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    9.10.2024AQ 2511
    »Wissenschaft, die dir deine Sinne ausredet, ist keine.«
    0:006:20
    Wissenschaft, die dir deine Sinne ausredet, ist keine. Im Namen der Wissenschaft wird oft behauptet, das, was untersucht wurde, sei zu klein oder zu groß oder du kannst es aus irgendeinem anderen Grund nicht wahrnehmen. Damit erhebt sich die Wissenschaft zum Gott, denn ab diesem Zeitpunkt bist du von ihr und ihren Messgeräten und Ergebnissen abhängig. Denn du selbst kannst es ja nicht wahrnehmen. Es ist dabei egal, wie es tatsächlich ist, denn du kannst es ja nicht überprüfen. Entscheidend ist, wie die Aussagen auf dich wirken und wie du dich anschließend verhältst. Wissenschaft, die dir deine Sinneswahrnehmung ausredet, ist keine. Wissenschaft, die gegen deine Sinne argumentiert, ist zutiefst unmenschlich. Aus dem ganz einfachen Grund: Weil sie dir deine Menschlichkeit nimmt! Und das Menschliche an dir ist deine Fähigkeit zu fühlen. Du kannst gar nicht anders wahrnehmen als über deine Sinne. Nur der Verstand kann so tun, als wären deine Sinne überflüssig oder zumindest nicht notwendig. Und in diesem Zustand befindet sich die gesamte Menschheit. Nur deshalb ist alles so, wie es ist. Wir glauben, unsere Sinne seien nicht notwendig, weil sie gar nicht wichtig sind und auch gar nicht richtigliegen. Damit machst du dich selbst vom Subjekt zum Objekt. Du bist bereits der Roboter, vor dem gerade alle Angst haben, dass sie bald kommen. Wenn dir ein Wissenschaftler sagt: "Ja, das erscheint nur so, aber das ist eine Täuschung und die Wissenschaft kennt die Wahrheit", ohne dass du sie mit deinen Sinnen überprüfen kannst, dann erhebt er sich über dich. Das ist ihm sehr wahrscheinlich nicht klar und die rationalen Wissenschaftler haben auch alle eine gute Erklärung dafür, warum sie das tun. Die meisten behaupten, sie wollen dich ja nur schützen. Und mit dem Versprechen von Sicherheit bekommt man immer noch fast jeden. Unsere Sinne wurden uns übrigens so häufig ausgeredet, dass es unser Normalzustand ist, unseren Sinnen nicht zu vertrauen. Unser Verstand ist immer schneller. Er hat sofort eine Erklärung parat, warum es nicht so sein kann, wie wir oder andere es wahrnehmen. Den Sinnen anderer glauben wir aus dem gleichen Grund nicht, warum wir unseren Sinnen nicht vertrauen. Und wir nehmen die Wissenschaft, die uns unsere eigenen Sinne ausredet, als Begründung. Viele Streitigkeiten würden sofort überflüssig werden, wenn wir unseren Sinnen vertrauen würden, wenn über unseren Sinnen nicht eine weitere Schicht liegen würde. Diese Schicht ist der Verstand, das Rationale, ein Gedanke, der sofort auftaucht, falls du etwas anders fühlst, als es die Wissenschaft sagt. Dabei ist diese Wissenschaft in diesem Moment überhaupt nichts Objektives in dir, sondern eine Programmierung. Es ist etwas, das man dir gesagt hat und woran du glaubst. Die meisten Menschen lachen über das Beispiel, als die Ureinwohner die Schiffe von Kolumbus nicht kommen sehen haben, weil sie es sich nicht vorstellen konnten, dass es so große Schiffe gibt. Sie realisieren dabei nicht, dass das nur eine Metapher für unseren aktuellen Zustand ist. Wir schaffen es, mit unseren Sinnen etwas eindeutig wahrzunehmen und dafür eine vollkommen abwegige Erklärung zu finden. Die müssen wir gar nicht finden, wir müssen sie nicht suchen, die ist schon da. Und zwar schneller, als wir Piep sagen können. Wir identifizieren uns nämlich mit dieser Erklärung. Wir halten die Erklärungen der Wissenschaft für einen Teil von uns. Wir bilden uns etwas ein. Das ist der Grund dafür, dass alles auf Entbildung hinausläuft. Du musst lernen, Indoktrination zu vergessen. Und das geht nicht darüber, dass du einfach vergisst oder besser gesagt verdrängst, sondern das geht nur, indem du den Schmerz fühlst, belogen worden zu sein. Diesen Schmerz brauchst du auch nicht relativieren, indem du sagst: "Sie wussten es nicht besser." Oder: "Sie haben es auch nicht so gemeint." Dieser Schmerz muss erst einmal hier sein dürfen. Und dieser Schmerz ist ebenfalls eine Sinneswahrnehmung. Und mit der würden die meisten am liebsten das Gleiche machen wie mit allen anderen Sinneswahrnehmungen. Sie würden sie gerne zugunsten der Wissenschaft verdrängen.