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    2.2.2024AQ 2261
    »Was wäre, wenn alle deine Wünsche in Erfüllung gehen würden?«
    0:006:12
    Was wäre, wenn alle deine Wünsche in Erfüllung gehen würden? Sobald du aus den Träumen ausgestiegen bist, in die du vielleicht gerade eingestiegen bist wegen dieser Frage, erkennst du etwas, das für den Verstand sehr ernüchternd ist. Es wäre dann absolut nichts. Und zwar das gleiche Nichts, das auch dann wäre, wenn alle Wünsche ohne ihre Erfüllung einfach wegfallen würden. Wünsche sind das Spiel. Sie sind die Ablenkung, genau wie Hoffnung. Wünsche und Hoffnung lenken dich von diesem Moment ab. Beide erzählen dir, dass sich in der Zukunft etwas verändern muss. Viele Spiris verarschen sich an dieser Stelle selbst, indem sie sagen: »Nein, es darf sich verändern.« Das ist der gleiche Wunsch. Wenn du wirklich so entspannt bist, dass du sagen kannst: »Es darf sich verändern«, dann brauchst du diesen Wunsch gar nicht mehr formulieren, weil es sich ja sowieso ständig verändern darf und auch verändert. Wenn all deine Wünsche tatsächlich in Erfüllung gehen würden, dann würde sich gar nichts verändern. Denn Wünschen ist eine Energie und die verschwindet nicht einfach. Es ist ein Gefühl. Und zwar das Gefühl der Hoffnung. Besser gesagt, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Ohne das negative Gefühl der Hoffnungslosigkeit bräuchtest du keine Hoffnung und dementsprechend auch keine Wünsche. Du wünschst im Widerstand zu dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit und dieser Widerstand ist eine Energie. Du wünschst es dir besser und schöner. Und all diese Attribute, die du dir wünschst, ganz egal, was das ist, von materiell bis hin zu emotional, sind alle ausgedacht. Du hast sie entweder noch gar nicht erlebt, weil du nicht weißt, wie es ist, wenn man Millionär ist, denn du hattest noch nie 1.000.000 oder du hast es schon einmal erlebt und dabei nicht gut genug aufgepasst, sprich deine Gefühle nicht gefühlt und wünschst es dir zurück. Dabei kannst du aber nicht wissen, ob die gleichen Gefühle wieder eintreten würden. Alles Wünschen ist hoffnungslos. Ich wünsche dir aber, dass deine Wünsche in Erfüllung gehen, denn nur dann kannst du das überprüfen. Es funktioniert nicht, wenn du so tust als ob. Wenn du einfach allen Wünschen entsagst und denkst: »Ich habe gar keine Wünsche mehr. Ich kenne das nicht mehr. Stefan hat gesagt: 'Wünsche sind schlecht.' Also habe ich sie abgeschafft.« Das wäre Blödsinn. So ist es nicht gemeint. Du musst wünschen. Es ist gut, dass du wünschst. Denn ab und zu könnte es sein, dass es dir gelingt, dass ein Wunsch in Erfüllung geht. Und in diesem Moment kannst du überprüfen, wie es tatsächlich ist. Dann ist es keine hypothetische Frage: »Was wäre, wenn alle meine Wünsche in Erfüllung gehen würden?« Sondern dann ist es eine konkrete Situation. Ein Wunsch ist gerade in Erfüllung gegangen. Was jetzt? Wie geht es mir? Geht es mir so, wie ich vorher dachte, dass es mir gehen würde oder geht es mir ganz anders? Und ist das jetzt in Ordnung? Der Wunsch ist weg und er ist abgehakt. Kommt jetzt einfach ein neuer? Kann ich den eine Zeit lang genießen? Wenn ja, wie lange? Und warum hinterlässt dieser unerfüllte Wunsch jetzt eine Lücke? All das darfst du mir nicht glauben. Du musst es selbst überprüfen. Dafür sind wir hier. Und dafür haben wir Wünsche.