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    5.2.2024AQ 2264
    »Wer die Welt etwas lehren will, muss früher oder später feststellen, dass die Welt einem etwas lehrt.«
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    Wer die Welt etwas lehren will, muss früher oder später feststellen, dass die Welt einem etwas lehrt. Niemand von uns ist hier, um der Welt etwas zu lehren. Wir sind alle hier, um etwas zu leeren. Uns selbst. Wir sind hier, um uns von der Vorstellung zu entledigen, dass wir anderen etwas beibringen müssten, dass die Welt von uns lernen sollte. Diese Welt da draußen existiert ohne dich gar nicht. Und sie existiert vor allem nicht unabhängig von dir. Das bedeutet, die Welt, der du etwas beibringen kannst, ist in dir. Und die äußere Welt als Spiegel unserer inneren Welt zeigt uns immer, was wir noch zu lernen haben. Wenn du also da draußen Menschen siehst, denen man dringend etwas beibringen müsste, denen man noch etwas erklären müsste, die dringend die Wahrheit erfahren sollten, dann ist das an niemand Geringeren gerichtet als an dich selbst. Mir ist klar, dass das in diesen Zeiten teilweise unmöglich erscheint und auch unwahrscheinlich, denn es ist doch so offensichtlich. Aber es gibt kaum eine größere Entspannung als die Erkenntnis, dass gerade niemand von deiner Erkenntnis profitieren muss. Das bedeutet nicht, dass du deine Erkenntnis relativieren musst. Das ist das Hobby von einigen Spirituellen. Aber das ist überhaupt nicht notwendig. Es genügt, wenn du deine Erkenntnis für dich genießt. Denn für dich ist sie da. Nicht für die anderen. Du hast diese Erkenntnis, weil du diesen Weg gegangen bist. Du hast all die Erfahrungen gemacht, die jetzt in dieser Erkenntnis gipfeln. Der Versuch, diesen Weg, diese Erfahrungen und diese Erkenntnis anderen durch Worte zu übermitteln, ist zwangsläufig zum Scheitern verurteilt. Vor allem dann, wenn in deinen Worten noch intensive Gefühle mitschwingen. Wahrhaftige Erkenntnis entsteht erst durch die Erkenntnis, dass alle anderen falsch informiert sein dürfen. Allen anderen darf die eine wichtige Erkenntnis, die du hattest, fehlen. Es geht auch bei Erkenntnissen niemals um die anderen. Es geht ausschließlich um dein Gefühl, während du diese Erkenntnis hast. Und auch dieses an sich positive Gefühl übergehen die meisten Menschen dadurch, dass sie anderen von ihren Erkenntnissen berichten wollen. Und zwar noch bevor sie ihre eigene Erkenntnis gefühlt haben. Erkenntnis ist nichts anderes als ein schönes Gefühl.