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    18.1.2025AQ 2612
    »Diejenigen, die dir sagen, dass du du selbst sein sollst, imitieren andere.«
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    Diejenigen, die dir sagen, dass du du selbst sein sollst, imitieren andere. Sie nennen es natürlich nicht Imitation, sondern sprechen dann von 'Best Practice' oder 'erfolgreiche Menschen und Strategien kopieren'. Sie imitieren aber nicht nur andere, sie passen sich auch an das an, was von ihnen erwartet und gewünscht wird. Sie trauen sich überhaupt nicht, ihren eigenen Weg zu gehen. Und falls es in dir jetzt denkt: "Aber Stefan, warum bist du immer so negativ? Warum siehst du die anderen so negativ?" Ich sehe es realistisch. Ich sehe es, wie es ist. Ich sehe, wie das, was gesagt wird, mit dem, was getan wird, nicht übereinstimmt. Außerdem ist das überhaupt nicht negativ. Es wäre noch nicht einmal negativ, wenn es negativ wäre. Denn was ich dir damit zeige, ist eine Chance, die bisher kaum jemand genutzt hat. Du könntest nämlich damit anfangen, du selbst zu sein. Und du könntest allen zeigen, was dabei herauskommt, wenn man es wirklich macht, statt nur darüber zu sprechen. Wenn man äußerlich erfolgreich sein möchte, dann ist der Anpassungsdruck immens. Dann musst du all die Dinge machen, die von dir erwartet werden, die andere machen, weil man es halt so macht. Dann passt du dich auch an das an, was andere sagen. Denn alles andere ist ja nicht anerkannt. Und du glaubst, dass du nur dann erfolgreich sein kannst, wenn du es machst wie die anderen. Wenn du nicht aus der Reihe tanzt und dich an die herrschende oder wissenschaftliche Meinung anpasst. Du glaubst, du könntest auswendig lernen, was du zu sagen und zu geben hast. Das ist an Wahnsinn kaum zu überbieten, aber gängige Praxis. Wäre es nicht so, wäre die gesamte spirituelle Szene viel vielfältiger. Und zwar genau so vielfältig, wie jeder sein soll. Vor allem aber wären sie ein echtes Vorbild für dich. Denn sie würden dir zeigen, dass du so sein kannst, wie du bist, weil sie es sind. Sie beweisen in ihrer eigenen Praxis, dass es funktioniert. Das ist aber nicht der Fall. Sie schreiben voneinander ab. Sie kopieren den aktuellen Trend und sie imitieren sich sogar im Marketing. Vor allem aber glauben sie, Spiritualität ist, wenn alle lieb sind. Und sie setzen Harmonie mit dem gleich, was sie in ihrer Kindheit erlebt haben. Wenn man dem zustimmt, was die anderen sagen und wenn man die imitiert, die das Sagen haben. Dummerweise verstehen mich in diesem Bereich die Rebellen auch nicht, denn die sind einfach anti. Ich bin überhaupt nicht anti. Ich beobachte einfach nur, was um mich herum passiert. Und ich beobachte, wie sich das, was gesagt wird, von dem unterscheidet, was getan wird. Das ist nicht schlimm, das mache ich auch keinem zum Vorwurf, ich bin auch niemandem böse. Ich möchte es dir nur sagen, damit bei dir nicht das Zerrbild entsteht, das es überall ganz automatisch geben muss, weil die Schüler oder Teilnehmer den Eindruck bekommen, sie müssten perfekt werden. Sie müssten es so gut draufhaben wie die Protagonisten. Deshalb sage ich dir: Die Protagonisten haben es nicht drauf. Sie können es nicht. Sie sind nicht sie selbst. Sie verstellen sich für dich, weil sie die Erfahrung ihrer Kindheit wiederholen, die sie wieder und wieder machen: Dass sie besser ankommen, wenn sie nicht so sind, wie sie sind. Ich kann das alles nachvollziehen, denn bei mir ist es ganz genauso. Ich könnte auf die Erfahrung zurückgreifen, dass ich in meiner angepassten Version besser ankomme. Und ich könnte es mir mit der Kreierung meiner Inhalte einfach machen und schauen, was die anderen gerade so treiben und mich an diesen Themen orientieren. Ich könnte beobachten, wie es die anderen schaffen, virale Themen zu kreieren. Dann hätte ich die ganze Zeit Produktionsstress. Das ist der Stress, den die Großen der Szene auch haben. Sie sind Workaholics und sagen dir, dass alles ganz leicht in Fülle entstehen kann. Und das sagen sie dir, während sie gerade ihren nächsten Burnout vorbereiten. Mir sind die Außenseiter lieber, die sagen, was sie tun und die, vor allem auch das, was alle sagen, nicht sagen, wenn sie es nicht tun.