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    2.12.2023AQ 2199
    »You never owned anything.«
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    You never owned anything. Are you happy? Du hast noch nie etwas besessen. Bist du glücklich?Besitz ist Einbildung, während du nichts besitzt und alles nur nutzt. Du nutzt alles nur, während du Zugang dazu hast, vollkommen unabhängig davon, wie du diesen Zugang bekommst und ob es dir gehört. Der Besitz ist reine Fantasie. Du kannst dir den Zugang zum Beispiel auch erschleichen oder erkämpfen. Und natürlich kannst du ihn dir auch erarbeiten. Und trotzdem gehört dir gar nichts. Dass dir etwas gehört, ist eine Einbildung, eine Fantasie.Ein ganz einfaches Beispiel: Es gibt Menschen, die sammeln Autos. Vielleicht sogar Oldtimer. Die meiste Zeit stehen diese Autos in ihrer Garage. Sie können jetzt zwar an ihre Autos denken, während sie unterwegs sind oder im Haus im Wohnzimmer sitzen, dann denken sie daran: »Ich bin so stolz auf meine Autos. Ich finde meine Autos so toll.« Das ist eine Fantasie, denn du musst daran denken, damit dir klar ist, dass du so viele Autos besitzt.Aber dann kannst du natürlich den Realitätscheck machen und in deine Garage gehen und dann siehst du die Autos. Währenddessen musst du aber unbedingt daran denken, dass die alle dir gehören. Es könnte ja auch sein, dass du in der Garage eines Freundes stehst und er dir seine Autos zeigt. Du musst also die ganze Zeit daran denken: »Das sind meine Autos. Sie gehören alle mir.«Vielleicht merkst du schon ein bisschen, wie krankhaft das eigentlich ist? Es geht aber sogar noch einen Schritt weiter. Und der ist folgender: Wenn die Fantasie wegfällt! Und das geht nur, wenn du in eines der Autos einsteigst und vielleicht sogar beginnst, damit zu fahren. Dann hast du zum ersten Mal einen Kontakt, wo man sagen könnte: »Okay, das ist jetzt aber jenseits der Fantasie!« Und das stimmt. In diesem Moment sitzt du drin und du genießt die Autofahrt.Es könnte aber auch das Auto eines Freundes sein, mit dem du fährst. Oder du hast es dir nur ausgeliehen. Das heißt, auch in diesem Fall musst du die ganze Zeit denken: »Oh, wie schön, dass das mein Auto ist.« Und wenn du nicht vollkommen verrückt bist, was die meisten aber sind, dann denkst du in diesem Moment nicht an die anderen Autos in der Garage. In der Regel machst du das. Und dann bist du wieder bei einer Fantasie. Du kannst aber nicht mehr als ein Auto nutzen, also musst du dir die anderen in deiner Fantasie wieder herholen.Die Nutzung von etwas erfordert keinen Besitz. Das erste und das letzte Hemd haben keine Taschen. Und in der Zwischenzeit tust du so, als gehöre dir irgendetwas. Du musst dir das intensiv einbilden, damit es für dich so ist. Und ich verstehe, falls es für dich so ist, falls du sagst: »Ja, aber ich habe ein Haus. Ich habe eine Eigentumswohnung und die gehört mir!« Und trotzdem nutzt du nie alles und es könnte genauso gemietet sein. Du musst also daran denken, dass es dir gehört, damit es für dich real wird.Tatsächlich nutzt du nicht einmal einen Raum. Du nutzt nur den Bruchteil eines Raumes. Und ja, du hast Zugang dazu. Diesen Zugang könntest du aber auch haben, wenn das Haus leer steht und du dir Zugang verschaffst. Oder falls du es nicht ganz so gefährlich haben möchtest: Du könntest auch einfach auf das Haus von anderen aufpassen. Auf das Haus von anderen Menschen, denen so viele Häuser gehören, dass sie sie gar nicht mehr alle bewohnen können und die die ganze Zeit daran denken müssen, dass ihnen noch andere Häuser gehören.Würdest du das Gleiche über das Haus denken, das sie gerade bewohnen, wärst du in ihrer Situation und alle Häuser würden dir gehören und sie wären deine Haussitter.