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    30.8.2024AQ 2471
    »Warum willst du die anderen bedenken, wenn es in dir schon fühlt?«
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    Warum willst du die anderen bedenken, wenn es in dir schon fühlt? Das heutige Zitat ist im Austausch mit einer Teilnehmerin der Intensiventbildung Online entstanden. Es ging darum, dass wir erst fühlen und dann wollen wir alle anderen und die gesamte Welt bedenken. Wir bezeichnen das dann manchmal sogar als Mitgefühl. Was tatsächlich passiert, ist aber, dass wir vorsichtig werden. Wir handeln nicht aufgrund unseres ersten Gefühls, sondern wir denken darüber nach, ob unser erstes Gefühl richtig ist. Und wir denken auch darüber nach, ob wir dieses Gefühl leben sollten oder überhaupt zeigen sollten. Deshalb meine Nachfrage: "Warum willst du die anderen bedenken, wenn es in dir schon fühlt?" Wir wollen das aus Gewohnheit und Gewohnheit kommt von Gewöhnung. Nicht weil es gewöhnlich ist oder weil es so viel Sinn macht, sondern es kommt von unserem Drang, die Welt außerhalb von uns kontrollieren zu wollen. Das ist allerdings ein hoffnungsloser Versuch, der immer scheitern wird. Du kannst ja noch nicht einmal die Welt in dir kontrollieren. Das kannst du auch ganz einfach überprüfen, indem du genau schaust, ob du das Gefühl, das du in einer bestimmten Situation fühlst, gemacht hast. Ob es von dir produziert wurde oder ob es eine Reaktion ist, die automatisch abläuft. Diesem ersten Gefühl geben wir keine oder nur sehr wenig Bedeutung. Wenn wir ihm Bedeutung geben, dann nur im Sinne eines Widerstandes. Wir hätten es gerne anders. Wir hätten uns gerne ohne diese Gefühlsreaktion. Und deshalb schalten wir unseren programmierten Verstand ein und beginnen zu überlegen und über die anderen und unsere Situation nachzudenken. Obwohl wir die Erfahrung haben, dass das noch nie irgendetwas gebracht hat, tun wir trotzdem so, als könnte es dieses Mal etwas bringen. Wir haben es tausende Male anders erlebt, geben die Hoffnung aber nicht auf. Wir setzen nach wie vor auf unseren Verstand und auf das Durchdenken von Situationen. Und das alles, bevor wir diese Situation auch nur ansatzweise durchfühlt haben. Der Verstand denkt schneller zu sein. Er möchte es schneller abarbeiten, schneller beseitigen und macht dabei den gesamten Prozess unendlich viel langsamer. Warum solltest du also die gesamte Welt bedenken, während du es in dir bereits fühlst, wodurch die gesamte Welt in dir ist? Es ist unser Versuch der Verlagerung der Realität von innen nach außen. Die Realität findet in uns statt, weil sie in uns fühlbar ist. Ohne dieses Gefühl gibt es überhaupt keine äußere Realität. Denn ohne Gefühl ist alles gleich. Ohne Wahrnehmung gibt es überhaupt keinen Unterschied in der Welt. Und die Wahrnehmung sind nicht die Gedanken. Gedanken sind immer nachgelagert. Auch dann, wenn wir die anderen bedenken wollen, während wir es in uns schon fühlen.