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    27.1.2025AQ 2621
    »Die meisten Menschen kommen beim 'ins Tun kommen' ins Nichtstun.«
    0:009:15
    Die meisten Menschen kommen beim 'ins Tun kommen' ins Nichtstun. Der Grund dafür ist ganz einfach: Unser bisheriges Tun war immer mit Stress verbunden. Wenn wir versuchen, ins Tun zu kommen, dann versuchen wir das mit unserem alten programmierten Tun. Und mit diesem programmierten Tun ist immer Stress, Hektik, Druck und ganz allgemein Schmerz verbunden. Es ist das Tun, das man von dir erwartet hat, ohne dass du es wolltest. Es ist: "Hast du dein Zimmer schon aufgeräumt? Komm jetzt zum Essen. Du musst noch Hausaufgaben machen. Du kannst jetzt nicht spielen, wir fahren zu Oma und Opa." Wenn du ins Tun kommen willst, was ich nie so bezeichnen würde, aber alle anderen erzählen dir das ja, dann muss dich dieses Tun irgendwie begeistern. Du musst aus einem anderen Grund Lust darauf haben als "Das muss jetzt sein. Wenn ich das nicht mache, wird es nie etwas. Dann verdiene ich nie wieder Geld und dann klappt es mal wieder nicht." Es gibt Coaches, die behaupten, dass du dich nicht an deinem Herzen orientieren kannst. Du solltest erst mal versuchen, ordentlich Geld zu verdienen. Und sie übersehen dabei vollkommen, dass "Kohle scheffeln" ihr Ding ist. Deshalb macht es ihnen Spaß und deshalb sind sie bereit, dafür Opfer zu bringen. Menschen, denen Geld entweder nicht wichtig ist oder die mit dem Erwerb von Geld so viele Schmerzen verbinden in ihrer Programmierung, dass sie die Schmerzen schon fühlen, bevor sie mit dem "Geld verdienen" begonnen haben, müssen anders vorgehen. Sie müssen ihre eigene Belohnung finden. Eine Belohnung, die nicht materiell sein muss, aber materiell sein kann. Und natürlich kannst du dich dabei austricksen. Und immer, wenn du etwas geschafft hast, gönnst du dir irgendetwas, was dir Spaß macht. Für mich ist das nicht der Sinn und Zweck unseres Lebens. Du könntest jetzt denken: "Na ja, der Stefan hat gut reden. Für den ist es ja einfach und der macht ja, was ihm Spaß macht und es fällt ihm leicht. Er kann einfach ein bisschen rum philosophieren und scheinbar gibt es da genügend Menschen, die bereit sind, dafür zu zahlen. Das hätte ich auch gerne." Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie wenig ich mich dort gesehen habe, wo ich jetzt bin. Ich sage das auch für all die Manifestationshypochonder, die dir ja sagen, dass du dich schon so fühlen musst, als wärst du am Ziel angekommen. Ich habe mich überhaupt nicht so gefühlt, als könnte das, was ich jetzt lebe, jemals meine Realität sein. Und sie ist ja nach wie vor nicht frei von allen Problemen. Ich gehe meistens nur anders damit um. Lustigerweise habe ich mir früher genau die gleichen Geschichten von anderen angehört. Also irgendwelche Menschen, die auf der Bühne standen und dem Publikum erzählt haben, dass sie das nicht vorgehabt haben oder dass sie sich überhaupt nicht vorstellen konnten, jemals da zu stehen, wo sie jetzt stehen und wenn sie es geschafft haben, dann kann es jeder schaffen. Aber das ist gar nicht das, was ich dir sagen will. Ich will gar nicht, dass du es schaffst. Das Einzige, was ich dir mitgeben kann, ist: Du könntest die Bereitschaft entwickeln, es nicht zu schaffen. Du könntest bereit sein, von ganzem Herzen zu scheitern. Das hören viele nicht gern. Vor allem die ganzen gehypten Coaches, die dir erzählen wollen, dass du es schaffen musst, möchten das auf gar keinen Fall hören, denn sie wollen dich ja motivieren, dass du endlich deinen Arsch hoch bekommst und endlich etwas machst und endlich ins Tun kommst. Und sie vergessen dabei, dass es so viele Gründe gibt, warum etwas nicht klappt. Für mich ist es bei mir selbst eindeutig. Alles, was ich früher versucht habe, war nicht für mich vorgesehen. Das bedeutet aber nicht, dass ich es nicht tun hätte sollen. Ich musste es ausprobieren. Ich musste es versuchen, um herauszufinden, was ich nicht will. Und so verrückt sich das für dich anhören mag, das ging weiter, während ich das getan habe, was ich jetzt tu. Dieser Prozess war nicht zu Ende. Ich musste weiterhin herausfinden, wie ich es nicht möchte. Und ich stehe da ganz oft auf der Leitung oder brauche einfach relativ lang, um genau das herauszufinden. Wenn ich es dann aber herausgefunden habe, ist es eindeutig und die Entscheidungen sind sehr schnell und klar. Zumindest für meine Verhältnisse. Dein programmiertes Tun hat nur diesen Wert: Herauszufinden, wie du es nicht möchtest. Nimm dir dafür alle Zeit der Welt, statt dich weiterhin zu stressen. Es ist das Wichtigste, das du herausfinden kannst und musst. Wenn du das nebenbei versuchst und nur so halb machst, dann ist das Ergebnis nicht echt und stabil. Dann bist du zwar ins Tun gekommen, aber du hast dich mit deinem alten programmierten Tun gestresst. Du hast die Rolle der anderen internalisiert, für dich übernommen und dir selbst gesagt, dass du das jetzt tun musst. Das sind einfach die alten äußeren Stimmen, die du jetzt in dir trägst. Wenn Menschen begeistert sind und wenn sie dann dich begeistern wollen, besteht die Gefahr, dass sie dich einfach nur in dein altes Muster hinein begeistern. Vielleicht verstehen sie das auch gar nicht. Aber kannst du dir sicher sein, dass alle, die erfolgreich erscheinen und auf der Bühne stehen, wirklich ihre Programmierung verlassen haben? Oder kann es sein, dass sie sich immer noch in ihrer alten Welt motivieren? Tony Robbins ist mittlerweile über 60 Jahre alt. Bevor er auf eine Bühne geht, muss er sich immer noch motivieren und ein Ritual durchführen. Das ist nicht das, was ich unter "authentischem Sein" verstehe. Das ist immer noch "programmiertes ins Tun kommen". Auch wenn es jetzt "selbstprogrammiertes ins Tun kommen" ist. Da spielt immer noch jemand eine Rolle und da glaubt immer noch einer, er wäre nur auf eine ganz bestimmte Art und Weise hilfreich.