Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    7.2.2025AQ 2632
    »Das Ego dehnt sich immer wieder bis an die Schmerzgrenze aus.«
    0:008:43
    Das Ego dehnt sich immer wieder bis an die Schmerzgrenze aus. Das kann sowohl deine eigene Schmerzgrenze als auch die Schmerzgrenze der anderen sein. Meistens ist es in erster Linie deine eigene Schmerzgrenze. Alles, was ich dir jetzt sage, wirst du sehr wahrscheinlich nicht glauben oder nicht nachvollziehen können, wenn du es nicht schon erlebt hast. Ich kann dir aber versichern, dass ich es sowohl bei mir selbst als auch mit anderen unzählige Male getestet habe. Nimm irgendeinen Wunsch. Und erfülle ihn dir oder lass ihn dir von jemandem erfüllen. Es macht dich maximal temporär zufrieden und glücklich. Und diese Zufriedenheit und das Glück werden wieder verschwinden. Das funktioniert so, dass deine Ansprüche höher werden. Ich hatte mal einen Mitarbeiter, der wollte ein konstantes Gehalt, während er eine Weltreise macht. Das habe ich ihm zugesichert und er musste dafür nicht den ganzen Tag arbeiten. Dieses Gehalt wurde ihm schnell zu wenig. Er wollte mehr. Die Weltreise war auch beendet und er hat Vollzeit für mich gearbeitet. Irgendwann habe ich ohne Vorankündigung sein Gehalt erhöht und zwar deutlich. Das hat ihn überrascht. Er war für einige Tage, vielleicht auch Wochen zufriedener. Irgendwann war das dann sein Standard und er wurde wieder unzufrieden. Ich habe dann sein Gehalt von heute auf morgen ohne Vorwarnung um 50 % erhöht. Das hat ihn sehr irritiert und es hat ein paar Tage oder Wochen gedauert, dann war er wieder unzufrieden. Dann wollte ich es wirklich wissen. Ich habe sein Gehalt noch einmal deutlich erhöht. Ich habe ihm fast das Dreifache seines ursprünglichen Gehaltes bei mir gezahlt. Sein Erstaunen war groß und nach wenigen Tagen oder Wochen war alles wieder beim Alten. Und sogar schlimmer, denn jetzt war er sich sicher, dass er eine besondere Position bei mir hat und an alle anderen delegieren darf, ohne das vorher mit mir zu besprechen. Er hat ihnen gesagt, er habe bei mir auch klein angefangen und sie sollen sich doch hocharbeiten. Angeblich war es von Anfang an sein größter Wunsch, finanziell unabhängig und frei zu sein. Und als er das bei mir erreicht hatte, war es wieder nicht genug. Es kommt aber noch viel extremer. Damit hätte ich tatsächlich niemals gerechnet. Er hat sich mit Arbeit schon immer unter Druck gesetzt. Und vielleicht hatte es was damit zu tun, dass er jetzt viel Geld dafür bekommen hat. Dadurch hat er sich noch mehr unter Druck gesetzt. Und zwar so sehr, dass er bei diesem hohen Gehalt gekündigt hat. Es wurde ihm alles zu viel. Sein Ego war wieder an seiner Schmerzgrenze angekommen. Das war nach jeder Gehaltserhöhung der Fall. Aber bei der letzten war es noch intensiver als jemals zuvor. Sein erfüllter Wunsch hat also nicht für Entspannung gesorgt, sondern für eine Potenzierung des Ego. Es wurde für ihn immer schlimmer und stressiger. Ich habe viele solcher Experimente gemacht. Nicht alle hatten mit Geld zu tun. Bei manchen war es auch die Arbeitszeit und bei vielen war es auch die flexible Zeiteinteilung. Es hat niemals dazu geführt, dass die Menschen entspannen konnten und zufrieden waren. Ihr Ego hat sich immer wieder bis zu ihrer eigenen Schmerzgrenze und auch bis zur Schmerzgrenze der anderen ausgedehnt. Irgendetwas hat immer nicht gepasst und die Atmosphäre wurde immer schlechter. Wenn mir jemand so etwas vorher erzählt hätte, dann hätte ich es ihm nicht geglaubt. Und das, obwohl ich es aus eigener Erfahrung kenne. Und ich kenne beide Erfahrungen. Ich kenne die Erfahrung, dass sich das Ego immer weiter ausdehnt, bis die Schmerzgrenze wieder erreicht ist. Und ich kenne die Erfahrung, dass ich mein Ego in seine Grenzen verweise und es sich dadurch immer weiter zurückzieht. Ich wollte irgendwann nicht mehr darauf warten, bis ich durch mehr von irgendetwas glücklich werde. Also habe ich mir vorgenommen und mich dazu gezwungen, mit dem zufrieden zu sein, was jetzt hier ist. Das war und ist nicht immer einfach. Ganz im Gegenteil. Es ist eine der größten Herausforderungen, die ich kenne. Und trotzdem weiß ich, dass es der Weg ist. Alles andere ist von außen abhängig und kann deshalb niemals befriedigt werden. Was verändert werden muss, sind nicht die äußeren Umstände, sondern die inneren. Und innen bist du und dein Ego. Innen ist auch deine Programmierung. Alles, was du von der Welt glaubst, wie es sein sollte, wie du es dir wünschst, wie es besser wäre, wie du es gerne hättest, damit es endlich gut ist. Es wird außerhalb von dir niemals gut genug sein. Du wirst immer etwas finden, was verbesserungswürdig ist. Die Frage ist, ob du dein Ego gewähren lässt oder ob du ihm Einhalt gebietest. Das bedeutet nicht, dass du nie wieder etwas verbessern darfst. Die Frage ist aber: Wie und in welcher Atmosphäre? Mit dem Stress deines Lebens und mit dem Glauben, dass alles anders wird, wenn sich das endlich verändert hat? Oder einfach mit der Freude am Tun und in der Gewissheit, dass sich gar nichts verändern muss, weil es jetzt schon vollkommen in Ordnung ist.