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    24.1.2024AQ 2252
    »Die Dinge, die du brauchst, kommen erst dann zu dir, wenn du sie nicht mehr brauchst.«
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    Die Dinge, die du brauchst, kommen erst dann zu dir, wenn du sie nicht mehr brauchst. Zumindest gilt das für die angenehme Art und Weise, wie Dinge zu dir kommen können. Bevor sie auf angenehme Art und Weise zu dir kommen, musst du es nämlich erzwingen. Und das ist unangenehm. Es bringt dir auch gar nichts, denn es fühlt sich die ganze Zeit wie ein konstanter Kampf an, weil es einer ist. Du kämpfst die ganze Zeit, damit die Dinge zu dir kommen. Und du kannst dir in diesem Zustand gar nicht vorstellen, nichts zu erzwingen und einfach zu warten, bis die Dinge von selbst zu dir kommen. Du bildest dir vehement ein, du wüsstest, wann welche Dinge zu dir kommen sollen. Es muss immer nach deinem Zeitplan gehen. Doch wie kommst du auf diese Idee? Woher weißt du, wann was geschehen soll? Der Teil, der das im Widerstand erkämpfen will, den nennt man 'Ego' oder ‘Programmierung’. Du kannst es nämlich nicht wissen und du weißt es auch nicht. Du bildest es dir aber sehr intensiv ein: Als wäre es anders. Als wüsstest du nur deshalb, weil du willst, weil du denkst, es muss jetzt sein. Woher weißt du, dass es nicht noch 10 oder 20 Tage, Wochen, Jahre Zeit hat? Du weißt es nicht, diese Tatsache kannst du aber noch nicht einmal reflektieren, denn du bildest dir ein, etwas zu brauchen, weil du nicht reflektieren kannst. Deine Einbildung ist eine Übersprungshandlung. Du willst es nur deshalb jetzt, weil du ungeduldig bist, weil du bestimmte Gefühle nicht fühlen willst. Du kannst gar nicht in Ruhe darüber nachdenken, warum du etwas unbedingt jetzt brauchst. Der Wunsch erscheint dir als Drang viel zu stark, als dass du ihn unterdrücken könntest. Du willst es jetzt! Und du hast keine Sekunde länger Zeit. Und das, obwohl es schon ziemlich lange genau so geht. Es soll jetzt sein, es kommt aber nicht und es soll immer noch jetzt sein. So verbringen die meisten Menschen ihr gesamtes Leben. Nichts von dem ist echt. Nichts von dem ist wahr. Nichts muss jetzt sein. Alles kann warten. Wenn du das kannst und sobald du das tust, sobald du wartest, geschieht etwas Phänomenales. Denn wenn die Dinge dann das erste Mal zu dir kommen, wenn du sie gar nicht mehr brauchst, kannst du sie das erste Mal wirklich genießen. Dieser Genuss war vorher die ganze Zeit eingesperrt in deinem Wollen. In den meisten Fällen ist das dann kein triumphierender Genuss, sondern ein sehr stiller. Und je mehr du das übst, desto stiller wird der Genuss. Denn was du geübt hast, war nicht, dass die Dinge zu dir kommen. Du hast stilles, genussvolles Warten geübt. Und das kommt jetzt zu dir zurück.