Glaube ersetzt das Echte. Glauben musst du nur das, was du nicht weißt. Und jedes echte Wissen entsteht nur aus Erfahrung. Alles, was echt ist, musst du nicht glauben. Und echt ist alles, was du selbst erfährst.Geschichten, die du erzählt bekommst und die du nicht aus deiner eigenen Erfahrung kennst, sind nicht echt. Du musst sie so lange glauben, bis du sie selbst erlebst. Dann brauchst du keinen Glauben mehr an die Geschichte, weil du es durch Erfahrung integriert hast.Der Glaube an Gott ist nicht echt, außer du hast eine Erfahrung dazu. Und wenn du eine Erfahrung dazu hast, dann weißt du, dass das Wort Gott nicht genau beschreibt, was du erfahren hast, sondern du verwendest ein Wort, das du bisher verwendet hast oder das andere bisher verwendet haben.Der Verstand macht so etwas liebend gerne. Du erlebst etwas vollkommen Neues, etwas bisher Unerlebtes und auch Unerhörtes und er klatscht einfach die alten Worte darüber. Und das nur, um das Erlebte in dein bisheriges System einordnen zu können, damit du eben nicht ins Neue wechselst. "Ich glaube an Gott" ist eine Aussage, die bei den allermeisten Menschen nur bedeutet: "Ich kann mir vorstellen, dass es einen gibt!"Vorstellen kannst du dir alles Mögliche und Unmögliche. Es ist deshalb noch lange keine Wahrheit. Auch tiefe Überzeugungen können falsch sein und die meisten davon sind es auch. Glaube ist ganz nett, Erfahrung ist netter und Erfahrung ohne die Interpretation des Verstandes ist die Krönung. Sie kommt der Wahrheit am nächsten. Sie hält weder etwas zurück, noch überhöht sie irgendetwas.Der Glaube ist das Unechte und Gespielte. Man tut so, als ob man es erlebt hätte, als ob man es tatsächlich aus eigener Erfahrung wüsste. Das ist Glaube. Und der ersetzt das Echte. Das Echte ist etwas ganz anderes. Was das ist, musst du erst wieder herausfinden und vollkommen neu entdecken. Und das geht nur frei von Gedanken darüber, wie es sein sollte.