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    25.11.2024AQ 2558
    »Gesetze sind illegal.«
    0:008:19
    Gesetze sind illegal. Du hast richtig gelesen oder gehört. Das, woran du dich orientierst, um im Rahmen der Legalität zu bleiben, ist bereits illegal. Jedes Gesetz ist bereits Unrecht. Es ist Unrecht, weil es gegen deine Natur geht. Deine Natur ist folgende: Du brauchst kein Gesetz. Du willst nämlich von dir aus niemandem etwas antun, was du selbst nicht erleben willst. Ein Gesetz ist bereits die Initiierung von Gewalt. Damit macht ein Gesetz das, wovor es dich angeblich schützen soll. Im Extrem ausgedrückt bedeutet das: "Ich bewahre dich davor, erschossen zu werden, indem ich dich hänge." Gesetze beziehungsweise diejenigen, die sie erlassen, gehen davon aus, dass der Mensch schlecht ist. Und um Gesetze rechtfertigen zu können, muss man den Menschen genau das sagen. Gesetze führen also dazu, dass man den Menschen einreden muss, sie seien schlecht und nur Gesetze könnten sie voreinander schützen. Ein Gesetz schützt dich aber überhaupt nicht vor einer für dich unerwünschten Tat. Ein Gesetz wickelt nur die angeblich notwendigen Folgen davon ab. Diese Folgen sind frei erfunden. Außerdem bringen sie dir nichts. Denn welchen Wert hat die Bestrafung der Täter, wenn die Tat bereits vollendet ist? Gesetze versetzen Menschen automatisch in den Status von Verdächtigen, also potenziell Illegalen. Und das ist höchst verwerflich und unmoralisch. Sie kommen dabei immer fürsorglich daher. Man sorgt sich ja nur um deine Sicherheit und man will doch nur deine Freiheit schützen. Und man schützt deine Freiheit durch einen Berg von einschränkenden Gesetzen. Man treibt den Teufel mit dem Beelzebub aus und checkt das noch nicht einmal. Und selbst die davon Betroffenen verstehen es nicht und verteidigen die illegalen Gesetze. Man hat ihnen nämlich eingeredet, dass ohne Gesetze ihre Freiheit, ihre Sicherheit und ihr Hab und Gut sowie ihr Vermögen in Gefahr ist. Und ich verstehe dich, wenn du jetzt denkst: "Ja, aber Stefan, ohne Gesetze, wo kämen wir denn da hin?" Das ist ja wahrscheinlich auch ein längerer Prozess, bis wir da hingekommen sind, wo wir jetzt sind. Aber lass mal diese Gedanken kurz beiseite und wende dich einer sehr einfachen Frage zu. Welches Menschenbild muss jemand haben, der Gesetze erfindet? Stell dir dazu einfach vor: Es gibt noch keine Staaten, es gibt keine Regierungen und deshalb auch keine Gesetze. Und jetzt kommt jemand, der erfindet Gesetze. Wie muss der drauf sein? Welches Bild hat er von anderen? Und welches Bild muss er von sich selbst haben? Glaubst du wirklich, dass er denkt: "Vor dem Gesetz sind alle gleich. Und wenn ich einen Fehler mache, dann unterwerfe ich mich meinen eigenen Gesetzen!"? Und wenn du das glaubst, würdest du das tun, wenn du deine eigenen Gesetze entwirfst? Oder würdest du zumindest davon ausgehen, dass du der einzige Gute hier bist? Oder wäre es sogar so, dass du diese Gesetze ja nur deshalb erfindest, weil du dich vor den anderen schützen willst? Und nur falls du immer noch Angst hast und deshalb der Meinung bist, Gesetze seien etwas Gutes: Geh mal von dir aus. Brauchst du Gesetze? Würdest du anderen schaden, wenn es nicht verboten wäre? Und führt dieses Verbot, anderen zu schaden, tatsächlich dazu, dass niemandem mehr geschadet wird? Ich vermute, dass du keine Gesetze brauchst. Da bist du nicht der Einzige. Denn jeder, der das hört, würde das sagen. Genau wie du. Und trotzdem haben alle Angst vor den anderen. Gesetze sind also nur notwendig, weil Menschen, die anderen nicht schaden wollen, Angst haben vor anderen Menschen, die Menschen nicht schaden wollen. Um Gesetze einführen zu können, brauchst du also eine ganz einfache Zutat. Diese Zutat heißt Angst. Menschen mit Angst werden Gesetze verteidigen. Sie werden sie als Recht empfinden. Tatsächlich ist jedes künstlich geschaffene Recht Unrecht. Die Initiierung von Gewalt durch Gesetze sorgt für weitere Gewalt und legitimiert dadurch das Gesetz. Es bestätigt sich selbst durch das, womit es begonnen hat. Doch du bist nicht so. Du willst unabhängig von dem Gesetz keine Gewalt initiieren. Man hat dir eingeredet, du seist anders, als du tatsächlich bist. Und diese Überzeugung macht Gesetze notwendig.