Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    25.10.2024AQ 2527
    »Die Sätze der Meister auswendig zu können, ist Wissen.«
    0:007:09
    Die Sätze der Meister auswendig zu können, ist Wissen. Sie zu leben, ist Weisheit. Weisheit entsteht nicht aus Wissen. Weisheit entsteht dadurch, dass du das lebst, wovon die Meister sprechen. Und alle Meister sprechen von Freiheit. Jeder auf seine eigene Art und Weise. Wenn du glaubst, die Meister hätten etwas auswendig gelernt, dann bist du auf dem Holzweg. Ihre Sätze und Zitate entstehen nicht aus Wissen, sondern aus ihrem Leben. Deshalb hat es keinen Wert, wenn du diese Sätze auswendig lernst und den anderen um die Ohren haust. Wir lassen uns so leicht von unserem Verstand verführen, der der Meinung ist, etwas Schlaues gehört zu haben und der es dann sofort bei anderen anbringen will, bevor du es gelebt hast. Es gibt sogar bekannte Coaches, die sich damit brüsten, dass sie die Coachinginhalte, die sie an drei Wochenenden gelernt haben, am nächsten Wochenende schon bei ihren Freunden ausprobiert haben. Wie tief kann da die Integration des Gelernten sein? Du kannst es dann zwar auswendig wiedergeben, aber das hat überhaupt keinen Wert. Du kannst kein Byron-Katie-Coach sein, indem du ihre vier Fragen auswendig lernst. Um dorthin zu kommen, wo Byron Katie ist, müsstest du erleben, was sie erlebt hat. Ihre Fragen wirken nur, wenn sie von ihr selbst gestellt werden. Alles andere ist der hoffnungslose Versuch, sie nachzumachen. Das muss scheitern und das ist bisher immer gescheitert. Deshalb ist das meiste Coaching auch so künstlich. Sie machen eine Coachingausbildung, lernen die Sätze auswendig und wenden sie auf auswendig gelernte Situationen an. Damit verhindern sie das, was mittlerweile jeder Spirituelle weiß: das Leben im Jetzt. Alles, was du auswendig gelernt hast, ist nicht jetzt. Du musst zumindest zwischen deinem Verstand und dem jetzigen Moment hin und her springen. Doch warum solltest du das tun? Der häufigste Grund dafür ist, dass du dich unsicher fühlst. Du wünschst dir eine Stütze, am besten einen großen Namen oder eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung. All das nur aufgrund deiner eigenen Unsicherheit. Solange du aber unsicher bist, kannst du gar nicht wirken. Du müsstest bereit sein, die Unsicherheit zu fühlen. Dann lebst du Spiritualität wirklich. Und dann kannst du aus deiner Praxis berichten. Zum Beispiel, dass du dich jetzt gerade ziemlich unsicher fühlst. Nicht als Trick, sondern um ehrlich zu sein. Ehrlich zu dir und zu den anderen. Dann musst du die Sätze der Meister nicht auswendig lernen. Aus dem Leben deiner Wahrheit entstehen eigene Sätze, die wahr und wahrhaftig sind. Du musst sie nicht auswendig lernen, sie sind immer verfügbar, weil sie als Erfahrung in dir abgespeichert sind. Das Leben deiner Wahrheit hat eben nichts damit zu tun, dass du irgendetwas auswendig kannst oder dass du irgendeine Wahrheit in dir gefunden hast und die sprichst du jetzt aus. Also nicht diese Kopfwahrheit, die immer nur deine Meinung ist, sondern die Wahrheit dessen, was jetzt ist. So kannst du eintauchen und so kannst du irgendwann auch anderen helfen. Nicht als Kopie von irgendjemandem oder irgendeiner Methode. Sondern so individuell, wie du bist. Dann brauchst du keinem Coach und keinem Meister nacheifern. Das würde sowieso immer schiefgehen. Solange du andere als Stütze brauchst, kannst du selbst keine Stütze für andere sein. Das bedeutet nicht, dass du immer hart sein musst oder vorgeben musst, hart zu sein. Ganz im Gegenteil: Das bedeutet, dass du dich an deine Ohnmacht hingeben kannst. Und weil ich vorhin Byron Katie erwähnt habe, habe ich noch etwas Lustiges für dich. Eine Kommentatorin hat beim gestrigen Zitat nämlich genau das gemacht, was ich beschrieben habe. Sie hat Byron Katie zitiert, weil sie mit meinem Zitat nicht einverstanden war. Du kannst ja mal nachschauen, wie das auf dich wirkt. Ich brauche dabei nicht deine Zustimmung. Und genauso wenig brauche ich deine Ablehnung. Es ist eine Übung. Lies es dir durch und schau, wie es dir dabei geht. Wie fühlt sich das an? Wie fühlt es sich für dich als Leser dieses Kommentars an? Und wie würde es sich für dich anfühlen, wenn du dir vorstellst, dass du dieses Zitat geschrieben hast? Weisheit ist wichtiger als Wissen. Dazu musst du es selbst leben, statt bei anderen anzuwenden.