Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    20.11.2024AQ 2553
    »Am tiefsten Punkt gibt es nur noch Hingabe an die Ohnmacht.«
    0:007:10
    Am tiefsten Punkt gibt es nur noch Hingabe an die Ohnmacht. Das heutige Zitat ist zum Teil durch eine Antwort an einen Kongressveranstalter entstanden. Ich habe die Antwort nicht abgeschickt. Sie war meine Reaktion auf einen so offensichtlichen Widerspruch, dass ich es ansprechen wollte. Das Kongressmotto war wie so oft etwas zum Thema: Neue Erde, neues Bewusstsein. Und in der E-Mail wurde ich um mein Ehrenwort für das Kongressverständnis gebeten. Und das Kongressverständnis war ein längerer Text darüber, was der Kongress für mich tut und welche Pflichten ich als Sprecher habe. Darauf hätte ich fast Folgendes geantwortet: "Ich verstehe den Wunsch des Verstandes, für Struktur zu sorgen. Doch so wird das nichts mit der neuen Erde. Die neue Erde ist nämlich schon hier. Sie lebt in uns als unsere Seele. Die Seele wird nicht dadurch zum Ausdruck gebracht, dass wir ihr vorschreiben, wie sie sich zu verhalten hat. Wir müssen sie freilassen. Nicht ein bisschen frei. Nicht halb frei. Noch nicht einmal ein klitzekleiner Kompromiss. Unsere Seele muss vollkommen frei sein. Nur dann kann sie sich entfalten. Solange wir unseren Verstand dreinquatschen lassen und ihr Vorschriften machen, kann sie sich nicht entfalten. Deshalb sind so viele Lehrer nur Lehrer geworden, weil sie den tiefsten Punkt erreicht haben. Am tiefsten Punkt gibt es keine Bedingungen mehr. Am tiefsten Punkt gibt es nur noch Hingabe an die Ohnmacht. Deshalb hat es keinen Wert, wenn wir unsere Worte ändern und statt 'müssen', 'erwarten' und 'wollen' nur noch von 'dürfen', 'wünschen' und 'können' schreiben. Wir müssen es wirklich in uns leben." An diesem Punkt habe ich aufgehört zu schreiben und es mir zumindest als Aufwachquickie abgespeichert. Ich erlebe das hinter den Kulissen regelmäßig. Vor den Kulissen wird gehofft, gewünscht, geträumt und gebetet für eine bessere Welt. Es wird davon gesprochen, wie wir aufsteigen und wie wir unseren Teil zu diesem Aufstieg beitragen können. Hinter den Kulissen treffe ich alle alten Methoden, die es gibt. Vom Marketing bis zu den Erwartungen an die Sprecher. Das ist alles die alte Welt, weil alles mit Wollen, mit Druck und Stress verbunden ist. Die Absichten, die mit dem Kongress verfolgt werden, die Hoffnung, damit bekannt zu werden und Geld zu verdienen, als Experte anerkannt zu sein oder zumindest die Investition ins Kongress-Coaching wieder reinzubekommen. Mit diesen Hoffnungen werden die Kongress-Coachings auch schon seit acht Jahren beworben. Man lockt dich damit, dass du mit der Verbreitung deiner Botschaft Experte werden kannst und Geld verdienen wirst. Jeder, der für diese Versuchung anfällig ist, fällt auf die Mechanismen der alten Welt herein. Die alte Welt ist das Ego und alles, was da versprochen wird, schmeichelt dem Ego. Das Ego ist außen. Die Seele ist innen. Solange ich außerhalb von mir etwas verändern will, bin ich anfällig für die Versuchungen des Ego. Ein Community-Gründer hat zum Beispiel gesagt, dass er den Mitgliedern der Gemeinschaft das Gefühl der Richtigkeit geben möchte. Sein Antrieb ist also, dass er sich nicht richtig fühlt. Deshalb gründet er Gemeinschaften, die dann scheitern und worüber er sich wundert. Jede Bemühung im außen muss scheitern, bis wir verstehen, wo die neue Welt ist. Sie ist eben nicht außerhalb von uns, wo wir die ganze Zeit gesucht haben. Deshalb ist zum Beispiel Umweltschutz kein Zeichen für Spiritualität. Es ist im besten Fall eine Auswirkung deines Nach-innen-Gehens und im schlechtesten Fall der Versuch, deinen Drang zu leben, der im Widerstand zu deinem Gefühl entsteht. Solange du nicht weißt, was das hier ist, kannst du gar keine äußeren Ziele verfolgen. Und um herauszufinden, was das hier ist, musst du als Erstes nach innen gehen. Du brauchst dazu keine Gemeinschaft, keine Aufmerksamkeit und vor allem keine Bestätigung. Wenn du ohne all das auskommst und innen bleibst, verändert sich die Welt um dich herum automatisch von ganz alleine.