Für alle, die das Wort 'Praxis' nicht verstehen: Das ist, wenn man etwas tut, statt darüber nachzudenken, dass man es tun könnte oder wie es wäre, wenn man etwas tun würde. Falls dieses Zitat für dich absurd wirkt, dann ist deine Beobachtungsfähigkeit eingeschränkt. Dir ist nicht klar, wie oft du über etwas nachdenkst, statt es zu tun. Oder du denkst, es ginge dabei nur um die positiven Dinge. Tatsächlich beschäftigen wir uns ganz oft rein gedanklich mit dem, was wir nicht tun wollen, weil wir es ablehnen. Das passiert zum Beispiel häufig bei meinen Zitaten zum Thema Bitcoin. Die werden mit Lach- oder Grübelsmilies kommentiert, zum Beispiel weil ich schreibe, dass drei Stunden Praxiskurs 1000 Stunden Bitcoin-Studium ersetzen. Viele Menschen können sich das nicht vorstellen, weil wir es gewöhnt sind, in den Verstand zu gehen, wenn wir etwas Neues kennenlernen. Wir wollen es ergründen, indem wir darüber nachdenken. Das geht nicht. Es ist schlicht und ergreifend unmöglich. Ergründen kannst du etwas nur, wenn du es erlebst. Für einen anständigen Deutschen ist das geradezu undenkbar. Das kann er sich nicht vorstellen. Und deshalb sitzt er da und zerdenkt es. Und nur deshalb können die Medien jeden Schwachsinn schreiben und er glaubt es. Denn alle Journalisten leben genau wie er in der Theorie. Es gibt nur wenige, die eine echte Praxiserfahrung vorweisen können. Und das merkst du. Denn das kannst du fühlen. Die berichten nämlich ganz anders. Ein Mensch mit Praxiserfahrung kann nicht dem Mainstream folgen. Das ist vollkommen unmöglich. Das geht nur bei gedankenverblödeten Menschen, die ausnahmsweise einmal eine Praxiserfahrung machen, um dann sofort wieder in ihren Verstand zurück zu flüchten. Menschen mit konstanter Bereitschaft und konstanter Praxiserfahrung können nicht in den Verstand zurück, weil sie die Diskrepanz erkennen zwischen Gedanken und Praxis. Die Gedanken machen dir Angst und die Praxis zeigt dir, dass es doch immer irgendwie funktioniert hat. Und zwar selbst dann, wenn du währenddessen Angst hattest. Der Theoretiker empfindet das als Angriff auf seinen göttlichen Verstand. Ich habe aber nicht gesagt, dass du nie wieder denken darfst. Ich habe nur gesagt, dass du dir mit drei Stunden Praxis 1000 Stunden Studium sparen kannst. Du bist frei und kannst so viel denken, wie du willst. Aber du könntest auch frei sein, um zu überprüfen, was dir das Denken bisher gebracht hat. Und du könntest auch einmal etwas Neues ausprobieren, indem du es erst machst und dann darüber nachdenkst statt umgekehrt. Und nur weil ich die Arschlochkapazitäten des Verstandes kenne, der bei solchen Zitaten immer die Extrembeispiele heranzieht: Nein, es geht in diesem Fall nicht um die extremen und gefährlichen Beispiele! Über die musst du übrigens in der Regel nicht nachdenken, sondern die fühlst du. Du fühlst sie als echte Angst im Körper. Wovon ich spreche, sind weit über 99 % der Fälle, in denen keine echte Gefahr droht. Zum Beispiel bei Krypto. Ja, es besteht die Gefahr, dass du Geld verlierst. Aber das ist kein echtes Problem. Es ist keine Lebensgefahr. Aber dein Verstand tut so, als wäre dein Leben in Gefahr. Wenn du einmal bereit warst, den Verlust von Geld zu erleben und in der Praxis zu fühlen, dann realisierst du, dass es gar nicht so schlimm ist, wie du bisher gedacht hast. Und immer dann, wenn etwas seinen Schrecken verliert, meisterst du es. Solange es dir Angst macht und du deshalb darüber nachdenkst, hast du es nicht gemeistert. Deshalb sind die Theoretiker keine Meister. Sie kennen es nicht aus dem eigenen Erleben und können deshalb gar nicht darüber sprechen, tun es aber trotzdem. Sie leben damit die Definition eines törichten Narren. Solche Menschen solltest du niemals um Rat fragen und du solltest selbst keiner sein.