Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    18.8.2024AQ 2459
    »Wenn die Gefühle anderer deine Gefühle verletzen, müssen nicht die anderen auf deine Gefühle achten, sondern du.«
    0:000:00
    Wenn die Gefühle anderer deine Gefühle verletzen, müssen nicht die anderen auf deine Gefühle achten, sondern du. Immer, wenn du erwartest, dass andere auf deine Gefühle eingehen, bist du ohnmächtig. Du gibst unbewusst deine Macht ab. Die Macht, die dabei gemeint ist, ist nicht diese mächtige Macht, von der das Ego träumt. Es ist eine viel unscheinbarere, versteckte Macht hinter den Kulissen. In dir. Eine Kraft, die dein Leben ist. Wenn du erwartest, dass sich andere verändern sollen, damit es dir gut geht, bist du für immer ein Opfer der äußeren Umstände. Bitte verwechsel das, was ich hier sage, nicht mit den Coaches, die von dir verlangen, dass du endlich aus der Opferhaltung herauskommst. Das sind fast ausschließlich egogetriebene Menschen. Die sagen dann auch so Sachen wie: "Du musst es nur wollen. Du musst es nur wirklich wollen und dich anstrengen und hart an dir arbeiten. Und wenn du es nicht schaffst, dann willst du es nicht genug." Der Coach mit seiner Methode ist natürlich nie schuld daran. Und das stimmt auch. Denn du hast dich an ihm orientiert. Ich bin mein Leben lang nur auf diejenigen Menschen reingefallen, die ich mir ausgesucht habe. Und im Lauf der letzten Jahre habe ich gemerkt, wie wenig es macht, auf jemanden hereinzufallen. Wie wenig schlimm und wie wenig dramatisch es tatsächlich ist. Je weniger ich ein Opfer der Gefühle der anderen war, desto mehr konnte ich meine eigenen Fehler sehen, die mir dann aber nicht mehr als Fehler vorkamen, sondern als berührende Erkenntnis. Ich kann jetzt durchaus von meiner Schuld sprechen und ich weiß, dass ich an allem schuld bin, ganz egal woran. Ich weiß aber auch, dass ich alles nicht nur genau so machen musste, wie ich es gemacht habe. Ich sehe auch, dass es keine andere Möglichkeit gab und ich es so machen wollte und sollte. Wenn ich meine Gefühle fühle, statt mich auf den anderen zu beziehen, kann ich mich immer wieder auf diesen Moment beziehen. Dieser Moment ist der einzige Moment, in dem ich etwas verändern kann, in dem ich mich entwickeln kann, in dem ich etwas erkennen kann. Wenn ich will, dass andere etwas erkennen oder verändern, verhindere ich meine eigene Selbsterkenntnis und meine eigene Veränderung. Natürlich ist das nicht leicht und wir tappen in Fallen, besonders in jeder Art von Beziehung. Und das ist vollkommen okay, denn dafür sind sie da. Beziehungen haben schöne und hässliche Seiten und unsere Aufgabe ist es, beide Seiten zu integrieren. Das Schöne und Berührende in uns und das Hässliche und Abwertende in uns. Wenn du erwartest, dass andere auf deine Gefühle achten, dann verbaust du dir jede Möglichkeit für diese Integration. Du wirst dein Leben lang die Schuld und Verantwortung bei anderen suchen. Das wird dich zermürben und verzweifeln lassen. Niemand ist für dein Leben und für deine Gefühle verantwortlich, außer dir. Die anderen sind Auslöser, aber nicht Besitzer deiner Gefühle. Wir tun aber so, als wären sie es. Doch selbst du bist nicht der Besitzer deiner Gefühle. Sie kommen und gehen. Wenn sie nicht hier sind, ist es unmöglich, sie herzuholen. Und wenn sie hier sind, ist es unmöglich, sie wegzuschicken. Lass sie so hier sein, wie sie sind. Dann brauchst du dir nie wieder andere Gefühle wünschen. Vor allem aber muss nie wieder irgendjemand auf deine Gefühle achten, weil du es jetzt tust.