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    15.6.2024AQ 2395
    »Die Erklärung, woher das Gefühl kommt, bringt dir nichts.«
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    Die Erklärung, woher das Gefühl kommt, bringt dir nichts. Selbst wenn du weißt, woher das Gefühl kommt und warum es hier ist, bleibt das Gefühl. Die Erklärung des Gefühls bringt nichts. Sie hat keinen Wert. Der analysierende Verstand tut so, als würde eine Erklärung etwas bringen. Als könnte er der Sache, nämlich deinem Gefühl, damit auf den Grund gehen. Als würde die Erkenntnis des Ursprungs irgendetwas verändern. Dieses Wissen bringt dir nie irgendetwas. Du kannst damit zu deinem Psychologen gehen und vielleicht bestätigt er dich. Oder du kannst selbst Psychologe werden, aber damit veränderst du nichts. Es gibt nur eine Sache, die tatsächlich etwas verändert: Wenn du das Gefühl nicht mehr verändern willst! Und das geht, indem du das Gefühl wahrnimmst, indem du das Gefühl fühlst. Der Verstand hat so viele Tricks entwickelt, wie er das Fühlen der Gefühle vermeidet, dass ich dazu einen Text verfasst habe. Er heißt "Gefühle fühlen": "Dir vorzunehmen, deine Gefühle zu fühlen, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Dich darauf vorzubereiten, deine Gefühle zu fühlen, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Zeit einzuplanen, deine Gefühle zu fühlen, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Deinen Freunden erzählen, wie sehr du deine Gefühle fühlst, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Anderen zu erzählen, dass du deine Gefühle schon einmal gefühlt hast oder fühlen wirst, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Gleichgesinnte zu suchen, die ihre Gefühle gemeinsam mit dir fühlen, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Dich dafür zu verurteilen, dass du deine Gefühle nicht gefühlt hast, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Dich dafür feiern, dass du deine Gefühle gefühlt hast, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Darüber zu lesen, wie du deine Gefühle fühlen könntest, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Auf Instagram stolz zu berichten, wie sehr du deine Gefühle fühlst, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Dir in bunten Farben auszumalen, wie sehr sich dein Leben verändern wird, wenn du deine Gefühle fühlst, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Davon zu lesen, wie andere ihre Gefühle fühlen, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Diesen Text zu lesen, ist nicht deine ‘Gefühle fühlen’. Nur deine Gefühle im Körper zu fühlen, ist deine ‘Gefühle fühlen’." Das heutige Zitat könnte ich nahtlos in diesen Text einfügen. Dir erklären zu können, woher dein Gefühl kommt, ist nicht dein ‘Gefühl fühlen’. Zu wissen, warum das Gefühl hier ist, ist nicht dein ‘Gefühl fühlen’. Ein spiritueller Verstand entwickelt sich ganz leicht und ganz schnell zum Psychologen. Er findet es faszinierend, sich die Dinge erklären zu können. Vor allem aber findet er es faszinierend, andere Menschen zu analysieren. Und das ist auch spannend. Doch damit hält er dich davon ab, deine Gefühle zu fühlen. Und so hält er dich davon ab, Praktiker zu sein und du bleibst in der Theorie gefangen. Darüber nachzudenken und zu erkennen, woher die Gefühle kommen, warum sie da sind und was sie dir sagen wollen, bringt dich nicht weiter. Das ist keine Spiritualität, das sind Psychologie und Philosophie. Du kannst auch ganz einfach erkennen, ob du es wirklich tust. Wenn du wirklich fühlst, dann ist die Erklärung, woher das Gefühl kommt, nicht mehr wichtig. Die Erklärung ist sogar so unwichtig, dass sie dir nicht einmal mehr einfällt. Denn du bist mit einer einzigen Sache beschäftigt: Dein Gefühl im Körper wahrzunehmen.