Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    1.7.2024AQ 2411
    »Die ganze Welt arbeitet mit schlechtem Gewissen.«
    0:000:00
    Die ganze Welt arbeitet mit schlechtem Gewissen. Ich finde das heutige Zitat lustig und traurig doppeldeutig zugleich. Zum einen gehen die meisten Menschen mit schlechtem Gewissen zur Arbeit und sie arbeiten auch mit schlechtem Gewissen. Sie haben während der Arbeit kein gutes Gewissen, weil sie das, was sie tun, nicht tun würden, wenn sie kein Geld dafür bekommen würden. Auch das wird von Spirituellen mal wieder vollkommen falsch interpretiert. Das bedeutet nicht, dass du kostenlos arbeiten sollst. Es bedeutet, dass du in dem Bereich Geld verdienen sollst, in dem du gerne arbeitest. Du solltest in dem Bereich tätig sein, in dem du auch ohne Geld tätig wirst. Da das nur sehr selten der Fall ist, arbeitet die ganze Welt, während sie ein schlechtes Gewissen hat. Entweder weil sie wissen, dass die Arbeit, die sie da machen, nicht besonders sinnvoll ist oder vielleicht sogar schädlich, oder sie hätten eigentlich was Besseres zu tun. Sie sind jetzt nur in der Arbeit, weil sie das Geld brauchen und eigentlich würden sie gerne etwas vollkommen anderes tun. Sie gehen also nur arbeiten, um ihr Hobby zu finanzieren. Das aber auch nur, falls sie nach der Arbeit noch die Zeit und die Kraft dafür finden. Die zweite Bedeutung des heutigen Zitates ist, dass die Menschen versuchen, dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Sie arbeiten also damit, anderen ein schlechtes Gewissen zu machen. Das ist eine Manipulationsmethode, die weitverbreitet ist. Denn mit schlechtem Gewissen bekommst du sie fast alle. Und jeder von uns ist sowohl auf der Anwender- als auch auf der Empfängerseite. Der Grund dafür ist ganz einfach. Wir haben es als Kinder so gelernt. Wir wurden mit schlechtem Gewissen bearbeitet und wir haben dadurch gelernt, wie wir andere mit schlechtem Gewissen bearbeiten können. Und während wir merken, wie unangenehm das ist, wenn uns andere mithilfe unseres schlechten Gewissens versuchen zu manipulieren, wenden wir es trotzdem weiterhin bei anderen an. Und komischerweise sind diese beiden Bedeutungen des heutigen Zitats miteinander verknüpft. Denn wenn wir mit schlechtem Gewissen arbeiten gehen und keinen Spaß an unserer Arbeit haben und diese Arbeit auch nur des Geldes wegen machen und nicht, weil wir sie für sinnvoll halten, sie uns Spaß macht, wir darin aufgehen, dann können wir es uns ja auch für andere nicht vorstellen, dass es denen anders gehen darf. Also machen wir auch allen anderen ein schlechtes Gewissen, wenn es um Arbeit und Geldverdienen geht. Wir sagen unseren Kindern fast von Geburt an, dass Geld nicht auf Bäumen wächst und dass der wesentliche Sinn unseres Lebens der ist, Geld zu verdienen. Als würden wir auf einem Arbeitsplaneten leben. Wenn wir dann andere sehen, die aus diesem Gefängnis ausbrechen, dann sehen wir das nicht gern. Denn wir merken ja, dass wir noch ein schlechtes Gewissen haben, während wir arbeiten und die nicht mehr. Wir können sehen, dass die bei etwas Spaß haben, woran wir keinen Spaß haben. Und das ärgert uns. Da müssen wir dann vehement einschreiten, zumindest mit Argumenten. Und wir müssen uns wenigstens darüber aufregen: "Was die sich erdreisten und was die wohl glauben, was das hier ist! Das Leben ist schließlich kein Ponyhof." Und wir vergessen dabei zu erwähnen: "Für uns." Weil wir so drauf sind, ist das Leben für uns kein Ponyhof. Und diejenigen, die tief in ihrer Programmierung gefangen sind, sagen an dieser Stelle: "Du hast gut reden und das wär ja schön, wenn das ginge. Aber bei mir geht das nicht." Und ich behaupte ja auch nicht, dass es so geht, wie es sich dein Verstand vorstellt. Aber ich behaupte, dass es geht. Es geht anders, als du denkst. Und es ist sogar härter, als du denkst. Aber es geht. Die Frage ist nicht: Willst du dieses Ziel erreichen? Die Frage ist: Willst du diesen Weg erleben? Wenn du diesen Weg erleben willst, mach eine einzige Sache. Arbeite im doppelten Sinn nie wieder mit schlechtem Gewissen.