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    17.3.2024AQ 2305
    »Der Wunsch, etwas zu beschränken, kreiert den Wunsch, es zu durchbrechen.«
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    Der Wunsch, etwas zu beschränken, kreiert den Wunsch, es zu durchbrechen. Eine Bewegung löst immer ihre Gegenbewegung aus. Die Beschränkung sorgt überhaupt erst dafür, dass der Wunsch, die Beschränkung zu umgehen, entsteht. Jeder Eingriff in die vorhandene, entweder natürliche oder auch einfach nur gewohnte, Ordnung macht überhaupt erst deutlich, wie es bisher war. So kann ein solcher Eingriff zwar durchweg negativ und als schlecht bewertet werden, doch gleichzeitig sorgt er automatisch immer auch für Erkenntnis. Die größtenteils negative Bewertung von Veränderungen erweckt fast den Eindruck, als wären uns Erkenntnisse gar nicht recht und äußerst unangenehm. Erkenntnis erscheint uns durchweg mühsam und oft mit Schmerzen verbunden. Erst durch massive Eingriffe sind wir bereit, genauer hinzuschauen. Aber nicht, weil wir bereit sind, sondern weil es dann nicht mehr anders geht. Wir werden geradezu dazu gezwungen, weil die Bewegung immer die Gegenbewegung auslöst. Wir können das gar nicht steuern und wir brauchen unterschiedlich starke Bewegungen, um die entsprechende Gegenbewegung in uns auszulösen. Der Verstand behauptet, es sei dann schon zu spät. Und es mag sein, dass es für eine Reaktion zu spät ist. Für Erkenntnis ist es nie zu spät. Und es geht hier nur um Erkenntnis. Es geht ganz offensichtlich nicht darum, hier lebend rauszukommen. Auch dann nicht, wenn einige daran forschen und wenn immer mehr die Unsterblichkeit anstreben. Auf der Ebene, auf der es wirklich um etwas geht, kann es nur um Erkenntnis gehen. Weder die Herbeiführung noch die Vermeidung eines Ereignisses kann wichtiger als Erkenntnis sein.