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    30.7.2024AQ 2440
    »Wenn du die Realität der bestehenden Simulation erkennst, hast du keine Angst mehr vor der nächsten.«
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    Wenn du die Realität der bestehenden Simulation erkennst, hast du keine Angst mehr vor der nächsten. Simulation kannst du in diesem Fall auch durch Inszenierung ersetzen. Wenn du das erste Mal eine Inszenierung erkennst oder entdeckst, dann haut es dich um. Es ist traumatisch. Du willst es nicht wahrhaben, aber du kannst gar nicht anders. Die meisten Menschen gehen an dieser Stelle zurück in den Tiefschlaf. Sie wollen das, was die Erkenntnis auslöst, nicht fühlen. Die Erkenntnis der Simulation trifft sie so hart, dass sie alles tun, um in die Simulation zurückzukommen. Je öfter du in eine Simulation zurückkehrst, desto mehr wird sie zur Abwärtsspirale. Durch deine Rückkehr verhinderst du weitere Erkenntnis. Du willst weiterhin von der Simulation getäuscht werden. Und die Simulation liefert dir jede Möglichkeit dafür. Wenn du stattdessen im Feuer der Erkenntnis der Simulation bleibst, wird es dich zuerst zwar erdrücken und du wirst viele Gefühle fühlen, auf die du keine echte Lust hast, doch dann wirst du frei von der Angst vor weiteren Simulationen. Dazu musst du aber wirklich bereit sein, die Inszenierung zu erkennen. Das erreichst du nur, indem du dich traust, hinzuschauen. Und auch dieses Hinschauen hat wieder mit Gefühlen zu tun, die du fühlen können musst. Die meisten Menschen machen sich lustig über die Indianer, die die Boote von Kolumbus nicht sehen konnten. Und sie verstehen nicht, dass wir in der absolut gleichen Situation sind. Wir können Dinge nicht sehen, weil wir sie nicht fühlen können. Das sind Tatsachen, die uns verborgen bleiben, nur weil wir nicht in der Lage sind, die Gefühle zu fühlen, die die Erschütterung unseres Weltbildes auslösen würde. Selbst viele Spirituelle wollen darüber nicht sprechen. Sie wollen davon nichts hören. Sie wollen es nicht wahrhaben. Ich sage es immer wieder gerne: Wirklich spirituell bist du erst, wenn du alles fühlen kannst. Das heißt nicht, dass du mit diesem Anspruch an Perfektion starten musst. Aber zu behaupten, spirituell zu sein und dann die Realität verdrängen wollen, passt nicht zusammen. Und natürlich stellt sich die Frage: Welche Realität denn? Da gibt es natürlich viele verschiedene. Und es gibt auf jede einzelne verschiedene Sichtweisen. Die meisten Menschen wollen sich keine einzige neue Realität anschauen und wenn, dann wollen sie nur ihre eigene Sichtweise hören. Sie wollen in dem, was sie bisher glauben, bestätigt werden. Der Mensch vermeidet und verdrängt Erschütterung. Das Beste, was dir passieren kann, ist eine Weltbilderschütterung auf vielen verschiedenen Ebenen. Dadurch lernst du als Allererstes dich selbst und all deine Gefühle und anschließend auch alle anderen und ihre Gefühle kennen. Auf diesem Weg musst du bereit sein, alleine zu stehen. Niemand wird dich bestätigen. Und falls doch, pass gut auf! Die Bestätigung deines Weges durch andere ist eine süße Falle. Du musst in deinem Leben unbedingt an den Punkt kommen, an dem du nicht mehr von der Meinung anderer abhängig bist. Im Idealfall ist das auch das Ende deiner eigenen Meinung. Seltsamerweise sind viele Menschen der Ansicht, dass das Ende der eigenen Meinung Beliebigkeit bedeuten würde. Das ist überhaupt nicht der Fall. Du hast ein eigenes, ganz individuelles Leben. Du hast Vorlieben und Abneigungen. Die werden eher deutlicher, als dass sie zurücktreten und beliebig werden, wenn du keine Meinung mehr hast. Denn deine Meinung ist nicht das, was du siehst und wahrnimmst. Deine Meinung ist das, was du von anderen übernommen hast, ohne es zu merken. Deine Meinung ist das, was es dir unmöglich macht, die Schiffe von Kolumbus am Horizont zu sehen. Es ist übrigens so, dass jede Simulation mit Angst arbeitet. Diese Angst ist die Grundlage jeder Simulation. Jeder, der simuliert, macht das nur aus Angst. Warum sonst sollte er dir etwas vorspielen? Wenn du keine Angst mehr hast oder all deine Angst fühlen kannst, kann dir niemand mehr etwas vorspielen.