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    10.1.2025AQ 2604
    »Anarchie ist nur der Wegfall der unnatürlichen Ordnung.«
    0:005:57
    Anarchie ist nur der Wegfall der unnatürlichen Ordnung. Anarchie entsteht nicht, sie kommt nur zum Vorschein. Sie kommt immer dann zum Vorschein, wenn die unnatürliche Ordnung wegfällt. Anarchie ist keine Entwicklung. Es ist auch kein Konzept, kein System und kein Programm. Es ist das, was bereits hier ist, wenn Systeme, Konzepte und Programme wegfallen. Und das ist eine vollkommen normale, dir schon immer innewohnende Moral und natürliche Ordnung. Diese Ordnung tritt ein, wenn Herrschaftsglaube und Obrigkeitshörigkeit wegfallen. Anarchie ist also nicht von den Herrschenden oder von der Obrigkeit abhängig, sondern von denen, die an Herrscher und Obrigkeit glauben. Solange jemand daran glaubt, wird seine ihm innewohnende natürliche Moral und Ordnung von einem Programm überschrieben, das ein System erschafft. Deshalb genügt die Deinstallation oder Deprogrammierung des Bestehenden, um das Ursprüngliche wieder sichtbar zu machen. Daraus ergibt sich auch ganz automatisch, dass du für Anarchie nicht kämpfen kannst. Einige der Anarchisten sehen das anders. Tatsächlich ist Anarchie die Folge von Spiritualität. Natürlich nur dann, wenn es echte Spiritualität ist und nicht der vorherrschende Mainstream. Echte Spiritualität ist immer Deprogrammierung. Dazu muss einem als Erstes auffallen, wie relativ die bestehenden Regeln sind. Und dann fällt einem auf, wie absolut die bereits vorhandene natürliche Moral ist. Sie ist nicht verhandelbar und deshalb kann man auch nicht darüber streiten. Wenn man streitet, versucht man das bestehende System mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen und dadurch zum natürlichen System zurückzukehren. Das kann natürlich nicht funktionieren, denn solange ich die Methoden des Systems verwende, unterstütze ich das System. Wenn die Anarchisten wüssten, dass Anarchie das Ergebnis von Spiritualität ist, könnten sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Das Wesentliche ist die eigene spirituelle Entwicklung und es ist wesentlich, nicht auf andere zu warten, sondern selbst voranzugehen. Einige tun das auch schon. Wenn sie es nicht tun, dann nimmt das mitunter absurde Züge an, denn dann wollen sie zum Beispiel Menschen, die obrigkeitshörig sind, einhämmern, dass Obrigkeitshörigkeit falsch ist. Sprich, sie wollen eine Obrigkeit sein, die anderen sagt, was sie zu glauben und zu denken haben. Tatsächlich müssten sie zwei Dinge tun. Das Erste ist: Wahrzunehmen, was sie fühlen, wenn andere obrigkeitshörig sind. Und im zweiten Schritt dann die Entscheidung treffen, ob sie noch in deren Nähe sein wollen. Und falls sie zu dem Ergebnis kommen, dass sie nicht mehr in deren Nähe sein wollen, sich abzuwenden. Also alles Dinge, die wir so nicht gelernt haben, die aber tatsächlich schon immer in uns sind. Das ist gelebte Anarchie, weil es gar nicht anders geht. Es ist dein ursprünglicher Zustand. Du fühlst und du entscheidest und dann tust du. Für all das ist kein Gesetz und kein Herrscher notwendig. Es braucht noch nicht einmal die anderen, die mitmachen. Es genügt ein Einziger und dieser Einzige bist du. Jede Abhängigkeit besteht nur über deinen Emotionalkörper. Sprich, über deine Gefühle. Und wenn du die bearbeitest, was bedeutet, sie zu fühlen, kommt das zum Vorschein, was schon immer hier war. Die einen nennen das Anarchie, die anderen Spiritualität. Es ist das Gleiche. Es ist deine Natur. Anarchie ist: Frei von äußerer Herrschaft. Und Spiritualität ist: Frei von der Herrschaft des Verstandes.