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    31.5.2024AQ 2380
    »Zeit, die man gerne verschwendet, ist keine verschwendete Zeit.«
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    »Zeit, die man gerne verschwendet, ist keine verschwendete Zeit.« John Lennon Tatsächlich gibt es überhaupt keine verschwendete Zeit. Die Idee von verschwendeter Zeit entsteht im Verstand, der dir nachträglich sagt, dass du etwas Besseres, etwas Wertvolleres machen hättest können. Es gibt keinen Unterschied zwischen verschwendeter Zeit und wertvoll eingesetzter Zeit. Es gibt nur einen Unterschied zwischen bewusst erlebter und unbewusst erlebter Zeit. Und am unbewusstesten bist du, wenn du dich selbst verurteilst. Selbstverurteilung ist die tiefste aller Programmierungen beziehungsweise die intensivste Auswirkung von Programmierung. Und es ist gleichzeitig auch die dümmste Auswirkung. Denn dich nachträglich zu verurteilen, ist absolut sinnfrei. Es ist bereits vorbei. Du hast es bereits getan und deine eigene Verurteilung dessen, was du getan hast, verändert gar nichts an der Vergangenheit. Und noch viel schlimmer: Es verändert auch nichts an der Zukunft, da du in der Gegenwart übst, wie du dich selbst verurteilst. Du übst also das, was dir keinen Spaß macht. Übung macht ja bekanntlich den Meister und je mehr du das übst, desto besser kannst du dich selbst verurteilen. Und genau das machen wir. Wir übergeben das Zepter unserem Verstand und lassen ihn schalten und walten, wie er möchte. Er darf uns schlechtreden. Er darf uns fertigmachen und er darf das immer und immer wieder wiederholen. Wir machen bei der Selbstkritik den gleichen Fehler wie bei der Kritik. Wir behaupten, sie sei wertvoll, sonst könne sich ja nichts verändern. Und das behaupten wir schon seit Jahrzehnten. Obwohl wir es regelmäßig wiederholen, diese ach so wertvolle Selbstkritik, hat sich noch nie etwas dadurch verändert. Während wir uns selbst kritisieren, geht es uns auch nicht gut. Aber das ignorieren wir auch schon seit Jahrzehnten. Der Grund dafür ist ein ganz einfacher: Wir können keine Gedanken ignorieren. Gedanken sind aber die ursprüngliche Hypnose. Sie sind ein inneres Perpetuum Mobile, das wir nicht abschalten können und das uns je tiefer hypnotisiert, je öfter wir es zulassen. Wenn dir das zu radikal ist, dass keine Zeit verschwendete Zeit ist, dann nimm das heutige Zitat. Dann versuche, Zeit gerne zu verschwenden. Sei bewusst, während du Zeit verschwendest und genieße es. Genieße den Luxus, Zeit verschwenden zu können. Je stärker dein Verstand ist, je aktiver dein Verstand ist, desto schwieriger wird das, desto schneller beginnt er mit der Selbstkritik, die dich runterzieht. Du verschwendest dann zwar weiterhin deine Zeit, kannst es aber ganz sicher nicht mehr genießen. Oder dein Verstand drängt dich durch die Kritik dazu, keine Zeit mehr zu verschwenden und etwas Vernünftiges zu machen, ohne dass er überhaupt einschätzen kann, was das sein soll. Hauptsache, du hast etwas getan, auch wenn es dir überhaupt keinen Spaß macht! Dann verschwendest du zwar keine Zeit mehr, gut geht es dir dabei aber auch nicht. Wenn du das aufmerksam beobachtest, wird dir im Lauf der Zeit auffallen, dass es überhaupt nicht darum geht, was du machst, sondern nur darum, dass du keinen Spaß haben und auf keinen Fall entspannen darfst. Dein Verstand hält dich also in einem schlechten Gewissen gefangen und das schlechteste Gewissen kann er dir mit dem Vorwurf von Verschwendung bescheren. Das kannst du auch auf alle anderen Bereiche übertragen, in denen es um Verschwendung geht. Wenn du ein schlechtes Gewissen hast, weil du angeblich verschwenderisch bist, bleibst du leichter kontrollierbar. Verschwende gerne vor allem deine Zeit und du wirst unkontrollierbar.