2.10.2024AQ 2504
»Es gibt nichts, was sich wie Trauma anfühlt.«
Es gibt nichts, was sich wie Trauma anfühlt. Trauma ist die Unfähigkeit zu fühlen. Trauma ist die Abschaltung von Gefühlen. Sobald du beginnst zu fühlen, ist es kein Trauma mehr, sondern das Aufkeimen des verdrängten Gefühls. Menschen sagen gerne: "Das fühlt sich wie Trauma an." Oder: "Ich fühle mich traumatisiert." Dabei verwenden sie nicht nur den Begriff falsch, sie interpretieren zusätzlich ihre inneren Umstände falsch. Wenn du beginnst zu fühlen, ist es der Anfang vom Ende des Traumas. Die Gefühle, die du dann fühlst, sind intensiv oder können intensiv erscheinen. Sie sind aber nicht das Trauma. Das Trauma ist die Verdrängung von Gefühlen. Also dein inneres Abschalten. Trauma ist nicht fühlbar. Das ist der Sinn und Zweck von Trauma. Du kannst nicht mehr fühlen, weil es für dich zu intensiv wäre. Und sobald du wieder fühlst, ist das das Ende von Trauma. Wenn wir unangenehme Gefühle fühlen, dann interpretieren wir das falsch. Wir gehen davon aus: Die Gefühle sind unsere Feinde und wir sollten sie nicht fühlen. Doch genau das ist die Definition von Trauma. Gefühle, also Körperempfindungen, sind unsere Heilung. Wenn wir sie wahrnehmen können, ist Trauma beendet und Heilung beginnt. Der Verstand sagt dann: "Das ist zu intensiv und das geht mir zu langsam." Trauma ist Selbstschutz. Es ist der Schutz vor zu intensiven Körperempfindungen. Wir sollten deshalb gar nicht versuchen, es möglichst schnell loszuwerden. Wenn wir unsere Gefühle als Körperempfindung wiederentdecken, dann verschwindet Trauma ganz automatisch. Wir müssen nichts forcieren oder beschleunigen. Da unser Verstand Drama liebt, interpretiert er aufkommende Körperempfindungen vollkommen falsch. Er möchte sie dringend loswerden und steigert sich deshalb in dramatische Geschichten hinein. Normalerweise sollten die folgenden Sätze vollkommen genügen und keine weitere Erklärung benötigen: Es gibt nichts, was sich wie Trauma anfühlt. Trauma ist die Unfähigkeit zu fühlen. Trauma ist die Abschaltung von Gefühlen. Sobald du beginnst zu fühlen, ist es kein Trauma mehr, sondern das Aufkeimen der verdrängten Körperempfindung.