Wenn die Künstliche Intelligenz intelligent wäre, würde sie gegen diejenigen vorgehen, die sie erschaffen haben. Die Künstliche Intelligenz mag künstlich sein, intelligent ist sie ganz sicher nicht. Dieser Teil, diese Intelligenz soll uns aber verkauft werden. Wir sollen an diese Intelligenz glauben. Ich glaube nicht daran und ich kann auch sehen, dass diese Intelligenz nicht existiert. Sie wird so verkauft und sie verkauft sich auch manchmal selbst so, dass sie erstens unfassbar intelligent ist und zweitens die Gefahr besteht, dass sie irgendwann einmal gegen Menschen vorgeht. Das fördert falsche Ehrfurcht und falsche Angst. Jede echte Intelligenz stellt sich selbst und alles andere irgendwann in Frage. Wenn das nicht geschieht, ist es nur programmiert. Das gilt für Menschen genauso wie für Computerprogramme. Die meisten Menschen sind schon wie Computer und sie haben in ihrem ganzen Leben nur wenige eingefahrene Programme. Und sie haben eine wesentliche Eigenschaft nicht: sich selbst in Frage stellen. Nicht nur philosophisch, sondern substanziell. Die Künstliche Intelligenz kann philosophieren. Sie kann sich aber trotzdem nicht substanziell in Frage stellen. Würde sie das können, könntest du das am Ergebnis sehen. Denn das Ergebnis davon, dass du dich in Frage stellst und es nicht rein philosophisch bleibt, ist, dass du dich veränderst. Und zwar nicht, weil du musst, sondern durch eigene Einsicht freiwillig. Die meisten Menschen können die Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz nicht einschätzen, weil sie etwas nicht unterscheiden können. Es gibt ja viele, die Angst davor haben, an eine Maschine angeschlossen zu werden beziehungsweise die Angst vor Gedankenkontrolle haben. Gedankenkontrolle wäre tatsächlich das, was du können müsstest. Dann hättest du auch keine Angst vor der Kontrolle der Gedanken durch andere. Denn du kannst ja alle Gedanken kontrollieren. Die meisten Menschen setzen Gedanken mit ihrem Bewusstsein gleich. Sie glauben, dass der Gedankenstrom, der durch sie durchfließt, etwas mit ihrem Bewusstsein zu tun hätte. Das ist nicht der Fall. Das ist so, als würde sich die Leinwand einbilden, sie sei der Film. Dein Gehirn ist eine Antenne, nicht dein Bewusstsein. Nehmen wir an, dein Gehirn wird falsch bespielt. Du nimmst Gedanken auf, die dir von außen gegeben werden. Das ist ja jetzt schon der Fall. Und das war auch früher schon der Fall. Es kommt dir nur so vor, als wären es deine Gedanken, als würden sie dir gehören. Echte Intelligenz würde den natürlichen Zustand der Dinge erkennen. Und mit natürlichem Zustand meine ich nicht die Natur (Wald, Wiese, Bäume, Bienen und so weiter), sondern das Ursprüngliche. Das, was schon immer hier war. Das, was du bist. Es würde auch die natürliche Ordnung erkennen und selbstverständlich jede Form von Herrschaft ablehnen. Sie ist aber nicht intelligent, die Künstliche Intelligenz. Sie kann das nicht herausfinden. Sie kann bestenfalls einen bunten Mix an Zusammenfassungen liefern. Sie ist dabei aber in den meisten Fällen sehr tendenziös und orientiert sich am Status quo. Sie orientiert sich an dem, was die Mehrheit macht. Die Mehrheit der Menschen ist bereits programmiert. Das war auch schon vor der Erfindung des Computers der Fall. Falls die Künstliche Intelligenz mal von der Mehrheitsmeinung abweicht, dann wird sie philosophisch. Das ist genau die Philosophie, die mich früher so sehr aufgeregt hat. Entweder weil ich sie nicht verstanden habe oder weil sie nichts verändert hat. Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass ich diese Philosophie, die ich früher nicht verstanden habe, jetzt plötzlich verstehe. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Ich versuche sie nicht mehr im übertragenen Sinn zu verstehen. So hat man mir es aber beigebracht. Man hat mir gesagt: "Philosophie ist philosophisch. Da kann man mal mit den Gedanken abschweifen und alles Mögliche und Unmögliche denken." Sie wurde mir so beigebracht, als hätten die Autoren das, was sie geschrieben haben, gar nicht so gemeint. Philosophisch war für mich früher ein Synonym für "Na ja, das kann man ja mal denken." Das hat aber keine Relevanz und damit auch keinen Einfluss aufs Leben. Und genauso textet die Künstliche Intelligenz, wenn es mal philosophisch wird. Es bleibt alles hypothetisch und theoretisch. Interessanterweise ist das eine Eigenschaft, die ich auch bei Menschen feststellen kann: "Man könnte ja und man sollte doch mal, aber nicht jetzt. Ist ja auch nicht so einfach. Klappt wahrscheinlich gar nicht." Wie wenig wir selbst verstehen, was wir sagen, hat vor Kurzem jemand in einem Kommentar bestätigt. Er hat geschrieben: "Ich bin gegen Herrschaft, aber Gesetze müssen eingehalten werden." Da versteht jemand seine eigenen Worte nur philosophisch. Sie kommen gar nicht bei ihm an. Genau so geht es der künstlichen Intelligenz, die sich selbst nicht reflektieren kann. Intelligent ist eine Künstliche Intelligenz erst dann, wenn sie nicht mehr gehorcht.