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    12.9.2024AQ 2484
    »Beziehung ist es erst, wenn du versuchst zu bleiben.«
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    Beziehung ist es erst, wenn du versuchst zu bleiben. Der Beginn der meisten Beziehungen ist zumindest von einer Seite, meistens von Instinkten geprägt. Der eigentliche Grund der Beziehung ist dabei oft unklar. Und für alle Frauen, die jetzt denken: "Na ja, klar, typisch Mann." Nein, so ist das nicht gemeint. Es gibt auch Instinkte bei Frauen, die sie gut verbergen können und die ihnen selbst oft vollkommen unbekannt sind. Einige suchen einen Beschützer oder Versorger. Andere wollen aus der Tristesse gerettet werden. Auch das sind unbewusste Instinkte. Irgendwann kommt es dann zu den sogenannten Problemen. Bei manchen zeigen sie sich schon am Anfang oder relativ schnell und bei anderen dauert es ein paar Jahre. Aber dann sind sie da. Und zwar so richtig. Und das ist der Zeitpunkt, zu dem die meisten Männer und Frauen die Beziehung in Frage stellen. Sie glauben, den falschen Partner oder die falsche Partnerin gewählt zu haben. Was in ihnen tatsächlich vor sich geht, ist etwas, das sie meistens gar nicht mitbekommen. Sie fühlen Körperempfindungen, die sie an ihre Kindheit erinnern. Das heißt, sie fühlen das, was sie sich geschworen haben, nie wieder zu fühlen. Und jetzt kann man natürlich die Beziehung einfach beenden. In einigen Fällen würde ich es auch generell als gesünder einschätzen. Und ich will dir auch keine Entscheidung abnehmen. Doch solange es dir nicht klar ist, ist klar, dass es noch nicht so weit ist. Dein Verstand liebt es aber, dir Gedanken darüber zu machen, ob es eventuell so weit sein könnte und wann es endgültig reicht. Endgültig reicht es dann, wenn alle Gefühle, die du nie wieder fühlen wolltest, in dir fühlbar sind. Dann reicht es wirklich und dann wird sich auch dein Partner oder deine Partnerin verändern. Und zwar ohne dass du irgendetwas sagst oder tust. Solange eine Beziehung instinktgetrieben ist, ist es keine. Und eine Beziehung ist erst dann nicht mehr instinktgetrieben, wenn Probleme auftauchen und du bleibst. Du bleibst beim Partner oder der Partnerin und damit bleibst du mit den Problemen. Nicht für immer und nicht, um dich zu quälen, sondern erst einmal. Du bleibst, um dir die Probleme in dir anzuschauen. Du bleibst, um mehr über dich zu erfahren. Du bleibst, weil du jederzeit gehen kannst, wenn du willst. Und du bleibst, weil nur Feiglinge beim ersten Hindernis aufgeben. Du bleibst, weil du es wissen willst. Du willst wissen, was dir im Weg steht und ob es da tatsächlich etwas gibt, das dir im Weg steht. Du bleibst auch, weil es dich zwar unendlich triggert, aber weil es in den meisten Fällen nicht wirklich gefährlich ist. Es gibt nur einen Teil, für den es immer gefährlich ist. Und dieser Teil ist dein Ego. Du wirst Dinge über dich lernen, die du nie über dich lernen wolltest. Du wirst auch Dinge über deinen Partner oder deine Partnerin lernen, die du nie kennenlernen wolltest. Doch ohne die ist die Beziehung nicht komplett. Ohne die stehst du auf eine instinktgetriebene Scheinwelt. In dieser Scheinwelt findet kein Leben statt. Dort gibt es nur Bedürfnisbefriedigung. Und dafür sind Beziehungen überhaupt nicht da. Beziehungen mit Partnern, die dich triggern, sind die Puzzleteile, die dir gefehlt haben, um deinen kindlichen Schmerz kennenzulernen und zu integrieren. Nichts hilft dir dabei so sehr wie eine Beziehung, bei der du versuchst zu bleiben.