wie er gemeint ist. Die Aussage von Jesus mit der linken und rechten Wange ist ein schönes Beispiel dafür. Du kannst ja mal recherchieren und schauen, wie viele Interpretationen du davon findest. Und dann such mal, ob du eine einzige Interpretation findest, die so ähnlich ist wie meine. Falls du keine ähnliche Interpretation findest, kann es natürlich sein, dass ich falschliege. Aber was, wenn alle anderen falschliegen? Und was, wenn auch alle Coaches mit dieser Frage "Was will dir das sagen?" falschliegen? Die Frage ist übrigens eine zutiefst christliche oder katholische Frage, denn ihre Beantwortung läuft darauf hinaus, dass du etwas nicht erkannt hast. Als würde das Leben in Rätseln mit dir sprechen. Als wäre das hier ein Quiz, eine Fernsehshow, bei der du die richtigen Antworten finden musst. Und wenn du sie nicht findest, dann wirst du dadurch bestraft, dass sich die Situationen immer wieder wiederholen. Diese Idee der Strafe zieht sich durch unsere Gesellschaften. Ganz egal, ob wir an Karma oder einen strafenden Gott denken: Es will dir gar nichts sagen. Es will dich auch nicht bestrafen. Es macht nur, dass du alles erlebst, was du erleben musst. Und du erlebst alles für die Befreiung deiner Seele. Es ist kein Quiz und es ist auch keine Bestrafung. Es ist nichts, was du hinterfragen musst. Es ist, was es ist.