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    19.9.2024AQ 2491
    »Abhängig bist du kontrollierbar.«
    0:006:26
    Abhängig bist du kontrollierbar. Wenn dich jemand kontrollieren will, wenn dich jemand steuern will, dann braucht er nicht versuchen, deine Handlungen direkt zu beeinflussen. Es geht viel einfacher. Er muss nur versuchen, dich von ihm abhängig zu machen. Wenn du auf ihn angewiesen bist, dann wirst du dich automatisch an ihm orientieren. Das geschieht meistens vollkommen unbemerkt. Ganz einfach getreu dem Motto: "Man beißt nicht die Hand, die einen füttert." Wenn du zum Beispiel Leistungen vom Staat beziehst, dann ist es unwahrscheinlich, dass du aufbegehrst. In dieser Falle sitzen übrigens nicht nur die sogenannten sozial Schwachen. In dieser Falle sitzen auch die sogenannten Unternehmer. Ich habe vor Kurzem die Bilanz eines Luxushotels gelesen und da stand ein Posten, der hieß "Staatliche Hilfen". Und da stand in einem Jahr der Betrag von 800.000 €. Interessanterweise stand in diesem Jahr auch ein Gewinn von 800.000 €. Wenn der Gewinn eines Unternehmers von staatlichen Hilfen abhängig ist, dann ist der Unternehmer genauso gefangen wie die sozial Schwachen. Er wird niemals etwas tun, das gegen seinen Geldgeber gerichtet ist. Obrigkeitshörigkeit und Staatstreue sind also gekauft. Jedes erwünschte Verhalten wird durch Abhängigkeit erzeugt. Und dabei muss das gewünschte Verhalten noch nicht einmal direkt kommuniziert werden. Es genügt, wenn grob klar ist, welches Verhalten erwartet wird. Und es genügt auch, wenn ein paar wenige, die von diesem erwarteten Verhalten abweichen, öffentlichkeitswirksam bestraft werden. Für die meisten Menschen ist diese Vorgehensweise zu subtil, als dass sie sie erkennen könnten. Für mich ist sie so offensichtlich und so dreist, dass ich sie nicht mehr ignorieren kann. Das ist alles auch nichts Neues. Das war schon immer so. Die letzten Jahre haben es nur deutlicher zutage gefördert, wie es funktioniert. Und die Funktionsweise ist vollkommen unabhängig von deiner Meinung. Die Funktionsweise hat damit zu tun, ob du in der Lage bist, Trauma und Programmierung zu erkennen. Es sind ganz einfache Belohnungs- und Bestrafungssysteme. Diese Systeme kennst du aus deiner eigenen Kindheit. So wurdest du erzogen. Belohnung ist dabei nicht besser als Bestrafung. Belohnung ist nur eine subtilere Form von Bestrafung. Wenn du bestraft wirst, bekommst du einen Eintrag ins Klassenbuch oder einen Verweis. Und wenn du belohnt wirst, bekommst du ein Fleißbildchen. Alle anderen aber nicht. Und das ist deren Bestrafung. Deine Belohnung ist also immer die Bestrafung von anderen. Belohnungssysteme produzieren die gleichen Ergebnisse wie Bestrafungssysteme. Auch die letzten vier Jahre wurden genauso organisiert. Leider habe ich mir das Zitat nicht aufgeschrieben und ich weiß nicht mehr, wer es gesagt hat. Aber ich weiß noch, dass es gesagt wurde. Und zwar: "Die Unternehmen werden dem Geld folgen." Sie orientieren sich also an finanziellen Vorteilen und versuchen, finanzielle Nachteile zu vermeiden. Auch dieses Prinzip ist überhaupt nicht neu. Das funktioniert schon lange so. Um das zu erkennen, muss man auch nicht besonders verrückt oder durchgeknallt sein. Es genügt, wenn du bereit bist, deine Kindheit und deine Jugend ehrlich zu betrachten. Alle Mechanismen und Systeme wurden damals implementiert. Und entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass alle Bescheid wissen müssen, die mitmachen, kannst du auch diesen Mythos mit Hilfe deiner Kindheit entlarven. Alle Erwachsenen in deiner Kindheit haben mitgemacht. Keinem einzigen war bewusst, was er tut. Denn bewusst kann man das nicht tun. Bewusst zu sein bedeutet nämlich zu wissen, warum man das tun würde. Da müsste man sich mit sich selbst beschäftigen. Und wenn man sich mit sich selbst beschäftigt, dann entlarvt man sich und erkennt sich selbst. Und sobald man sich selbst erkennt, sind die Verhaltensweisen, die man bisher unbewusst an den Tag gelegt hat, nicht mehr notwendig. Die Kontrolle anderer durch Abhängigkeit wird überflüssig, sobald du bewusst bist.