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    9.3.2024AQ 2297
    »Machtspiele sind Traumaverdrängungsspiele.«
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    Machtspiele sind Traumaverdrängungsspiele. Ein geistig gesunder Mensch möchte niemanden beherrschen. Er hat keinen Bedarf und keinen Wunsch, Macht über andere auszuüben. Er will selbst in Ruhe gelassen werden und lässt deshalb auch andere in Ruhe. Er hat kein Bedürfnis, sich bei anderen Menschen in ihre Themen und Angelegenheiten einzumischen. Es gibt nur eine einzige Ausnahme, wann er das doch möchte. Und zwar dann, wenn er sein eigenes Trauma, das er aufgrund der Machtspiele anderer erhalten hat, verdrängen möchte. Er möchte nie wieder fühlen, wie es sich angefühlt hat, als andere Macht über ihn ausgeübt haben. Das Gefühl von Machtlosigkeit ist sein tiefstes Trauma und so ein schlimmes Gefühl, dass er es nie wieder erleben möchte. Sobald er sich auch nur im Geringsten ohnmächtig fühlt, kommt deshalb sein Traumaverdrängungsmechanismus ans Tageslicht und er beginnt, Macht auf andere auszuüben. Er versucht, seine Macht zu stärken, sich besser zu positionieren und er unterdrückt dabei andere. Und zwar genau so, wie er unterdrückt wurde. Alle Macht basiert auf Trauma. Ein Mensch, der heil ist, kann gar keinen Machtanspruch entwickeln. Er hat keine Lust auf Dominanz. Er will sich überhaupt nicht durchsetzen. Mehr noch, er kann gar nicht verstehen, warum man das wollen könnte. Ein geheilter Traumatisierter kann das noch verstehen, aber nicht mehr anstreben. Er kennt es aus eigener Erfahrung. Er weiß, wie es war, aber er hat keinen Bedarf mehr. Immer wenn du Machtmenschen siehst, siehst du verdrängtes Trauma. So sieht das aus. Das ist keine Verurteilung. Du brauchst auch nicht sauer sein. Es bringt vor allem nichts, wenn du auf sie schimpfst und so tust, als hätten es nur die und du würdest es gar nicht kennen. Wenn es dir auffällt, ist es auch ein Teil von dir. Und es ist gut, wenn es dir bei anderen auffällt, denn dann kann es dir auch bei dir selbst auffallen. Die sinnlos Machthungrigen, die unter allen Umständen und mit jedem Mittel ihr Trauma verdrängen wollen, kannst du nicht heilen. Aber du kannst bei dir beginnen. Du kannst die Körperempfindung wahrnehmen, die auftaucht, sobald du mit dem Machtspiel beginnen willst. Diese Körperempfindung ist der Schmerz deines Traumas. Heiße ihn willkommen. Beende die Verdrängung. Das ist der Beginn deiner Heilung.