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    11.3.2024AQ 2299
    »Der echte Aufstieg ist ein Abstieg.«
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    Der echte Aufstieg ist ein Abstieg. Der echte Aufstieg ist ein Abstieg in deinen Körper, in diese Welt und heraus aus allem, was nicht echt ist. Das ist dein innerer Aufstieg, der nach außen wie ein Abstieg wirkt. Es ist aber auch tatsächlich im allerpositivsten Sinne ein Abstieg in diese Welt. Du kommst endgültig hier an, du willst nicht mehr weg und kannst deshalb auch alle Vermeidungsprogramme sein lassen. Dein innerer Aufstieg kann in dieser Welt nicht gesehen werden. Ein innerer Aufstieg kann nur von denen gesehen werden, die selbst bereits einen inneren Aufstieg erlebt haben und die sich dabei nicht zu schade waren, einen äußeren Abstieg in Kauf zu nehmen. Der kollektive Aufstieg, der gerne angepriesen wird, würde also auch ganz anders aussehen, als wir ihn uns vorstellen. Es würde erst einmal so aussehen, als fiele die Welt auseinander. Einige können das bereits sehen und bekommen Angst. So sieht ein innerer Aufstieg aus. Meiner Erfahrung nach muss es aber eine bewusste Wahl sein, damit es wirken kann. Der Abstieg selbst muss nicht unbedingt bewusst oder absichtlich gewählt sein, aber wir müssen eine bewusste Entscheidung treffen, dass wir das, was jetzt passiert, erleben wollen und es auch bewusst erleben wollen. Das bedeutet, dass wir bereit sind, uns selbst in diesem Prozess zu beobachten. Die Praxis schaut meistens ganz anders aus. Wir sind die meiste Zeit damit beschäftigt, die anderen zu beobachten: Wie sie sich verhalten, was sie falsch machen und was sie besser machen könnten. Und selbst wenn wir uns selbst beobachten, haben wir ähnliche Kriterien, die wir an uns anlegen. Wir beobachten also uns selbst und unsere Entscheidungen, unsere Handlungen und wüssten dann jetzt mittlerweile, wie wir es besser machen könnten, wie wir es in der Vergangenheit machen hätten sollen. Das ist keine Selbstbeobachtung. Das ist weit davon entfernt. Selbstbeobachtung findet unter Ausschluss von Kritik statt. Im Rahmen von Selbstbeobachtung gibt es nichts Positives und nichts Negatives. Du beobachtest einfach, wie du handelst, denkst und fühlst und wie diese drei Bereiche zusammenhängen. Wenn dir zum Beispiel auffällt, dass du immer wieder Angst bekommst, wenn du Polizisten triffst, dann ist das insofern neutral, als du die Angst hier sein lassen kannst und deshalb nicht denken brauchst: "In diesem Bereich muss ich mich noch verbessern. Da habe ich noch Angst. Diese Angst darf auch gehen." Das ist keine Selbstbeobachtung. Das ist eher Selbstoptimierungswahn. Es ist das, was die moderne Spiritualität dir präsentiert und was eine Persönlichkeitsentwicklungsszene und viele Coaches von dir erwarten. Sie verkaufen dir das als Weiterentwicklung, ohne selbst zu erkennen, dass das ein Stillstand ist, selbst dann, wenn du scheinbar weiterkommst. Du kommst nämlich nur äußerlich scheinbar weiter und hast die entscheidende Sache nicht verändert. Du bist im Wahn der alten Welt geblieben und versuchst dich jetzt spirituell zu optimieren. Das kann scheinbar eine Weile funktionieren. Es ist aber kein echter Aufstieg. Der echte innere Aufstieg beinhaltet einen echten äußeren Abstieg. Eigentlich war ich jetzt schon fertig, aber eine Anmerkung habe ich noch. Viele möchten dir sagen, dass das nicht stimmt und vor allem, dass es ja gar nicht sein muss. Es darf doch auch schön sein! Ja klar. Darf es. Ist es auch. Aber nicht so, wie du bisher gedacht hast. Es ist anders schön. Und diejenigen, die darauf anspringen und ganz schnell mit "Ja, aber!" antworten und dir sagen, dass es auch schön sein kann, die merken gar nicht, wie sehr sie genau das verdrängen, worüber ich gesprochen habe: Den Abstieg in ihren Körper, den Abstieg in diese Welt. Sie sind hier immer noch nicht angekommen. Und sie wollen immer noch weg von hier. Alle Lehrer und Meister, die auf mich authentisch wirken, haben einen äußeren Abstieg hinter sich. Mir fällt aktuell kein einziger ein, der ausschließlich Höhenflüge hinter sich hat und authentisch auf mich wirkt. Für den echten Aufstieg musst du dir die Hände schmutzig machen. Du musst dich mitten in das hineinbegeben, was du bisher durch Programme versucht hast zu vermeiden. Und du musst bereit sein, dort drin zu bleiben und so lange zu marinieren, bis du gesättigt bist.