Wenn Sicherheit in Frage gestellt oder versprochen wird, geht es immer um Kontrolle durch Angst. Niemand, der Sicherheit in Frage oder in Aussicht stellt, ist an deiner Sicherheit interessiert. Er interessiert sich immer nur an der damit verbundenen Kontrolle. Denn wenn dir jemand Angst macht, bist du kontrollierbar. Und so könnte es sein, dass viele Dinge, von denen wir denken, sie seien gefährlich, in Wahrheit gar nicht gefährlich sind. Das ist vor allem in den Bereichen sehr wahrscheinlich, in denen wir nichts überprüfen können oder in denen sich die Vorschriften im Verlauf der Jahre ständig geändert haben. Was uns als Sicherheit und Fortschritt durch Erkenntnis verkauft wird, kann genauso gut Kontrolle durch Angst sein. Es lohnt sich deshalb, genauer hinzuschauen, vor allem in den Bereichen, in denen die Kontrolle monopolisiert oder zentralisiert ist. Es geht dabei nicht nur um die Kontrolle der Menschen, sondern zum Beispiel auch um die Kontrolle von Rohstoffen. Und wenn Rohstoffe gefährlich sind und die Sicherheit gefährden, dann kann man sie sehr leicht kontrollieren. Es kann deshalb sehr gut sein, dass die Gefahr erfunden ist. Auch und gerade dann, wenn sie allgemein anerkannt ist und jeder weiß, dass das gefährlich ist. Je mehr Angst Menschen vor Unsicherheit haben, desto leichter lassen sie sich kontrollieren. Es geht dabei nur um die Wahrnehmung der Menschen und nicht darum, wie es wirklich ist. Wenn es in der Wahrnehmung der Menschen gefährlich ist, dann kann es vollkommen ungefährlich sein und die Menschen oder der Umgang mit bestimmten Substanzen kann trotzdem kontrolliert werden. Relevant für die Steuerbarkeit der Menschen ist einzig und allein die gefühlte Gefahr oder Unsicherheit. Gefahr kann auch gar nicht gemessen werden. Statistiken sind viel zu abstrakt und Wahrscheinlichkeiten können dich betreffen oder eben nicht. Es geht deshalb immer nur um dein Gefühl und um die Fähigkeit, dieses Gefühl wahrzunehmen. Wenn du dazu in der Lage bist, bist du nicht mehr steuerbar und manipulierbar. Denn wenn du es fühlen kannst, musst du nicht mehr reagieren. So befreit dich die Fähigkeit, deine Gefühle zu fühlen, schrittweise von jeder Manipulation und jeder Tyrannei. Sowohl im Kleinen als auch im Großen. Denn Gefühle unterscheiden nicht nach Größe der Bedrohung, sondern nach Intensität der Körperempfindung. Sobald dir jemand Angst macht oder du Angst bekommst, kannst du das immer als Allererstes als Möglichkeit nutzen, anzuhalten und zu fühlen. Wenn du das lange genug machst, entfällt jede Handlungsnotwendigkeit. Wenn es eine echte Handlungsnotwendigkeit gibt, hast du gehandelt, bevor du gefühlt hast. Und das ist dann auch vollkommen in Ordnung.