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    18.10.2024AQ 2520
    »Die Menschen denken, sie seien spirituell und sie erkennen die einfachsten Hinweise nicht, dass sie gerade im Verstand sind.«
    0:009:53
    Die Menschen denken, sie seien spirituell und sie erkennen die einfachsten Hinweise nicht, dass sie gerade im Verstand sind. Ich habe mal wieder eine Audio ohne Zitat, aber mit einer umso wichtigeren Botschaft. Die ganze Welt ist bestrebt, dich zu manipulieren, dich auf ihre Seite zu ziehen. Und während viele spirituell tun, ist kaum jemand in der Lage, seinen Verstand zu verlassen. Als eines der besten Beispiele kannst du dir Interviews mit mir anschauen. Demnächst kommt wieder eines und es ist ein Paradebeispiel. Die Menschen denken, sie seien spirituell und sie erkennen die einfachsten Hinweise nicht, dass sie gerade im Verstand sind. Im Verstand sein ist nicht Denken. Es ist eine bestimmte Art des Denkens. Ich würde es als gefangenes Denken beschreiben. Und am besten kannst du das gerade bei den spirituellen Interviews oder bei den Kongressen, die spirituell orientiert sind, nachvollziehen. Ein paar Beispiele: Wenn jemand auf eine Aussage eines spirituellen Lehrers antwortet: "Ja, aber!", dann ist er im Verstand. Er hat die Antwort noch gar nicht wirken lassen, hat sie aber bereits mit seiner Idee oder seiner Erfahrung verglichen. Er hatte überhaupt keine Zeit, das Gesagte wirken zu lassen. Ähnlich ist es, wenn jemand sagt: "Ja, genau, das hat jemand anderes auch schon gesagt. Und ich kenne auch noch ein Zitat dazu." Auch dann ist er im Verstand. Er vergleicht, er findet Ähnlichkeiten, er durchsucht alle Schubladen, die verfügbar sind. Und er glaubt dann auch noch, das sei Kommunikation auf Augenhöhe. Oder auch das folgende Beispiel. Und das ist der absolute Klassiker und das Highlight. Es geht folgendermaßen: "Ich hätte da mal eine Frage. Meine Antwort darauf wäre die folgende." So wird es nicht unbedingt immer formuliert, aber es gibt viele, die stellen Fragen und liefern die Antwort in der Frage gleich mit. Das ist keine echte Frage, das ist keine offene Frage und da kann nichts fließen. Ich weiß nicht, wie ich die Erfahrung mit meinem Lehrer vermitteln kann, denn sie hatte nichts mit dem zu tun, was ich da draußen sehe. Sie hatte auch nichts mit den besonders Heiligen in der spirituellen Szene zu tun, obwohl es für mich immer heilig war. Meine Erfahrung war, dass ich meinem Lehrer nicht mehr widersprechen konnte und auch nicht mehr widersprechen wollte. Ich wollte noch nicht einmal mehr meinen eigenen Senf dazugeben, obwohl das bis dahin eine meiner größten Leidenschaften war. Und ich habe mich dabei erwischt, wie ich meinem Lehrer geschlossene Fragen gestellt habe. Das war dann kein schönes Gespräch. Mein Lehrer hat auf seine Art und Weise dafür gesorgt, dass dieses Gespräch nicht sehr angenehm wurde für mich. Wenn du einen Lehrer hast, dann ist es extrem wichtig, dass du offene Fragen stellst. Wenn du die Antwort auf deine Frage schon kennst, dann gibt es keinen Grund, sie irgendjemand zu stellen und schon gar keinem spirituellen Lehrer. Es ist einfach unehrlich. Denn ein Wissender muss nicht mehr fragen und ohne ehrliches Interesse gibt es keinen Austausch. Dazu musst du den Lehrer aber natürlich anerkennen. Ich habe dazu einen Vergleich, auch wenn er sehr plakativ ist. Aber es ist ungefähr so, wie wenn ich zu einem Milliardär gehe, vorgebe, von ihm lernen zu wollen. Er schenkt mir eine Stunde seiner wertvollen Zeit und ich erkläre ihm dann, was ich auf dem Weg zum Millionär gelernt habe. Und falls ich ihm ausnahmsweise mal eine offene Frage stelle und er antwortet, dann sage ich: "Ja, aber meine Erfahrung ist eine ganz andere." Oder ich sage ihm: "Ja, genau! Das hat der andere Milliardär auch schon gesagt. Und da gibt es auch ein Zitat. Das kenne ich. Und ich wollte eigentlich auch noch fragen: Wie ist das eigentlich, Milliardär zu werden? Ich schätze, es ist folgendermaßen." All das ist ein aktiver Verstand, der überhaupt nichts aufnehmen kann und der überhaupt nicht in der Lage ist, etwas reinzulassen und zu verarbeiten. Das Wesentliche, das reingelassen werden kann und verarbeitet werden kann, ist nicht Wissen, sind nicht Informationen im klassischen Sinn, sondern das ist die Energie hinter den Worten. Und diese Energie hinter den Worten gibt es sowohl bei den Millionären, bei den Milliardären, bei den spirituellen Lehrern und natürlich auch bei jedem Menschen. Diese Energien sind aber verschieden. Wer der Richtige für dich ist, weil er die für dich richtige oder passende Energie hat, musst du rausfinden. Als ich meinen Lehrer getroffen habe, hat sich diese Frage für mich gar nicht mehr gestellt. Es war bereits eindeutig und klar. Ich konnte darüber gar nicht nachdenken. Bei den Interviews sind diese Menschen, die echte Fragen stellen, leider sehr rar gesät. Die meisten Kongressveranstalter haben bereits eine eigene Agenda, weil sie ein eigenes Motto haben, mit dem sie beruflich erfolgreich werden wollen. Dieses Motto und auch das Kongressmotto stehen ihnen meistens im Weg. Bei den Teilnehmern der Intensiventbildung und bei meinen Schülern ist das meistens anders. Es sind Menschen mit echten Fragen. Sie fragen mich nicht, um mich abzuchecken und mal abzutasten, wie ich so drauf bin, sondern sie fragen mich etwas zu dem, was jetzt gerade bei ihnen hier ist. Sie halten sich in dem Moment nicht für schlau oder schlauer und können sich hingeben. Manchmal ist das ein harter Weg und sie verstehen mich am Anfang auch nicht. Aber im Lauf der Zeit wird es klarer und es wird auch einfacher. Wahrscheinlich wäre es einfacher, wenn ich sagen würde: "Ich bin erwacht" oder "Ich bin erleuchtet." Aber ich habe für die Veränderung, die ich bei und durch meinen Lehrer erlebt habe, keine echten Worte. Das Einzige, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich das, was ich erlebt habe, gerne weitergeben möchte. Nicht als Konzept oder Methode und auch nicht als jemand, der irgendetwas besser weiß als du. Ich weiß nichts besser. Ich weiß weniger. Und das ist eine Qualität. Ich weiß nicht mehr, wie ich in Anwesenheit von Weisheit meinen Verstand missbrauchen sollte.