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    14.8.2024AQ 2455
    »Niemand erwartet von dir Perfektion.«
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    Niemand erwartet von dir Perfektion. Alle erhoffen sich Berührbarkeit. Heute habe ich kein Zitat für dich. Ich möchte dir heute aus meinem Leben erzählen. Manche Menschen tun sich schwer damit, sich das anzuhören, weil sie eine falsche Vorstellung von Spiritualität haben. Ich mache das auch in meinen Retreats und in der Intensiventbildung. Und manchmal kommen die Menschen damit nicht klar. Das ist aber in diesen Gruppen relativ selten. Ich möchte nur etwas nicht machen, was viele andere machen. Erstens ein perfektes Bild von mir zeichnen. Und zweitens so tun, als würde mich gar nichts mehr berühren. Trotzdem ist es anders als früher, als es mich berührt hat. Ich war viel verärgerter. Ich habe mich viel mehr aufgeregt. Den Unterschied kann nur ich fühlen. Du fühlst das, was deinem Stand entspricht. Und mir ist vollkommen klar, dass ich mit dieser Offenheit erstens auch Menschen abstoße und zweitens fast nur missverstanden werden kann. Du musst es sehr, sehr stark wollen, um mich zu verstehen. Du musst dich mehr auf die Energie hinter den Worten konzentrieren als auf die Worte selbst und was sie bisher bei dir ausgelöst haben. Denn das, was die Worte bisher bei dir ausgelöst haben, muss nicht so bleiben. Das kann sich verändern und das wird sich in den meisten Fällen verändern bei Menschen, die ernsthaft an Spiritualität interessiert sind. Und das muss sich nicht künstlich verändern dadurch, dass du so tust, als ob. Deshalb mache ich das auch nicht, sondern es verändert sich von innen. Du fühlst plötzlich anders oder du fühlst in bestimmten Situationen, in denen du früher sehr intensiv gefühlt hast, gar nicht mehr oder weniger. Oder auch etwas vollkommen anderes als bisher. Meine heutige Geschichte beinhaltet auch die Geschichte von anderen. Damit tun sich viele dann noch schwerer. Und diese Geschichte ist sowohl lustig als auch traurig. Ich erzähle sie nicht, um jemand schlecht zu machen. Das ist nie meine Absicht. Meine Absicht ist immer Selbsterkenntnis. Vor zwei Tagen habe ich das Zitat "Die Esos und Spiris gehören zu den Übergriffigsten" veröffentlicht. Bei manchen Zitaten weiß ich schon vorher, dass sie kritisch sind für die Öffentlichkeit und dass ich mit allerlei Gegenwind rechnen muss. Ich liege da nicht immer richtig. In diesem Fall wusste ich es und es kam einiges an Gegenwind. Und eine Kommentarkombination daraus möchte ich dir vorlesen. Es gab einen Kommentar, der lautete folgendermaßen: "Viele Jahre in einem Esoterikladen gearbeitet, kann ich einfach nur bestätigen." Darunter war folgender Kommentar: "Wie kann man in einem Esoterikladen arbeiten, wenn man damit überhaupt nichts am Hut hat? Gleich widersprüchlich wäre, als Veganer in einer Metzgerei zu arbeiten." Und das unter dem Zitat "Die Esos und Spiris gehören zu den Übergriffigsten." Da hätte ich fast noch ergänzen müssen, dass sie auch zu den Begriffsstutzigsten zählen. Und beides in Kombination war hier zu sehen. Das war übergriffig, überhaupt zu kommentieren. Soweit ich das sehen konnte, war das keine Freundin. Es war ja auch kein freundlicher Kommentar. Und der erste Kommentar hat überhaupt nicht davon gehandelt, dass sie mit Esoterik nichts am Hut hat. Sie hat nur gesagt, dass sie das Zitat bestätigen kann, weil sie in einem Esoterikladen gearbeitet hat. Kommentare von derart aggressiven Menschen lösche ich meistens. Und dann kam gleich der zweite Kommentar