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    20.2.2024AQ 2279
    »Die einzige Möglichkeit zu gewinnen, ist nicht mehr zu spielen.«
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    Die einzige Möglichkeit zu gewinnen, ist nicht mehr zu spielen. Innerhalb der dualen Welt, die eine einzige Inszenierung ist, gibt es keine Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Sobald du versuchst, das Spiel auf der Inszenierungsebene zu gewinnen, beginnt ein Inszenierungskrieg. Die Inszenierungen schaukeln sich gegenseitig hoch. Du musst immer ein bisschen mehr inszenieren als alle anderen. Wenn du sehr gut bist, kann das zur Zerstörung deiner Gegner führen. Es führt aber immer zu deiner eigenen Zerstörung. Und zwar selbst dann, wenn du gewinnst. Denn du gewinnst das Spiel nur durch Inszenierung. Und die Inszenierung ist der Verlust deiner Authentizität. Das Spiel ist ein Spiel des Egos und du kannst es nur gewinnen, wenn du das Spiel beendest. Und du beendest es, indem du nicht mehr inszenierst. Du machst als Allererstes dir selbst nichts mehr vor. Erst viel später folgt daraus ganz automatisch, dass du auch anderen nichts mehr vormachst. Entgegen der Vermutung des Verstandes endet das nicht darin, dass du dich entweder komplett zurückziehst oder jedem sagst, was für ein Vollidiot er ist. Es geht bei der Ehrlichkeit nicht darum, gar nichts mehr zu sagen und nur noch für sich zu verarbeiten oder ständig etwas zu sagen. Es geht überhaupt nicht mehr darum, was du nach außen machst, wie du nach außen wirkst. Es geht nur noch darum, ob es dir auffällt und ob du das Spiel beendest. Anfangs erscheint dir das nicht als Gewinn und noch nicht einmal als hilfreich. Ganz im Gegenteil. Es fühlt sich so an, als würdest du das Spiel verlieren. Und in den Augen vieler verlierst du das Spiel gerade auch. Denn sie kennen nichts anderes als die Auseinandersetzung innerhalb des Spiels auf der dualen Ebene, wo man nur das eine oder das andere machen kann. Man kann nur dafür oder dagegen sein und man kann sich nicht enthalten. Man darf sich auch nicht um sich selbst kümmern. Man muss die ganze Zeit auf die Welt reagieren. Die Möglichkeit, sich selbst zu beobachten, haben die meisten gar nicht auf dem Schirm. Und sie können es auch gar nicht, denn sie denken, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen bedeutet, die Fehler bei sich selbst zu suchen. Es geht bei diesem Spiel aber nicht um die Fehlersuche im Sinn von: "Wer ist schuld?", sondern es geht um die Fehlersuche: "Warum und wo spiele ich mit?" Bei dieser Fehlersuche wirst du auf so viele innere Widerstände stoßen, dass es dir sehr wahrscheinlich schlecht wird. Du wirst an Punkte kommen, an denen du verzweifelst und an denen du die Lust verlierst, weiterhin nach dem Fehler zu suchen. Du würdest lieber dir oder anderen die Schuld geben. Die Suche nach der Schuld ist aber der falsche Weg, denn Schuld existiert nur in der dualen Welt. Denn je mehr inszeniert wird, desto mehr machen sich schuldig. Und zwar gar nicht in dem Sinn, dass das böse Menschen sind, sondern in dem Sinn, dass das Menschen sind, die sich weiter und weiter von sich selbst entfernen. Sie denken die ganze Zeit nur über Strategien nach, wie sie ihre Inszenierung größer machen können und wie sie die Inszenierungen der anderen umgehen oder austricksen können. Das ist ein sehr verrücktes Spiel, weil es komplett virtuell ist. Es findet nur in den Köpfen der Menschen statt, die inszenieren. Menschen, die es wagen, authentisch zu sein, müssen nicht mehr inszenieren und deshalb nicht mehr darüber nachdenken, wie sie denn jetzt gerade aus strategischen Gründen sein müssten. Für echte Menschen wird Strategie überflüssig. Wenn du dieses Strategiespiel nicht mehr spielst, hast du bereits gewonnen.