»Der Staat ist die große Fiktion, mit deren Hilfe sich alle bemühen, auf Kosten aller zu leben.« Frédéric Bastiat Dieses Zitat ist deshalb so schön, weil es eine Lösung beinhaltet, die die meisten Menschen übersehen. Es geht um die Aussage "Auf Kosten anderer zu leben." Wir denken dabei meistens an Geld. Tatsächlich ist diese Aussage viel weiter gefasst. Und sie beinhaltet deshalb die Probleme unserer Zeit und aller früheren Zeiten. Es ist für unsere freie Entfaltung höchst hinderlich, auf Kosten anderer zu leben. Das sollte auch einfach zu verstehen sein, denn Abhängigkeit kann niemals frei machen. Wer Freiheit nicht kennt oder zumindest anstrebt, wird das niemals verstehen. Es geht dabei nicht um politische Diskussionen und um linke oder rechte Positionen. Es geht um deinen grundlegenden Antrieb. Und es geht darum, wie du Freiheit verstehst. Die meisten verstehen darunter etwas, was Freiheit überhaupt nicht ist. Sie denken sofort an Egoismus und Ellbogen. Echte Freiheit kann niemals gegen die Freiheit eines anderen gerichtet sein. Weil wir echte Freiheit in den meisten Fällen aber nie erfahren haben, können wir das nicht wissen, weil wir es nicht fühlen. Freiheit, die auf Kosten anderer geht, ist keine. Deine Freiheit schließt die Freiheit aller anderen mit ein. Die wichtigste Grundlage von Freiheit ist, dass du zu nichts gezwungen werden kannst und dich niemand zu irgendetwas zwingen darf. Diese Form der Freiheit ist den meisten Menschen unbekannt. Der Grund dafür ist ein ganz einfacher. Alles jenseits deiner Freiheit ist Ego. Ego ist unbewusste Programmierung. Und der Sinn deines Lebens ist es, diese unbewusste Programmierung bewusst zu machen. Deshalb wirst du mit all dem konfrontiert, was du erlebst. Dein Erleben ist niemals gegen dich gerichtet, sondern immer für dich. Nur dein Verstand, dein Ego interpretiert das anders. Es will Schmerz vermeiden, Sicherheit erzeugen und dir vorgaukeln, dass alles für immer genauso bleiben kann, wie es jetzt ist. Alternativ sagt es dir natürlich auch, dass sich ständig immer alles ändern muss. Das sind zwei Pole, die beide nicht hilfreich sind. Ein erwachter Mensch kann keinen Drang mehr haben, auf Kosten anderer leben zu wollen. Es widerstrebt seinem innersten Antrieb. Und der innere Antrieb von Erwachen ist immer Freiheit. Wer das auf die politische Ebene zieht, ist vollkommen falsch gepolt. Wer darüber Diskussionen führt und diese Diskussion intellektualisiert, wird niemals auf einen grünen Zweig kommen. Er wird immer über die Verantwortung der anderen nachdenken, sich mit seiner vorgestellten eigenen Verantwortung anderen gegenüber selbst geißeln und belasten. Und das nur, weil der Intellekt nicht im Moment leben kann. Er springt zwischen Vergangenheit und Zukunft. Und wenn er sehr trickreich ist, dann sagt er dir gerade: "Ja, aber jetzt ist es ja auch so! Ich kann ja auch über das Jetzt nachdenken, denn das ist ja gar nicht Vergangenheit und Zukunft. Jetzt ist ja das Problem im sozialen Bereich ..." Menschen sind soziale Wesen. Unser Ego hat das verschüttet. Und unser Verstand erzählt uns, dass wir es nicht auf die Reihe kriegen, wenn wir frei sind. Aktuell mag das sehr wahrscheinlich sogar stimmen, weil wir den Prozess in die Freiheit noch nicht vollzogen haben. Mein Weg in die Freiheit war äußerst sozial. Vielleicht nicht nach den geläufigen gesellschaftlichen Standards. Aber die Idee, dass die Gesellschaft zusammenbrechen würde, wenn alle so wären, ist genauso absurd. Außerdem sind wir nicht alle so. Wir sind höchst verschieden. Und diese Verschiedenartigkeit wird durch die Idee an einen Staat, mit deren Hilfe sich alle bemühen, auf Kosten aller zu leben, unterwandert. Denn solange das alle oder viele versuchen, sind wir alle gleich.