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    16.10.2024AQ 2518
    »Der Staat ist das Ergebnis der Entwürdigung.«
    0:005:20
    Der Staat ist das Ergebnis der Entwürdigung. Der Staat ist das Ergebnis deiner Kindheit. Wenn wir erwachsen werden, leben wir die Traumata unserer Kindheit wieder. Alles, was in unserer Kindheit in uns schiefgelaufen ist, projizieren wir nach außen. Die meisten Erwachsenen versuchen, Kinder zu beherrschen. Dieser Versuch, ganz egal auf welcher Ebene und mit welchen Mitteln, sorgt immer für Entwürdigung. Es ist nämlich unter deiner Würde, beherrscht zu werden. Nur entwürdigte Menschen sind beherrschbar und regierbar. Wenn also ein Staat behauptet, er würde die Würde der Menschen herstellen und verteidigen, dann versuchen wir den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Menschen, die in Würde leben, brauchen keinen Staat. Staatliche Gewalt ist eine weitere Entwürdigung beziehungsweise die Fortsetzung der Entwürdigung der menschlichen Würde. Das macht der Staat nicht von sich aus, denn den Staat als solches gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die davon überzeugt sind, dass das, was der Staat macht, die richtige Art und Weise ist. Und von dieser Art und Weise sind sie überzeugt, weil sie selbst so sind. Nur dadurch wird ein Staat aufrechterhalten. Ein System, einen Staat ohne Menschen gibt es nicht. Es macht deshalb keinen Sinn, gegen einen Staat zu kämpfen. Und es macht noch nicht einmal Sinn, gegen die Menschen zu kämpfen, die den Staat aufrechterhalten. Denn durch den Kampf fühlen sie sich bestätigt. Der Kampf ist das, was sie vom Staat überzeugt. Denn im Staat wird ihr Leben widergespiegelt. Sie erkennen sich und den Kampf ihres Lebens im Staat wieder. An dieser Stelle denken viele, dass sie den Kampf durch Überzeugungsarbeit ersetzen könnten. Du kannst Menschen aber nicht in einen Lebenswandel hineinreden. Jeder Lebenswandel muss aus den Menschen selbst entstehen und den Menschen, die nicht zu dir passen, musst du den Rücken zukehren. Es gibt keine andere Möglichkeit. Der Verstand hört das überhaupt nicht gern, denn der will weiterkämpfen. Aber du musst im Kleinen üben, was du dir im Großen wünschst. Und dann wirst du feststellen, dass du Menschen den Rücken kehren kannst und damit seltsamerweise auch Systemen und damit Staaten. Du fängst aber nicht beim Großen an, du beginnst beim Kleinen. Wenn du das machst, beginnst du in Würde zu leben. Und wer in Würde lebt, braucht keinen Herrscher, keine Gesetze und keine Hilfe bei einem würdevollen Leben. Denn Würde ist immer nur individuell erreichbar. Es gibt niemanden, der dich würdevoll behandeln kann, damit du dich würdevoll behandelt fühlst. Denn die würdelose Behandlung deiner Kindheit ist in dich übergegangen. Sie ist jetzt nicht mehr außen. Sie existiert noch in dir und deshalb erlebst du sie in der Welt. Es gibt niemanden, der dir irgendetwas Relevantes von außen geben kann, wenn du es dir selbst nicht bereits gegeben hast. Und wenn du es dir selbst gibst, gibt es niemanden mehr, der es dir entziehen kann. Denn im Vergleich zu deiner Kindheit hast du jetzt eine Möglichkeit, die du früher nicht hattest: Falls dich jemand würdelos behandelt, kannst du einfach gehen.