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    5.7.2024AQ 2415
    »Das Einzige, das du als Kind teilen willst, ist dein Erstaunen.«
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    Das Einzige, das du als Kind teilen willst, ist dein Erstaunen. Falls du dich nicht an deine eigene Kindheit erinnern kannst oder willst, beobachte einfach Kinder. Beobachte, was sie tun und was sie interessiert. Kinder sind frei von Ego, Verstand und Programmierung. Und das Einzige, das sie teilen wollen, ist ihr Erstaunen. Sie sehen in allem ein Wunder, ohne dieses Wort überhaupt zu kennen. Sie sind fasziniert, aufgeregt, begeistert. Und zwar von den kleinsten Kleinigkeiten. Frei von Verstand und Programmierung hast du keine Botschaft und keine Vision. Du willst nicht die Welt retten. Du willst die Welt erkunden. Du willst sie erforschen. Du willst keine Meinung über sie haben. Du willst auch nicht, dass man dir sagt, wie sie ist. Du willst das alles selbst herausfinden. Und genau davon wirst du abgehalten. Ich sage das alles aus einem ganz bestimmten Grund. Es rennen so viele Coaches und Lehrer durch die Gegend, die dir etwas vollkommen anderes erzählen wollen. Du liest es an jeder Ecke, dass man dir helfen will, deine Botschaft zu teilen und deine Vision zu verbreiten. Das ist aber überhaupt nicht dein ursprünglicher Antrieb. Diese Idee kommt aus dem Verstand und der Verstand ist programmiert. Wie viel Ahnung können also diese spirituellen Coaches haben, die dir erklären wollen, dass du sichtbar werden musst? Wie verbohrt und vernebelt kann man sein, während man spirituell ist? Oder könnte es sein, dass sie einfach ihren alten Programmen folgen? Denn sie kennen und finden keine Möglichkeit, Geld zu verdienen, ohne dir etwas zu versprechen. Ich kann das verstehen. Denn die wenigsten Menschen sind so weit, dass sie bereit sind, für etwas zu zahlen, was sie nicht kennen. Sie wollen eben kein Abenteuer. Sie wollen dieses Erstaunen des Kindes unter allen Umständen vermeiden. Sie wollen nichts Neues herausfinden. Sie wollen das Alte noch einmal neu aufwärmen. Sie haben das Hamsterrad selbst nie verlassen und können dir deshalb überhaupt nicht zeigen, wie du es verlassen könntest. Sie machen das alles immer noch im Rahmen ihrer Programmierung. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Versuchung groß ist. Die Versuchung, dir etwas zu versprechen, damit du kaufst. Die einzige Möglichkeit, die ich habe, ist, an das zu appellieren, was verschüttet ist. Es ist viel schwieriger, das Verschüttete anzusprechen als das Programmierte. Das Programmierte ist die ganze Zeit präsent. Deshalb kann es jederzeit auf Knopfdruck abgerufen werden. Das ist keine große Kunst. So funktionieren alle Verkaufstrainings. Sie sagen dir, dass du die Hoffnungen, Wünsche und Werte der Menschen ansprechen musst. Und das funktioniert. Das funktioniert sogar sehr, sehr gut. Wenn du die Hoffnungen, Wünsche und Werte der Menschen ansprichst, sprichst du aber ihre Programmierung an. Du sprichst das Alte an. Du sprichst das an, was sie loslassen müssen, wenn sie irgendetwas verändern wollen. Vor allem, wenn sie wirklich etwas verändern wollen und wenn sie etwas erfahren wollen, was sie noch nie erfahren haben. Ein Leben jenseits der Einbildung. Ein Leben jenseits der Programmierung. Und das ist ein Leben, in dem du staunst. Und im Vergleich zur Behauptung der meisten bedeutet das nicht, dass es immer schön ist. Aber es gibt immer etwas zu staunen. Das gibt es aber nur, wenn du vergisst, was du gelernt hast. Wenn du vergisst, was du dir eingebildet hast. Solange du dir einbildest, du wüsstest, wie es ist, kannst du nicht staunen. Mit der dafür notwendigen Deprogrammierung und Entbildung haben sich selbst meine Mitarbeiter unfassbar schwer getan. Sie hatten Themenwünsche und sie haben bestimmte Themen abgelehnt. Und das hatte einen ganz einfachen Grund. Sie haben dabei Gefühle gefühlt, die sie nicht fühlen wollten. Wenn die ungeliebten Gefühle dein Leitstern für Verdrängung sind, wirst du niemals staunen können. Es hat einen Grund, warum ich mich mit allen möglichen und unmöglichen alternativen Welterklärungsmodellen beschäftigt habe. Ich wollte wieder staunen. Und so habe ich mich erinnert, dass ich seit meiner Kindheit nichts anderes wollte. Ich wollte gar nicht recht haben, wie meine Eltern behauptet haben. Ich wollte die Erlaubnis, staunen zu dürfen. Dazu musst du die Erlaubnis bekommen, etwas anders sehen zu dürfen als die anderen. Und dieser Korridor wird in den letzten Jahren immer enger, weil er auf der anderen Seite immer weiter wird. Innerhalb der sogenannten Gesellschaft wird dieser Korridor enger. Die Möglichkeiten, diesen Korridor zu erweitern, wurden aber in den letzten Jahrzehnten immens groß. Jetzt liegt es an dir, ob du bereit bist und ob du wieder staunen willst.