Jeder Wert wird in einem anderen Wert gemessen. Immer dann, wenn du etwas bewerten willst, nimmst du nicht den Wert an sich, sondern du nimmst einen Wert, der allgemein anerkannt ist, mit dem die meisten etwas anfangen können. Dieser Wert hat aber für sich selbst keinen Wert. Er hat nur dann einen Wert, wenn du ihn wieder in einem anderen Wert angibst. Beim am häufigsten genannten Wert bekommst du den Eindruck von Vertrautheit und Vertrauen. Und das läuft immer über Wiederholung. Ein ganz einfaches Beispiel ist Geld. Du weißt, wie viel 10 Euro sind, weil du weißt, was du dafür bekommst. Du kennst aber nicht den Wert von 10 Euro, sondern du kennst den Wert von 10 Euro als Gegenwert. Wenn ich dir den Wert von 10.000 Satoshi sage, dann kannst du das nicht richtig einordnen. Das liegt nur daran, dass du mit dem Gebrauch nicht vertraut bist. Du hast es noch nicht oft genug gehört. Und falls du es mit Euro vergleichst und denkst, ein Satoshi ist 1 Euro, dann sind 10.000 Satoshi vielleicht viel für dich. Tatsächlich sind 10.000 Satoshi aktuell 10 Euro. Und das stimmt schon nicht mehr, weil Bitcoin gerade gefallen ist und jetzt sind es nur noch 9 Euro. Deshalb denkst du jetzt, Bitcoin ist volatil, also sehr stark schwankend. Das liegt aber nur an deiner Bezugsgröße. Und bei dieser Bezugsgröße hast du den Eindruck, sie sei stabil, was nicht der Fall ist. Es ist nur so, dass du alles, was du in Euro bepreist, in keiner anderen Währung bepreist. Du kennst also die Preise in Euro, aber du kennst die Preise in anderen Währungen oder Werten nicht und du machst den Vergleich nicht. Du schaust nicht: Wie viel kostet ein Haus in Euro, in Gold und in Bitcoin? Du kennst immer nur den Euro-Preis. Wenn es verschiedene Werte gäbe, in denen du Geld bekommen könntest, also zum Beispiel in Gold, Euro, Immobilien oder auch Bitcoin, dann müsstest du den Wert auswählen, für den du immer mehr bekommst. Und es müsste dir auch egal sein, ob du diesen Wert magst oder ob du ihn gut findest oder ob du es generell gut findest, dass dieser Wert immer mehr wert wird. Du müsstest dich normalerweise rein wirtschaftlich an dem Geld orientieren, das immer mehr wert wird, für das du immer mehr bekommst. Zumindest dann, wenn du ökonomisch handeln willst, wenn du dich am Markt und an den Werten orientierst. Und ich habe da mal einen schönen Vergleich für dich. Ich poste das auch auf Telegram in meinem Kanal "Kryptogold". Der durchschnittliche Hauspreis in den USA 2012 war 238.000 Dollar. Im Jahr 2024 war der durchschnittliche Hauspreis 414.000 Dollar. Das gleiche Haus in Bitcoin war 2012 knapp 44.000 Bitcoin und 2024 5,8 Bitcoin. Das eine ist Inflation, das andere ist Deflation. Und während Menschen unheimlich schlau daherreden, sie studieren Wirtschaftswissenschaft, Mathematik, sie sind Programmierer, Intellektuelle, Professoren, Doktoren, aber sie können sich nicht an so einem eindeutigen, einfachen, ökonomischen Fakt orientieren. Um das zu verstehen, musst du nicht Wirtschaftswissenschaft studieren. Du darfst dich nur nicht von dem verunsichern lassen, was du in den Medien hörst. Falls du dir jetzt 0,1 Bitcoin kaufst, bin ich mir sicher, dass er dir in 20 Jahren die Rente finanziert. Der Wert von Bitcoin in Euro ist dafür vollkommen egal, denn deine Rente finanzierst du nicht in Euro. Du finanzierst deine Rente mit Miete zahlen, Strom zahlen, Tomaten kaufen, Brot kaufen. Das ist das, was du finanzieren musst. Ob 0,1 Bitcoin in 20 Jahren 1 Million oder 10 Millionen Euro wert ist, ist vollkommen egal. Entscheidend ist, was du dafür bekommst. Und was du dafür bekommen willst, ist das, was du für wertvoll hältst. Wenn du gerade fastest, dann ist es dir nicht wichtig, wie viele Tomaten du dafür bekommst. Die Frage ist also, ob du es gegen das tauschen kannst, was du gerne hättest. Und je mehr dir das wert ist, was du gerne hättest, desto mehr bist du bereit dafür zu geben. Die Frage ist also nie nach dem Wert in Euro oder in Bitcoin. Die Frage ist immer: Was ist es dir wert? Und falls du das nicht verstehst, dann verstehe ich das. Das liegt aber nur daran, weil zur Zeit alle Preise in Euro angegeben werden und weil du dir deshalb nie Gedanken darüber gemacht hast, dass alles ein Tausch ist. Für die meisten Angestellten ist es immer ein Tausch von Lebenszeit gegen das, was du willst. Und bei dem, was du willst, kannst du dich immer fragen: "Ist es mir wichtig und ist es mir so viel wert?" Wenn du Lust auf ein lustiges Experiment hast, dann kannst du mal einen Tomaten-Chart anlegen. Immer wenn du Tomaten kaufst, notierst du den Preis in Euro. Dann wirst du feststellen, dass Tomaten im Jahresverlauf sehr volatil sind. Vor dieser Volatilität hattest du nie Angst, denn vielleicht ist sie dir aufgefallen und du hast gemerkt, dass der Tomatenpreis gestiegen oder gefallen ist. Aber du wusstest, was du willst und weil du Tomaten wolltest, hast du sie gekauft. Wenn du weißt, was du willst, ist der Preis relativ. Und wenn du dir sicher bist, dass Bitcoin in vier bis acht Jahren 1 Million Euro wert ist, dann sind 100.000 Euro immer noch ein Schnäppchen. Tomaten haben den Nachteil, dass du sie nicht so lange lagern kannst. Bei Bitcoin geht das.