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    21.12.2023AQ 2218
    »Wenn du träumen willst, musst du weiterschlafen.«
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    Wenn du träumen willst, musst du weiterschlafen. Die meisten sagen dir, dass du deine Träume leben sollst. Sie sagen dir aber nie, dass du auch untersuchen musst, woher deine Träume kommen. Diejenigen, die ihre eigene Psychologie nicht durchschauen, können dir keine wertvollen Tipps geben. Träume sind genau wie Wünsche Übersprungshandlungen / Übersprungsgedanken im Widerstand zum jetzigen Moment. Sobald wir erkennen, dass es am jetzigen Moment nichts zu verändern gibt und dass das die tiefste Wahrheit ist, fallen alle Wünsche, Träume und Sehnsüchte von uns.Kein Traum kann dir das geben, was dieser Moment bereits beinhaltet. Übrigens auch dann, wenn du in diesem Moment gerade träumst. Sobald du das wahrnimmst, musst du deine Träume nicht mehr realisieren, weil sie sich in diesem Moment erfüllen. Nicht außerhalb von dir, sondern in dir, weil dir die Funktion des Traums bewusst wird. Und die Funktion des Traums ist ein Gefühl in dir, kein Wunsch für die Zukunft.Das wollen aber vor allem jene nicht wahrhaben, die jede spirituelle Erklärung kommentieren mit: »Ja, genau. Leben im Hier und Jetzt.« Das sind die Gleichen, die dann auch sagen: »Was soll denn an Träumen schlecht sein?« Gar nichts, weil es nicht darum geht, was du machst, sondern ob du es wirklich erlebst. Es ist nur die Frage, ob du für die Zukunft träumst oder im aktuellen Moment. Dann realisierst du die Funktion deines Traums, nämlich dich von diesem Moment abzulenken. Und wenn du das merkst, dann fühlst du auch, welches Gefühl dieser Traum in dir auslöst. Sobald du dieses Gefühl wahrnimmst, entfernst du dich nicht mehr in die Zukunft und kommst zurück zu dir.Du träumst nie, um in der Zukunft irgendetwas zu erreichen. Du träumst, um jetzt gerade ein Gefühl nicht zu fühlen oder um ein Gefühl auszulösen. Meistens beides. Und beides bekommen wir nicht mit. Wir nutzen unsere Träume zur Flucht.Das hört sich vielleicht philosophisch oder psychologisch für dich an. Wenn du es tatsächlich merkst, weißt du das erste Mal, was gemeint ist. Wenn du fühlst, was jetzt gerade stattdessen da ist beziehungsweise was jetzt gerade stattdessen hier wäre, wenn du nicht träumen würdest, ist das eine riesengroße Offenbarung. Du merkst dann, dass meine Worte nicht nur interessante Psychologie sind, sondern du fühlst die Wahrheit und dadurch rückst du selbst der Wahrheit näher.Kein noch so schöner Traum kann dir das bieten, was dir die Wahrheit bietet. Und nichts wird dich so sehr befreien wie das Ende deiner Träume.