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    23.3.2024AQ 2311
    »Geld ist nicht die limitierende Ressource.«
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    Geld ist nicht die limitierende Ressource. Die limitierende Ressource ist der Mensch. Die meisten Menschen neigen dazu zu denken, ihnen fehle das Geld, wenn sie mehr Geld hätten, könnten sie irgendetwas besser, schöner, erfolgreicher gestalten. Diese Idee stimmt, und zwar genau so lange, bis du mehr Geld hast. Sobald dir das Geld, das du dir immer gewünscht hast, zur Verfügung steht, erkennst du, dass deine Idee nicht gestimmt hat. Du merkst plötzlich, dass es viel limitierendere Ressourcen als Geld gibt. Und diese Ressourcen, die oft limitiert sind, liegen am Menschen. Das sind zum Beispiel Fantasie beziehungsweise Vorstellungsvermögen oder Imagination, Lust, also Antrieb und Motivation und auch Klarheit. All diese Ressourcen sind immer viel limitierter als Geld. Solange du kein Geld hast, kannst du dir das unter gar keinen Umständen vorstellen. Unser Verstand hat die seltsame Angewohnheit, diejenige Ressource als Begründung auszuwählen, die am unwesentlichsten ist. Es ist nämlich eine externe Ressource, eine Ressource, die du scheinbar nicht beeinflussen kannst. Und wenn wir einen Grund suchen, warum etwas nicht funktioniert, dann ist uns so etwas immer am liebsten. Etwas Externes, was wir gar nicht beeinflussen können und wofür wir überhaupt gar nichts können. Wir sind nicht schuld. Es liegt nicht an uns. Da kann man nichts machen. Ich habe halt kein Geld. Und das stimmt nicht. Da kann man was machen. Als Allererstes müssten wir aufhören, an der falschen Front zu arbeiten. Wir müssten aufhören, uns mit der unwichtigsten Ressource zu beschäftigen und unsere Aufmerksamkeit auf die Ressourcen legen, die vorhanden sind und die wir zumindest ein bisschen beeinflussen können. Ich habe 20 Jahre meines Lebens Geld als Begründung genommen, warum etwas bei mir nicht funktioniert. Und da haben mir sogar einige Menschen zugestimmt. Das hat mir nur überhaupt gar nichts gebracht, denn diejenigen, die mir bei dieser Analyse zugestimmt haben, haben mir anschließend kein Geld gegeben. Das war also zwar schön, weil es bestätigend war, hat aber überhaupt nichts gebracht. Und im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, es war gar nicht schön, denn durch die Bestätigung haben mich diese Menschen in meinem Gefängnis sitzen gelassen. Sie haben mich mit der Idee, dass Geld die limitierende Ressource sei, alleine gelassen, indem sie mich bestätigt haben. Mittlerweile weiß ich, dass alles andere mehr limitiert als Geld. Denn ich habe einen einzigen, aber unfassbar wesentlichen Fehler erkannt und im Lauf der Jahre auch sehr radikal, manche würden auch sagen, extrem getestet und der Test ist positiv verlaufen. Meine Orientierung, mein Fokus war: Wie kann ich Geld verdienen? Und das war immer der falsche Fokus. Und das war ein Fokus, der mich limitiert hat, weil ich dadurch nicht geschaut habe, um was es sonst noch gehen könnte. Ich habe also bei jeder Entscheidung, bei jeder Idee überlegt: Wie kann ich damit Geld verdienen? Irgendwann habe ich diesen Fokus verändert und habe mich nur noch gefragt: Worauf habe ich Lust? Was macht mir Spaß? Was gefällt mir? Was erfreut mich? Was mag ich? Was liebe ich? Und ich habe meine gesamten Entscheidungen nur noch an dieser Frage orientiert. Das hat alles verändert, und zwar zum Negativen. Denn ab diesem Zeitpunkt hatte ich dann tatsächlich gar kein Geld mehr. Und trotzdem habe ich mich geweigert, meinen alten Fokus zurückzuholen und mich wieder aufs Geld zu fokussieren. Ich war dabei so stur und uneinsichtig, dass es die meisten Menschen nicht verkraftet haben. Nicht über Wochen oder Monate, sondern über Jahre. Und ich bin nie wieder in meine alte Welt zurückgekehrt. Es ist mittlerweile unmöglich, dass mich äußere Umstände limitieren, denn es ist offensichtlich: Limitieren kann ich mich immer nur selbst.