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    29.9.2024AQ 2501
    »Erst wenn du alles fühlen kannst, kannst du auch alles denken.«
    0:005:21
    Erst wenn du alles fühlen kannst, kannst du auch alles denken. Denkblockaden sind immer Gefühlsblockaden. Wir wollen die Gefühle, die auftauchen, wenn wir bestimmte Gedanken denken, nicht fühlen. Deine Gedanken sind nur dann frei, wenn deine Gefühle frei sind. Und deine Gefühle sind nicht frei, wenn du sie nicht mehr fühlst, sondern wenn du sie problemlos alle jederzeit fühlen kannst. Gedanken können uns niemals einschränken und niemals befreien. Das können nur unsere Gefühle. Es stehen uns auch niemals unsere Vorstellungen im Weg. Genauso wenig helfen uns unsere Vorstellungen. Das Einzige, was uns im Weg steht und was uns hilft, sind unsere Körperempfindungen. Sie steuern uns. Alles andere ist irrelevant. Ein Gedanke, der mit keinem Gefühl verbunden ist, spielt für dich überhaupt keine Rolle. Er ist vollkommen neutral. Du kannst ihn denken oder nicht. Er verändert dein Leben überhaupt nicht. Doch jeder Gedanke, mit dem du etwas Persönliches verbindest, ist an eine Körperempfindung gekoppelt. Jetzt weißt du auch, warum dir gesagt wird, dass es angeblich so wichtig sei, eine Meinung zu haben. Eine Meinung ist vom Prinzip her ein traumatisierter Gedanke. Und ein traumatisierter Gedanke ist ein Gedanke, der mit einer intensiven Körperempfindung verbunden ist. Bevor du widersprichst, schau genau nach. Eine Meinung kann es nur dann sein, wenn du an dem Gedanken festhältst. Den Gedanken loszulassen oder zu vergessen, fällt dir extrem schwer und du lässt es auch gar nicht zu. Du verteidigst diesen Gedanken. Denn du identifizierst dich mit ihm und die Identifikation kann nur über Körperempfindungen stattfinden. Wäre deine Meinung nicht mit einer Körperempfindung verbunden, könntest du sie schneller wechseln als deine Unterhosen. Zumindest aber müsstest du sie nicht mehr verteidigen und nicht mehr darüber streiten. Deshalb verschwindet deine Meinung, je mehr du fühlen kannst. Das passiert vollkommen automatisch. Da musst du nicht an dir arbeiten oder deine Meinung aufgeben oder künstlich von etwas unberührt bleiben. Unberührt bleibst du, sobald dich alles berühren darf. Es ist ein Paradox, denn anfangs berührt es dich natürlich intensivst. Doch je mehr du fühlst, desto mehr bleibst du neutral zurück. Und sobald du neutral wirst, kannst du alles denken. Du hast dann keinen inneren Zensor mehr und du denkst nicht mehr darüber nach, ob das allgemein anerkannt ist, was du gerade denkst. Frei von Gefühlen beurteilst du deine Gedanken nicht mehr. Gleichzeitig weißt du, dass sie sich jederzeit ändern können. Und wenn du noch Meinungen und Überzeugungen hast, dann sind sie eher wie ein Abenteuer und oft auch ziemlich lustig. Ganz sicher nimmst du sie aber nicht mehr so ernst wie früher. Selbst wenn noch Angstgedanken auftauchen, kannst du über die ebenfalls lachen. Dein Verstand dreht dabei vielleicht noch durch, aber deine Seele weiß, dass das alles nicht ernst ist. Dir wird immer mehr klar, dass das hier eine Art Computerspiel ist. In diesem Computerspiel sind deine Gedanken und Überzeugungen durch Gefühle programmiert. Und durch das Fühlen deiner Gefühle werden sie deprogrammiert.