Du hast dich durch Glauben ersetzt. Wer jetzt nicht weiß, was ich meine, steht ganz am Anfang. Und das macht nichts. Wer jetzt denkt: "Aber Glauben, das ist doch was Gutes, Stefan!", der hat ein viel größeres Problem. Denn der liebt seinen Glauben. Oder schlimmer noch, der ist seinem Glauben verfallen. Alles, was du von dieser Welt weißt, ist im Bereich des Glaubens. Und wenn ich sage, dass du dich durch Glauben ersetzt hast, bedeutet das also auch, dass du dich durch diese Welt ersetzt hast. Du hast dieser Welt geglaubt und deshalb hast du gedacht, du seist wie die Welt. Die Welt ist Fiktion und nur von dem abhängig, was du glaubst. Damit hast du dich selbst zu einer Fiktion gemacht, als gäbe es dich nicht und als käme es auf dich nicht an. Tatsächlich gibt es niemanden außer dir. Doch du hast lieber denen geglaubt, die dir etwas über dich erzählen. Und so hast du im Lauf der Jahre begonnen, dir selbst etwas über dich selbst zu erzählen. All das liegt im Bereich des Glaubens, denn du musst es wiederholen und du musst daran glauben, damit es für dich so ist. Dadurch, dass du geglaubt hast, hast du nicht mehr erforscht. Du hast dich nicht mehr untersucht. Du hast so getan, als wäre dein Glaube echt und absolut. Und deshalb hast du gedacht, dass auch du komplett fertig bist. Abgeschlossen. Doch dabei bist du nur wie die Welt etwas, an das du glaubst. Du hast dich noch gar nicht genau genug untersucht. Es war zu viel Glaube im Spiel. Durch die Untersuchung der Welt kannst du zu dir zurückfinden, denn die Untersuchung beendet den Glauben. Und es ist egal, ob du in der Welt beginnst oder bei dir. Wenn du alles hinterfragst, was du gelernt und geglaubt hast, kommst du immer zum Kern. Alles, was du von dieser Welt weißt, ist im Bereich des Glaubens. Alles, was du über dich weißt, ist im Bereich des Glaubens.