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    25.1.2024AQ 2253
    »Es hat alles mit allem zu tun.«
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    Wenn du kein Verschwörungstheoretiker bist, bist du ein Zufallstheoretiker. Ein Verschwörungstheoretiker sagt: »Es hat alles mit allem zu tun.« Und ein Zufallstheoretiker sagt: »Nichts hat mit nichts zu tun.« Eine der bekanntesten und größten Verschwörungstheorien ist die Schöpfungsgeschichte. Es ist die Idee von einer Kraft oder einem Wesen, das im Hintergrund die Strippen zieht, damit das, was wir hier erleben, entstehen kann. Und eine der größten und bekanntesten Zufallstheorien ist die Geschichte vom Urknall. Irgendwann einmal, vor langer, langer Zeit, ist irgendetwas explodiert — warum, weiß man nicht — und seitdem fliegt es durch die Gegend. Wenn du dir diese beiden Geschichten unvoreingenommen anhörst, klingen beide irgendwie unglaubwürdig. Es gibt aber eine Möglichkeit, das Große zu untersuchen. Und zwar indem man es im Kleinen untersucht und findet. Bevor du also irgendeine Geschichte glaubst und dir selbst Geschichten erzählst, kannst du dir selbst eine ganz einfache Frage stellen: »Was entspricht meiner Beobachtung? Gibt es für das, was hier existiert, eine Absicht oder entsteht alles zufällig? Hat alles, was erschaffen wird, einen Schöpfer oder ist das dubios und rätselhaft, wie die Dinge entstehen?« Wenn du einfach mal ein Auto als Beispiel nimmst, dann wirst du sehr schnell feststellen können, dass die Herstellung eines Autos eine handfeste Verschwörung ist. Es müssen sich nämlich viele Menschen zusammentun und hinter dem Rücken von anderen, ohne dass die das mitbekommen, ein Auto entwerfen, die Produktion planen und dann alles zusammenbauen. Von all dem bekommst du normalerweise nichts mit. Du siehst das Auto erst, wenn es fertig ist. Persönlich hätte ich nichts gegen eine Zufallstheorie in diesem Bereich. Aber du kannst es ja mal ausprobieren und schauen, ob es funktioniert. Geh einfach auf einen Schrottplatz und lass irgendetwas explodieren. Und dann schau, ob hinterher ein neues Auto da steht. Wenn die Produktion von Autos geheim wäre oder unsere Beobachtungsfähigkeit nicht ausreichen würde, um den Produktionsprozess zu verstehen, dann wären Autos ein Wunder. Und für viele Menschen ist das auch so. Die können sich gar nicht erklären, wie so was funktioniert. Wir haben uns nur daran gewöhnt, weil wir sie sehen können und da wir ihre Existenz deshalb kaum leugnen können, rationalisieren wir, dass sie schon irgendwie hergestellt werden müssen. Überprüft haben wir das aber nie und den meisten von uns würde auch die Fähigkeit fehlen, den gesamten Produktionsprozess nachzuvollziehen und wirklich eingehend zu überprüfen, ob da alles mit rechten Dingen zugeht. Im Bereich der Autoproduktion gibt es sehr wahrscheinlich nur wenige Zufallstheoretiker. In diesem Bereich sind wir alle also Verschwörungstheoretiker. Nur in ein paar einzelnen Bereichen sind wir Zufallstheoretiker. Im Bereich der Schöpfung, im Bereich der Politik und im Bereich der Finanzen zum Beispiel. In diesen Bereichen gehen wir davon aus, dass sich niemand mit niemand bespricht und alles zufällig passiert. Auch im Bereich der Medizin und im Bereich der Medien gibt es keine Menschen mit Absicht, schon gar nicht mit einer bösen. In diesen Bereichen sind alle vollkommen neutral und sie reagieren einfach nur auf das, was ihnen täglich passiert. Seltsamerweise ist das eine Interpretation, die sich deutlich von unserem eigenen Leben unterscheidet. Niemand von uns lebt so, wie wir denen unterstellen, die nach der Zufallstheorie leben. Vielleicht ist es so, dass die anderen ganz ähnlich sind wie wir? Menschen mit einer Absicht, die zwischendurch nach ihrem eigenen Vorteil suchen und sich dafür auch einmal hinter dem Rücken von anderen heimlich absprechen. Also etwas, was wir alle aus unserem eigenen Leben sehr gut kennen und deshalb eigentlich nachvollziehen können müssten. Wenn wir dieses Verhalten in uns erkennen, dann können wir es außerhalb von uns nicht mehr leugnen. Außerhalb von uns leugnen wir diese Art von Verhalten nur dann, wenn wir es nicht wahrhaben wollen, dass es auch in uns ist. Das ist der einzige Grund, warum Verschwörungstheoretiker einen schlechten Ruf haben. Sie weisen uns auf das hin, was in uns ist. Und das findet kaum jemand gut.