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    11.8.2024AQ 2452
    »Die Esos und Spiris gehören zu den Übergriffigsten.«
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    Die Esos und Spiris gehören zu den Übergriffigsten. Und sie merken das noch nicht einmal. Genau diejenigen, die die ganze Zeit vor Übergriffigkeit warnen, können sich selbst kaum im Zaum halten. Sie sind die Übergriffigsten und Verbohrtesten. Selten offen und selten flexibel. Sie verwenden Spiritualität als Religion und ersetzen ihre bisherige Programmierung mit einer neuen. Sie sprechen von Achtsamkeit und Herzensbildung und wollen die als Allererstes bei den anderen sehen, statt mit gutem Beispiel voranzugehen. Ganz ähnlich wie einige Vegetarier und eine Menge Veganer. Ich darf das sagen, denn ich war selbst einer und ich war genauso. Ich meinte es wie die meisten anderen auch nicht böse und es war auch nicht meine Absicht, überheblich zu sein. Und trotzdem war ich es und kam es zumindest so an. So darf ich dir aus meiner eigenen Erfahrung berichten: Wenn du wirklich überzeugt bist, willst du niemanden mehr überzeugen. Und diese Art der Überzeugung, die ich meine, ist keine Überzeugung. Diese Art von verbohrter, übergriffiger Überzeugung ist nicht mehr notwendig. Man kann das zwar noch Überzeugung nennen, aber es ist eine vollkommen neue Form. Und zwar durch authentisches Erleben und Leben, in dem alles aus eigener Erfahrung erwächst, während du immer bei dir selbst beginnst und nie bei den anderen schaust. Das eigene Ego zu entlarven ist und bleibt halt das Schwierigste, das es gibt. Es ist so leicht, es bei anderen zu erkennen und zu wissen, was andere machen müssten, statt bei sich selbst anzufangen. Wenn du wirklich bei dir selbst anfängst, merkst du plötzlich, dass es nicht um die anderen geht und dass du sie gar nicht brauchst für deine eigene Veränderung. Und so entwickelst du dich vom spirituellen Schwätzer zum spirituellen Praktiker, der nichts mehr von anderen will und nichts mehr von ihnen verlangt, weil er aus eigener Erfahrung weiß, wie schwierig Veränderung ist, wenn man sie erzwingen will. Und welche Gnade Veränderung ist, die von selbst geschieht. Ich sage es immer wieder gerne, weil es wichtig ist, das zu verstehen. Die meisten Menschen gehen mit ihrem alten Verstand in die Spiritualität. Der Verstand wechselt einfach seinen Tätigkeitsbereich. Deshalb verändert er deine Worte statt deine Taten. Er spricht dann von Achtsamkeit, während er das Gegenteil tut. Das ist kein Vorwurf. Das kannst du beobachten, als Allererstes bei dir selbst. Und wenn du es bei dir selbst beobachtet und erkannt hast, dann findest du es überall. Dann lernst du, damit umzugehen. Das lernst du am besten, indem du fühlst. Denn wenn du fühlst, merkst du, wie abstoßend Übergriffigkeit ist. Und du entdeckst auch deine Rolle in diesem Spiel. Wenn du bisher das Opfer von Übergriffigkeit warst, dann fühlst du, dass in dir etwas mit dieser Übergriffigkeit in Resonanz gegangen ist. Deshalb hast du sie gebraucht. Wenn du sie nicht mehr brauchst, weil du nicht mehr mit ihr in Resonanz gehst, taucht sie auch nicht mehr auf. Und wenn sie auftaucht, macht es nichts, weil du sie erkannt hast und weil du deine körperliche Reaktion darauf fühlen kannst. Diese Resonanz in dir kannst du weder an- noch abschalten. Die verflüchtigt sich dann, wenn du alle Gefühle, die in diesem Zusammenhang auftreten, wahrnehmen kannst.