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    5.12.2024AQ 2568
    »Je mehr du mich als Freund gewinnen willst, desto mehr verlierst du mich als Lehrer.«
    0:004:59
    Je mehr du mich als Freund gewinnen willst, desto mehr verlierst du mich als Lehrer. Das heutige Zitat ist nichts fürs Ego und deshalb gibt es auch die Einleitung nur im internen Bereich. Je mehr du mich für irgendetwas anderes willst als das, was jetzt schon hier ist, desto mehr wird das, was hier ist, reduziert. In dir. Nicht in mir. Du reduzierst es durch dein Begehren und deine Wünsche. Mehr zu wollen, als jetzt bereits hier ist, bedeutet immer auch wegzuwollen von dem, was bereits ist. Denn dadurch wird das, was bereits ist, von deiner Gier verdrängt. Etwas, was jetzt nicht genügt, kannst du gar nicht wahrnehmen. Denn du hast immer im Hinterkopf, dass es sich noch verändern muss. Dieser Drang sorgt dafür, dass du abgelenkt bist, abgelenkt vom Wesentlichen, das wirken würde, wenn du es zulassen würdest. Ein spiritueller Lehrer kann nur dann wirken, wenn du frei von einer Agenda bist. Solange du etwas von ihm erwartest, wirkt es nicht oder es wirkt so, wie es nicht gedacht ist. Das Ego will immer mehr. Deshalb kann es nicht hier sein. Es ist mit dem, was es bekommt, nie zufrieden. Es produziert immer weitere Wünsche, Sehnsüchte und Träume. Wenn du diese Wünsche, Sehnsüchte und Träume gegenüber einem spirituellen Lehrer entwickelst, dann sind sie doppelt an der falschen Stelle. Erstens, weil sie nie hilfreich sind. Und zweitens, weil der spirituelle Lehrer derjenige ist, der dich darauf hinweist, dass sie nicht hilfreich sind. Sehnsüchte und Träume in dir verfälschen alles, was der Lehrer sagt. Dein Ego entführt die Lehre des Lehrers. Die Lehre wird vom Ego in Besitz genommen. Der grundlegende Fehler liegt darin, dass wir Liebe falsch interpretieren. Und da es in der Spiritualität öfter zu diesen Gefühlen kommt, ist sie prädestiniert für Missverständnisse. Wenn wir Liebe fühlen, gehen wir davon aus, dass sie von einem anderen ausgelöst wurde. Da wir auch Liebe nicht pur fühlen können, projizieren wir sie auf einen Menschen. Tatsächlich ist sie in uns. Jeder gute Lehrer möchte dich auch genau darauf hinweisen: auf die Liebe in dir. Diese Liebe ist unabhängig von anderen. Immer. Es ist ein Fehler in unserem Programm, dass wir Liebe in ein Begehren verwandeln. Das Gefühl der Liebe ist bereits die Erfüllung. Erfüllter als Liebe zu fühlen, wird es nicht mehr. Nur das Ego hat die Idee, dass durch mehr und näher noch mehr daraus wird. Es wünscht sich immer eine Steigerung. Es ist nie zufrieden, nicht einmal mit dem Gefühl der Liebe.