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    30.11.2024AQ 2563
    »Die größte Veränderung, die du jemals erleben kannst: Keine Veränderung mehr zu wollen.«
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    Die größte Veränderung, die du jemals erleben kannst: Keine Veränderung mehr zu wollen. Der Drang nach Veränderung scheint einer unserer größten Antriebe zu sein. Es ist aber nicht nur der größte Antrieb, sondern auch der, der von uns am wenigsten hinterfragt wird. Jeder andere Antrieb hat seinen Gegenspieler. Wir kennen Enthaltsamkeit aus jedem anderen Bereich, außer aus dem Bereich der Veränderung. Beziehungsweise besser gesagt, der Gegenspieler zur Veränderung wird negativ interpretiert. Wir nennen diesen Gegenspieler Lethargie oder Depression und beides ist nicht positiv besetzt. Es läuft der größten gesellschaftlichen Strömung, dem Wunsch nach Veränderung diametral entgegen. Es gibt kaum jemanden, der unterschreiben oder bestätigen würde, dass die Abwesenheit von Veränderungsdrang etwas Positives ist. Wir glauben, dass wir uns nur dann positiv entwickeln, wenn wir diesen Veränderungsdrang haben. Tatsächlich lähmt uns der Veränderungsdrang. Denn er äußert sich ja dadurch, dass er uns sagt, wir hätten uns mal wieder nicht genügend verändert oder wir müssten uns noch viel mehr anstrengen, damit wir uns viel mehr verändern. Dieser Gedanke baut dann wieder starken Druck in uns auf und sorgt dafür, dass sich nichts verändert. Denn den Druck, den kennen wir schon. Wir kennen ihn aus vielen anderen Bereichen und trotzdem wollen wir ihn nicht verändern. Wir haben ihn jetzt schon so lange und wir glauben immer noch, dass er unsere Rettung wäre. Er macht uns innerlich fertig und wir setzen trotzdem immer noch auf ihn. Dabei merken wir nicht, dass wir diesen Druck aus purer Gewohnheit kultivieren. Der Druck, uns verändern zu müssen, ist die einzige Konstante in unserem Leben. Eine Konstante, die eben nicht zu Veränderung führt. Wenn wir uns echte Veränderung wünschen, dann sollten wir es einmal damit versuchen, uns keine Veränderung mehr zu wünschen. Doch irgendetwas in uns lässt genau das nicht zu. Und wir glauben tatsächlich, dass es dieser Teil gut mit uns meint. Das ist der Teil, der alles falsch interpretiert und falsch in die Zukunft fortschreibt. Er geht davon aus, dass der Wegfall des Veränderungsdrangs zu Depression führt und er glaubt, dass diese Depression etwas Schlechtes ist. Das glaubt er, bevor er es untersucht hat. Und er glaubt es auch, bevor er weiß, was wirklich daraus entsteht. Er kann sich nicht vorstellen, dass der Veränderungsdruck wegfallen kann und trotzdem noch Veränderung stattfindet. Dieser Teil hat es einfach nie zugelassen, dass du es genauestens untersuchst. Denn seine Annahmen halten deiner Untersuchung nicht stand. Seine Annahmen sind unüberprüft und deshalb falsch. Veränderung braucht keinen Druck. Sie findet selbst dann statt, wenn du sie nicht beobachten kannst. Im Wegfall des Veränderungsdrucks geschieht die größte Veränderung und der Veränderungsdruck kann durch Veränderungslust ersetzt werden. Das geht aber erst, wenn du es schaffst, auch einmal ohne Veränderung zu sein. Das ist die größte Veränderung.