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    3.5.2024AQ 2352
    »Keine Sorgen haben«
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    »Keine Sorgen haben« kommt nicht davon, dass es keine Probleme mehr gibt. Keine Sorgen mehr zu haben, kommt davon, dass man sich über die Probleme, die es gibt, keine Sorgen mehr macht. Es ist eine irrige Annahme, dass die Spiritualität dafür da sei, keine Probleme mehr zu haben. Es geht auch nicht darum, für immer in Frieden zu sein. Der Kern von Spiritualität ist die Fähigkeit, mit dem zu sein, was jetzt gerade hier ist. Und zwar vollkommen unabhängig davon, was das ist. Überall wird das anders gesehen, anders behauptet und anders angestrebt. Die spirituelle Welt ist voll von Verstandesspiritualität. Wenn du deinen eigenen Verstand entlarvt hast, siehst du die Verstandesspiritualität an jeder Ecke. Nicht deshalb, weil du sie verurteilst, sondern deshalb, weil es so ein unfassbar großer Unterschied ist. Es ist der Unterschied zwischen Verstand und Spiritualität. Es ist der Unterschied zwischen einer imaginierten Traumwelt und praktisch gelebter Spiritualität. Es ist der Unterschied zwischen spirituellem Wissen, das es nicht gibt, und spirituellem Leben. Es ist der Unterschied zwischen Konzepten, Programmen und Methoden und deiner tatsächlich gelebten Erfahrung, deiner erlebten Realität. Es ist der Unterschied zwischen ‘schön reden’ und ‘tatsächlich in seiner Essenz erleben’. Der Verstand wünscht sich, keine Probleme und keine Sorgen zu haben. Er kennt die Möglichkeit nicht, Probleme zu haben und sich trotzdem keine Sorgen zu machen. Und weil er so vieles gar nicht kennt, kann er es sich nicht vorstellen. Und alles, was er sich nicht vorstellen kann, existiert für ihn nicht. Deshalb versucht er das, was er sich vorstellen kann. Und so malt er die spirituelle Welt rosarot an. Als hätte es einen Wert, wie du denkst! Spiritualität findet nicht im Denken statt. Sie ist eine Art Dimensionswechsel in dir. Damit der stattfinden kann, brauchst du einen Anhaltspunkt. Du brauchst jemanden, der dir etwas vorlebt, was dein Verstand nicht kennt. Dabei müssen zwei Energien im Gleichklang sein, und zwar das, was der Lehrer sagt und was er lebt. Es geht dabei nicht um eine faktische Wahrheit, sondern um eine gefühlte. Und zwar sowohl beim Lehrer als auch bei dir. Der Lehrer darf keinen einzigen Satz aus dem Verstand sprechen. Wenn du bereit bist, ist aber sogar das möglich. Wenn du deinen Verstand nicht mehr aktivierst, kann die gesamte Welt um dich herum im Verstand gefangen sein. Es betrifft dich nicht mehr. Du hast noch Probleme, aber keine Sorgen mehr.