hinterher. Der war dann direkt als Antwort auf mein Zitat: "Selten so einen Blödsinn gelesen. Es gibt offensichtlich Leute, die alles schlecht machen, was nicht in ihr kleinkariertes Denken passt, weil sie sich noch nie in ihrem Leben damit auseinandergesetzt haben. Übergriffige Leute erlebe ich überall, egal aus welchem Milieu sie kommen." Sie kennt mich offensichtlich überhaupt nicht, weiß aber, dass das Blödsinn ist und dass ich etwas schlecht mache, was ich nicht getan habe. Und dass ich kleinkariert denke und dass ich mich noch nie in meinem Leben damit auseinandergesetzt habe. Tatsächlich setze ich mich damit seit 18 Jahren auseinander. Und ich habe eine ganze Menge erlebt in dem Bereich. Sowohl persönlich als auch beruflich, wenn man das so nennen will. Also sowohl in meinem Privatleben als auch bei den Retreats, in den Facebookgruppen, per E-Mail und auch mit Facebook-Kommentaren. Früher wollte ich mit solchen Menschen diskutieren. Und ich habe so oft damit experimentiert. Und zwar sowohl mit meinen Gefühlen als auch mit der Art, wie ich es rüber bringe, als auch was ich sage, wie ich auf die Menschen eingehe. Und ich habe in 98 % der Fälle festgestellt: Da ist absolut nichts zu machen. Und zwar entweder bei mir nicht oder bei dem, der kommentiert, nicht. Ich kann nicht so tun, als würde mich der Kommentar nicht nerven und die Kommentatoren wollen mich gar nicht verstehen. Selbstverständlich ist das für mich nichts Neues. Du kannst dreimal raten, woher ich das kenne. Wenn du die Audioquickies schon länger hörst, dann musst du nicht einmal raten, dann weißt du, dass ich das von meinen Eltern kenne. Natürlich nicht die exakte Situation, sondern das Gefühl, das ich dabei fühle. Da ich bei diesen Experimenten selbst dann versagt habe, wenn ich keine negativen Gefühle hatte und ich mich wirklich mit den Menschen beschäftigt habe, habe ich einfach damit aufgehört. Und ich habe mit etwas anderem begonnen, was ich mich mein Leben lang nicht getraut habe und was früher auch noch anders gewesen wäre. Ich habe begonnen, in den Retreats darüber zu erzählen. Ganz intensiv habe ich damit in der Intensiventbildung Online begonnen und ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen. Mein Verstand hat mir gesagt: "Das macht man nicht. Das gehört sich nicht. Außerdem wirft das auch ein schlechtes Licht auf dich!" Gar nicht mal deswegen, weil ich denke, dass ich perfekt sein muss, sondern einfach nur, weil ich genau das aus der esoterischen und spirituellen Szene kenne. Die Menschen tun so, als wären sie bereits Licht und Liebe. Und dann gibt es aber etwas Verrücktes. Wenn du Licht und Liebe bist, dann kannst du alles erzählen. Dann musst du nichts verdrängen. Dann musst du nicht so tun, als würden die Dinge nicht passieren, die dir passieren. Dann musst du noch nicht einmal versuchen, heilig zu erscheinen, denn du bist es ja. Trotzdem verstehe ich, wenn Lehrer von ihren Schülern erwarten, dass sie nicht über andere sprechen. Mein Lehrer hat das auch unterbunden und ich habe es eine Zeit lang nachgemacht, bis ich gemerkt habe: Ich bin nicht wie mein Lehrer. Ich bin anders und ich wirke anders. Ich will und kann ihn nicht nachmachen. Und soweit ich das bisher beobachtet habe, passiert in den Retreats dann am meisten, wenn ich mich traue, diese Geschichten zu erzählen. Wenn ich bereit bin, Beispiele aus meinem eigenen Leben zu verwenden. Wenn ich nichts unter den Tisch kehre und transparent bin. Niemand erwartet von dir Perfektion. Alle erhoffen sich Berührbarkeit. Und jetzt habe ich doch ein Zitat.