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    11.12.2024AQ 2574
    »Du brauchst nicht ans Universum glauben, solange du das Universum in dir nicht erforscht hast.«
    0:007:32
    Du brauchst nicht ans Universum glauben, solange du das Universum in dir nicht erforscht hast. Überall findet sich die gleiche Tendenz. In den Religionen genauso wie in der Spiritualität. Der Verstand geht nach außen. Er spricht von Gott und vom Universum. Und er spricht darüber ohne die geringste Ahnung. Das heißt, weder es gibt das Universum, noch es gibt das Universum nicht. Es heißt auch nicht: Es gibt Gott oder es gibt Gott nicht. Es bedeutet: Glaube ist kein Wissen. Menschen glauben aber gerne, wenn sie es nicht wissen. Denn Glauben ist bequemer. Für einen Glauben brauchst du keinerlei Erfahrung. Um etwas zu wissen, musst du es in Erfahrung bringen. Oder besser gesagt, du musst dich in die Erfahrung bringen. Und dafür hat kaum jemand die Zeit. Wir sind beschäftigt mit Geldverdienen und weil uns das stresst, lenken wir uns in unserer Freizeit mit Blödsinn ab. Außerdem wollen wir nichts erfahren, denn eine Erfahrung beinhaltet immer das Risiko von Schmerz. Und Schmerz ist das Letzte, das wir fühlen wollen. Also glauben wir lieber. Der Glaube ist die bequeme Abkürzung. Glauben kannst du auch nicht diskutieren und du solltest ihn nicht diskutieren, denn Glauben ist einfach eine Überzeugung. Überzeugungen ohne Erfahrung sind leer und deshalb dummerweise fanatisch. Fanatismus ist die Energie, die notwendig ist, damit du von etwas ohne eigene Erfahrung überzeugt bist, damit du an etwas glaubst. Und während die meisten Menschen glauben, wir wachsen ohne Fanatismus auf, ist das Gegenteil der Fall. Denn alles, was wir wissen, glauben wir. Wir kennen nichts aus unserer eigenen Erfahrung, wovon wir überzeugt sind. Denn mit eigener Erfahrung braucht es keine Überzeugung und eigene Erfahrung macht auch jede Überzeugungsarbeit überflüssig. Denn du weißt ja, dass du niemanden überzeugen kannst, weil du selbst nicht überzeugt werden musstest. Du hast es erlebt. Dadurch weißt du es. Du weißt es nicht aufgrund von Überzeugungsarbeit und falls doch, weißt du es nicht, sondern bist überzeugt. Überzeugung ohne Wissen, ohne eigene Erfahrung ist immer Fanatismus. Ganz egal, worüber die Menschen sprechen. Selbst dann, wenn sie über das Universum sprechen. Gerade dann. Die Menschen sind vom Universum in sich selbst überfordert, sprechen aber über das unendliche Universum außerhalb von ihnen. Merkst du langsam, wie absurd das ist? Und wenn dein Verstand spirituelle Kapriolen schlägt, dann nennst du das halt die Kommunikation mit der geistigen Welt. Wir sind überfordert damit, in uns zu gehen. Wir brauchen extra eine Zeit dafür. Wir müssen Yoga machen oder meditieren, damit wir bei uns sind und das Universum in uns erforschen können. Wir können das nicht im Alltag, denken von uns aber, dass wir wahnsinnig spirituell sind, weil wir einmal am Tag meditieren und weil wir wissen, ist gleich glauben, dass das Universum für uns sorgt. Und dabei labern wir einfach nur irgendeinen Bullshit von irgendeinem Spiri nach. Und falls dein Verstand jetzt durchdreht: Ja, ich will dir deinen Glauben nehmen, um dich in deine Erfahrung zu führen. Denn deine Erfahrung hat mit deinem Glauben nichts zu tun. Dein Glauben ist eine Übersprungshandlung und eine Ausweichreaktion, um nichts erfahren zu müssen. Denn Erfahrung bedeutet immer Gefühle und Gefühle sind immer ein Risiko. Selbstverständlich kann ich dich gar nicht in deine Erfahrung führen. Das musst du selbst machen. Ich kann dir nur sagen, dass wir es bisher falsch gemacht haben. Glauben und Überzeugungen sind das Schlimmste, was der Mensch je hervorgebracht hat. Auf ihrer Basis entstehen alle Konflikte. Jeder Krieg benötigt einen Glauben und Überzeugungen. Glauben und Überzeugung sind damit das Unspirituellste, das es gibt. Denn beide existieren nur unbewusst. Im Licht deines Bewusstseins und deiner gelebten Erfahrung schmilzt Glauben wie Eis in der Sommersonne. Und Überzeugungen spielen überhaupt keine Rolle mehr.