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    4.12.2024AQ 2567
    »Jeder, der seine Wünsche unter Kontrolle hat, ist reich.«
    0:006:37
    Jeder, der seine Wünsche unter Kontrolle hat, ist reich. Falls du glaubst, dass dich die Erfüllung deiner Wünsche glücklich macht, kannst du an der Erfüllung deiner Wünsche von zwei Seiten aus arbeiten. Du kannst dir deine Wünsche erfüllen oder du kannst deine Wünsche reduzieren. Die erste Variante halten wir alle für absolut relevant und unausweichlich. Wir sind davon überzeugt, dass die Erfüllung unserer Wünsche der einzige Weg zum Glück sei. Und das, obwohl wir bereits des Öfteren eines Besseren belehrt wurden. Wir wissen, dass es nicht stimmt. Wir wissen, dass uns erfüllte Wünsche nicht konstant glücklich machen. Sonst würde es ja genügen, uns einen einzigen Wunsch zu erfüllen und schon wären wir für immer glücklich. Da das noch niemandem passiert ist, gehe ich davon aus, dass es nicht stimmt. Trotzdem halten wir kollektiv an dieser Illusion fest. Als wären wir eine Art Wunscherfüllungsmaschine, die sich ständig neue Wünsche erfüllen muss, damit sie überhaupt halbwegs glücklich ist. Wir verhalten uns also wie eine Maschine, obwohl wir keine sind. Unser Ego, das die Wünsche produziert, will das unter keinen Umständen wahrhaben und holt zum Gegenschlag aus, sobald du ihm sagst: "Wir könnten doch mal die Wünsche reduzieren." In diesem Moment malt es dir das depressivste aller Leben an die Wand. Es prophezeit dir, dass du ohne die Erfüllung sämtlicher Wünsche niemals glücklich sein kannst. Was, wenn das hier ein Glücksexperiment ist? Es gibt so viele verschiedene Menschen in so vielen verschiedenen Lebenssituationen und unter so vielen verschiedenen Umständen, dass man die Grundlage von Glück sehr gut herausfinden kann. Vielleicht ist diese Erde genau dafür da? Möglichst viele verschiedene Umstände kreieren, um herauszufinden, was die Grundlage von Glück ist. So stellt es sich für mich in diesem Moment dar. Falls es in deiner Region oder maximal in deinem Land so wirkt, als wären alle Umstände gleich oder zumindest ähnlich, brauchst du nur ein bisschen ins Ausland gehen und vielleicht auch einmal außerhalb von Europa reisen und schon merkst du, dass es ganz anders ist. Da du dich immer mitnimmst, projizierst du aber auch dein Verständnis von Glück und Unglück auf diese Welt. Also auf die Welt, die jetzt, weil du im Ausland bist, ganz anders ist. Du interpretierst deine Bedingungen für Glück auf die Menschen, die in dieser Welt leben. Und das machst du meistens, ohne sie zu fragen. Du willst auch gar nicht eines Besseren belehrt werden, denn dann müsstest du ja vielleicht deine eigene Definition von Glück in Frage stellen. Dein Ego ist aber ein sturer Bock, der keines Besseren belehrt werden will. Es will keine neue Sichtweise auf die Welt und vor allem will es keine neue Sicht auf dein Glück. Es will die Illusion aufrechterhalten, dass dein Glück von der Erfüllung deiner Wünsche abhängt. Das ist das eigentliche Hamsterrad. Das Hamsterrad ist nicht da draußen in der Welt, die dir vorschreibt, wie du zu sein hast, was du zu tun hast und wann du glücklich sein kannst. Dieses Hamsterrad ist eine Überzeugung in dir. Es sagt dir, was du tun musst und wann du es tun musst. Und es kennt keine Alternative. Damit kann es dich endlos stressen und dir sagen, dass es nicht möglich ist, deine Wünsche zu reduzieren. Dabei geht es noch nicht einmal um die Reduktion deiner Wünsche. Ich habe gesagt: "Jeder, der seine Wünsche unter Kontrolle hat, ist reich." Einen Wunsch unter Kontrolle zu haben, bedeutet nicht, dass er nicht existieren darf. Es bedeutet, dass du dich nicht stresst, falls du dir einen Wunsch nicht erfüllen kannst. Das ist ein immenser Unterschied zu: "Oh, ich darf keine Wünsche mehr haben. Der Stefan will mir alles nehmen." An diesem Beispiel kannst du sehr gut sehen, wie der Verstand gar nicht verstehen kann, weil er dich über deine Emotionen gefangen hält. Und das schafft er, obwohl die Emotionen im Zusammenhang mit Wünschen immer die gleichen sind.