Die Mainstream-Spiritualität hindert dich an dem Aufstieg, den sie dir verkaufen will. Wenn du mit Aufstieg wirbst und du wirst mit einem Abstieg konfrontiert, dann versuchst du alles, um diesen Abstieg aufzuhalten. Und damit ist nicht nur dein Schüler Opfer deines Programms, sondern auch du selbst. Ein Lehrer, der bei anderen keinen Abstieg aushält, weil er ihn nicht mit ansehen kann, hat ihn selbst nicht bewusst erlebt und könnte ihn bei sich selbst nicht verkraften. Das heißt, er weiß gar nichts von der Schönheit eines Abstiegs. Vor allem aber weiß er nichts von der befreienden Wirkung eines Abstiegs. Und so kümmern sich unzählige spirituelle Coaches um ihre Klienten, denen sie ein besseres Leben versprochen haben oder sogar einen Aufstieg, ohne dass sie in der Lage sind, den davor notwendigen Abstieg mitzuerleben. Selbstverständlich kommt dieser Abstieg nicht bei jedem, aber sie sind ja noch nicht einmal bereit, die Möglichkeit eines Abstiegs zuzulassen. Und so handeln sie in tiefster Programmierung. Ein Coach, der sich selbst daran erinnern müsste, dass alles in Freiheit geschehen muss, ist keiner. Spiritualität ist nicht seine Berufung, sondern Wunschdenken. Selbst die behauptete Kapazität, alles so hier sein lassen zu können, wie es ist, besteht nur im Kopf und nicht im Gefühl. Es sind auswendig gelernte spirituelle Sätze von Möchtegerns. Sie möchten gern, dass es so ist, wie sie sagen. Jemand, der es gerne möchte, hat es nicht erlebt und weiß nicht, wovon er spricht. Er träumt vielleicht von einem Aufstieg, hat ihn aber selbst noch nicht gemeistert. Der Aufstieg bleibt Wunschdenken. Und zwar genau so lange, bis du bereit bist, abzusteigen. Wenn du nichts mehr gegen den Abstieg hast, bist du aufgestiegen. Was für dich vielleicht philosophisch klingt, ist so viel mehr. Es ist die Essenz von Spiritualität. Es ist der Anfang und gleichzeitig das Ende. Denn nichts existiert ohne sein Gegenteil. Und wenn du an deinem Aufstieg arbeitest, dann willst du den Abstieg vermeiden. Es gibt auch keinen anderen Grund, warum du dir Aufstieg wünschen und herbeisehnen solltest. Der einzige Grund, warum das Menschen tun, ist, weil sie etwas gegen den Abstieg haben. Sie finden den Zustand der Welt nicht gut und verstehen nicht, dass die Welt in ihnen erscheint. Die Welt braucht keinen Aufstieg. Auch die anderen Menschen brauchen ihn nicht. Du bist der Einzige, der das gerade denkt. Und nur in dir findet das alles statt. Der nach außen projizierte Wunsch vom Aufstieg ist dein eigener Widerstand gegen deinen Abstieg. Folge denen, die dieses Spiel durchschauen und nicht jenen, die es weiterhin spielen.