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    3.10.2024AQ 2505
    »Das Risiko von Freiheit ist Verantwortung.«
    0:007:19
    Das Risiko von Freiheit ist Verantwortung. Mit Verantwortung ist nicht die Verantwortung gemeint, die wir gelernt haben, die wir aus unserer Kindheit kennen. Die Verantwortung, die wir kennen, ist ein Vorwurf oder eine Aussage wie "Siehst du? Hab ich es dir doch gesagt!" Oder auch eine Drohung wie "Jetzt musst du auch die Verantwortung übernehmen und die Konsequenzen tragen." Tatsächlich ist, die Verantwortung für dein Leben zu übernehmen, etwas vollkommen anderes. Es bedeutet als Allererstes, dass du dich nicht mehr an den anderen orientierst. Und du befragst noch nicht einmal deinen inneren Zensor. Du orientierst dich radikal. Das bedeutet, du orientierst dich an deinen Wurzeln. Deine Wurzeln sind auch nicht das, was die meisten denken. Deine Wurzeln sind dein grundlegender Antrieb und deine purste Essenz. Das, was dich wirklich ausmacht. Dazu musst du natürlich alles Gelernte, alles Programmierte vergessen und verlassen. Und das ist ein verantwortungsvoller Weg. Du antwortest dabei nicht mehr auf die Fragen der anderen und noch nicht einmal auf die Fragen deines eigenen Verstandes. Du übernimmst Verantwortung und antwortest auf jeden Moment. Und du antwortest mit der größtmöglichen Ehrlichkeit. Natürlich kann dabei etwas schiefgehen und es wird etwas schiefgehen, weil auf jedem Weg etwas schiefgeht. Die Verantwortung, die du übernimmst, ist also nicht die Verantwortung, dass etwas schiefgeht. Das sagen immer nur diejenigen, die der Meinung sind, dass du den falschen Weg gehst und dass deshalb jetzt Probleme auftreten werden, für die du die Verantwortung übernehmen musst. Als würden bei allen anderen Wegen keine Probleme entstehen. Das ist ja nicht der Fall. Verantwortung ist auch keine Strafe, sondern das größtmögliche Privileg. Sobald du die Verantwortung für dich und dein Leben übernimmst, kannst du jederzeit sagen: "Ja, ich bin schuld. Ja, das ist auf meinem Mist gewachsen. Ja, diesen Fehler habe ich gemacht." Je mehr du diese Fähigkeit entwickelst, desto mehr entwickelst du auch die Fähigkeit anzuerkennen, dass das du gemacht hast, dass das Positive auf deinem Mist gewachsen ist, dass es dir gelungen ist. Und gleichzeitig merkst du auch, dass du das nicht gemacht hast. Es war so sehr dein Weg, dass dir gar nichts anderes übrig blieb, dass du keine andere Wahl hattest. Unser Verstand kommt mit dieser Offensichtlichkeit nicht klar. Aber du hast weder das Negative noch das Positive gemacht. Und diese Erkenntnis ist komischerweise eine Erkenntnis, sobald du Verantwortung übernimmst. Diese Erkenntnis kommt seltsamerweise dann, wenn du für alles Verantwortung übernimmst. Denn nur wenn du die Verantwortung übernommen hast, verwendest du diese Erkenntnis nicht einseitig, um zum Beispiel alles von dir zu weisen. In den letzten zwei Jahren hatte ich jede Menge Erkenntnisse, was ich falsch gemacht habe und ich habe dafür die Verantwortung übernommen. Dieser Prozess ist auch nicht beendet und er hat eine ganze Weile gedauert. Es hat langsam angefangen und sich im Lauf der Monate immer mehr gesteigert. Das war alles überhaupt nicht angenehm, aber offensichtlich notwendig. Und ich habe dabei für alles die Verantwortung übernommen. Für meine Fehler, die ich gemacht habe, und dafür, dass ich sie jetzt korrigieren muss. Verrückterweise lief diese Korrektur vollkommen automatisch ab. Ich konnte sie nicht mehr unterbrechen. Es war ein Prozess, der vollkommen auf Autopilot lief. Wir gehen normalerweise davon aus, dass uns die Verantwortung schwer auf den Schultern liegt. Wenn du aber deine eigene Verantwortung sehen kannst, dann siehst du automatisch auch die Verantwortung der anderen. Du brauchst dann keine Ausreden mehr verwenden, um die Last auf deinen Schultern zu reduzieren. Die Last entsteht erst gar nicht, weil du für dich Verantwortung übernommen hast. Das ist das Befreiendste, was du tun kannst, denn dann musst du nicht mehr die Fehler der anderen betonen, obwohl du sie sehen kannst und obwohl sie offensichtlich sind. Du weißt, dass es deine Verantwortung war, sie eine Zeit lang nicht zu sehen oder zu ignorieren und entsprechend nicht zu handeln. Wenn du Verantwortung übernimmst, hast du dann plötzlich gar keine Probleme mehr. Der Prozess kann hart sein. Ja. Aber du siehst, dass er auch notwendig ist. Und je mehr Verantwortung du übernimmst, desto mehr wird dieser Prozess zu einem Geschenk für dich. Dieses Geschenk mag hässlich verpackt sein, aber der Kern ist wunderschön.