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    18.2.2024AQ 2277
    »Negative Gedanken sind nur die Folgeerscheinung unterdrückter negativer Gefühle.«
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    Negative Gedanken sind nur die Folgeerscheinung unterdrückter negativer Gefühle. Sie sind nicht die Ursache, sondern das Symptom. Deine Gedanken wiederholen sich nicht, weil du sie im Kopf abgespeichert hast. Sie wiederholen sich, weil sie die automatisierte Reaktion auf die abgespeicherten Körperempfindungen in dir sind. Und du hast gelernt, mit Gedanken die Körperempfindungen zu verdrängen. Deshalb sind Gedankenattacken ein deutliches Zeichen für verdrängte Gefühle. In dem Moment, in dem du ganz viel denkst, gibt es die intensivsten unterdrückten Körperempfindungen zu entdecken, die du jemals hattest. Und es ist gut, wenn das nicht alles auf einmal kommt, sondern schrittweise geschieht. Hättest du nicht so viele intensive Gedanken, wärst du von deinen Gefühlen überwältigt. Diese Gefühle sind momentan zu viel. Deshalb brauchst du die Gedanken. Nimm dir Zeit, dich behutsam voranzutasten. Einen Gedanken nach dem anderen weniger und stattdessen das Gefühl im Körper wahrnehmen. Erinnere dich. Immer wieder. Hundertmal am Tag. Erinnere dich. Erinnere dich, dass du denkst, weil du nicht fühlen willst. Verurteile dich nicht dafür. Erinnere dich. Das genügt. Und komm durch die Erinnerung in deinen Körper zurück. Dort bist du zu Hause. Nicht in den Gedanken. Und je nachdem, wie du das interpretierst, habe ich eine gute oder eine schlechte Nachricht für dich. Diese Übung ist nie zu Ende. Je öfter du dich erinnerst und je öfter du deine Gefühle fühlst, desto tiefer werden die emotionalen Schichten, die du erreichst. Deshalb wird es gar nicht unbedingt leichter, je geübter du bist. Es kann schwieriger und intensiver werden. Es ist eine Übung für die, die es wirklich wissen wollen. Und es ist eine Übung für diejenigen, die wissen, dass Wissen nicht im Kopf stattfindet, sondern in der Erfahrung. Es ist also für diejenigen, die die Erfahrung gemacht haben, dass sie nur durch Erfahrung lernen. Und es ist eine Übung für diejenigen, die sich wieder und wieder und wieder selbst vergeben können: Dafür, dass sie es nicht geschafft haben. Dafür, dass sie es verdrängen. Dafür, dass sie sich nicht erinnert haben und es wieder vergessen haben. Und dafür, dass es nicht schnell geht. Und es ist eine Übung für diejenigen, die verstehen, dass sie in diesem Leben nichts anderes mehr vorhaben.